2026-01-09T09:36:09.492Z

Ligabericht
Immer wieder durchgekommen: Artur Esko (Mitte) und der SC Herford fertigten den TSV Oerlinghausen 5:0 ab.
Immer wieder durchgekommen: Artur Esko (Mitte) und der SC Herford fertigten den TSV Oerlinghausen 5:0 ab. – Foto: Yvonne Gottschlich

SC Herford entscheidet Spiel schon nach 18 Minuten

Der Aufsteiger legt in einer furiosen Anfangsphase gegen den TSV Oerlinghausen schnell ein 3:0 vor, gewinnt am Ende mit 5:0 und vergibt noch zahlreiche Chancen.

„Wir hätten mehr für das Torverhältnis machen können, ja eigentlich müssen“, sprach Trainer Tim Daseking das einzige Manko an, dass er am Sonntag Nachmittag bei seinem SC Herford gesehen hatte. Der Aufsteiger gewann sein erstes Heimspiel der neuen Saison in der Landesliga dennoch klar und deutlich, der TSV Oerlinghausen wurde mit 5:0 (4:0) bezwungen.

Überraschend hatten die Gäste aus dem Lipperland die erste dicke Chance des Spiels. Nach einem Steilpass lief Emre Aydas in der 4. Minute allein auf das Herforder Tor zu, er scheiterte jedoch an SC-Keeper Nino Vom Hofe. „Das war so ein kleiner Weckruf, danach waren wir richtig da“, meinte Daseking, der quasi im Gegenzug den ersten Treffer seines Teams bejubeln konnte. Pascal Widdecke, der auf der linken Angriffsseite für viel Gefahr sorgte, passte nach einem Sololauf von der Grundlinie in die Mitte, wo Arian Berisha aus sechs Metern zum 1:0 einschoss (6.). In der 13. Minute legte Hashem Celik bei einer Kontersituation der Hausherren links heraus auf Berisha, der flach auf 2:0 erhöhte. Und in der 18. Minute war die frühe Vorentscheidung bereits gefallen. Justin Manske trat von der rechten Seite eine Ecke, die Nico Bartling per Kopf zum 3:0 in die lange Ecke verlängerte.

Gästeakteur sieht gelb-rote Karte

In der Folge kontrollierte der Sport-Club Ball und Gegner und zog kurz vor der Halbzeit die Zügel wieder an. Ein Schuss von Artur Esko aus der zweiten Reihe strich nur kanz knapp rechts am Tor vorbei (38.). Dann legte Bartling nach einem Solo im Strafraum für Berisha auf, dessen Abschluss aus zehn Metern noch von einem Abwehrbein zur Ecke abgelenkt wurde (40.). Der überfällige vierte Treffer der Herforder fiel dann in der 44. Minute. Ein Freistoß von der linken Seite landete bei Celik, dessen Schuss unten rechts im Netz landete. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatte dann auch Vom Hofe noch einmal die Gelegenheit sich auszuzeichnen, als er einen Freistoß von Aydas aus zentraler Position mit einer Hand über die Latte lenkte.

Dies sollte gleichzeitig die letzte nennenswerte Torannäherung der Gäste in dieser Partie bleiben. Die Herforder vergaben nach dem Wechsel zunächst gute Möglichkeiten für weitere Treffer durch Bartling (52.), David Pabon (58.) und Celik (61.), ehe das Spiel immer mehr verflachte. Für etwas mehr Aufregung sorgte Aydas in der 71. Minute, als er nach einer Rangelei an der rechten Außenbahn die gelb-rote Karte zu sehen bekam.

Tosun bereitet fünften Treffer mustergültig vor

So hatte Herford nun noch mehr Platz auf dem Spielfeld, den Orkun Tosun in der 76. Minute mustergültig nutzte, um das schönste Tor des Tages vorzubereiten. Er startete noch in der eigenen Hälfte einen Sololauf bis in den TSV-Strafraum und legte dann überlegt für den kurz zuvor eingewechselten Nabilaye Bangoura auf, der keine Mühe mehr hatte, auf 5:0 zu stellen. In der Schlussphase verhinderte der zum besten Mann seines Teams avancierende Torhüter Christopher Niehaus weitere Tore des SCH.

So nannte Tim Daseking dann auch die Chancenverwertung seines Teams im zweiten Durchgang „katastrophal. In der ersten Halbzeit haben super gespielt, ab der 60. Minute dann den Zug zum Tor ein wenig vermissen lassen. Wir hatten das Spiel aber immer im Griff, und wenn man 5:0 gewinnt, kann man zufrieden sein.“

Aufrufe: 019.8.2024, 13:30 Uhr
Thomas VogelsangAutor