2026-02-09T08:36:21.830Z

Allgemeines

Routinier Timo Kern hofft auf krönendes Karriereende: „Klar hätte ich Bock aufzusteigen“

Vertragsverlängerung bis 2025

von Ferdinand Gehlen · 26.06.2024, 12:50 Uhr · 0 Leser
Timo Kern bleibt dem FC Bayern München noch ein Jahr als Kapitän der Reserve erhalten.
Timo Kern bleibt dem FC Bayern München noch ein Jahr als Kapitän der Reserve erhalten. – Foto: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldber

Timo Kern hängt noch ein Jahr als Spieler in der U23 des FC Bayern München dran. Danach wird er dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben

München – Der Kapitän der Reserve bleibt an Bord. Kurz vor dem Trainingsauftakt des FC Bayern II hat der Klub die Vertragsverlängerung von Timo Kern bis 2025 bekanntgegeben. Seit sechs Jahren ist der 34-Jährige Bestandteil der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters. Als einer von zwei Ü23-Spielern war Kern in den letzten Jahren unumstrittener Führungsspieler und ein Vorbild für junge Talente.

Ob es jemals Zweifel an der Vertragsverlängerung gab? „Nein, überhaupt nicht“, sagt Kern im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern beim Trainingsauftakt der U23. Und das, obwohl sich die Verhandlungen bis kurz vor den Trainingsstart hinzogen. „Der Prozess war ganz schon lang“, so der Münchner: „Aber letztendlich sind beide Parteien auf einen gemeinsamen Nenner gekommen.“

Wechsel war nie ein Thema – Kern auch nach aktiver Karriere beim FC Bayern

Kerns Wert für die Mannschaft geht über die reine Leistung hinaus, da sind sich alle Beteiligten beim Rekordmeister einig. „Trotz der Verjüngung des Kaders macht es Sinn, dass ich dabei bleibe“, glaubt Kern. „Es geht einfach um eine gewisse Rolle. Und parallel habe ich auch Leistung gebracht“, sagte der 34-Jährige am 13. Juli.

Kerns Rolle ist klar definiert. Er führt die jungen Talente des Rekordmeisters als Leader an. Als erfahrener Spieler geht der Routinier in der jungen Mannschaft mit gutem Beispiel voran und trägt damit einen wichtigen Teil zur Entwicklung der zukünftigen Hoffnungsträger bei. Dieses Modell trug in der Vergangenheit durchaus schon Früchte, einige Spieler schafften den Sprung in den Profibereich.

Dementsprechend kam für den Spielmacher auch ein Wechsel zu einem anderen Verein nie infrage. Kern wird auch nach Ende seiner aktiven Karriere an der Säbener Straße bleiben. „Für mich stand nur im Raum: entweder fange ich jetzt schon an beim FC Bayern zu arbeiten, oder ich hänge noch ein Jahr dran“, so der Mittelfeldspieler.

„Klar hätte ich Bock aufzusteigen. Aber man muss das realistisch einordnen.“

Timo Kern weiß, dass der sportliche Erfolg bei der U23 des FC Bayern nur zweitrangig ist.

Für diese Saison steckt der Routinier erst einmal konservative Ziele, zumal der sportliche Erfolg bei der Reserve des Rekordmeisters nicht zwingend im Vordergrund steht. Ein Aufstieg wäre der krönende Abschluss der Karriere des Kapitäns. Der Mittelfeldspieler weiß aber, dass ein solcher Erfolg eher unwahrscheinlich ist. „Klar hätte ich Bock aufzusteigen. Aber man muss das immer realistisch einordnen“, sagt Kern. „Bei uns geht es um etwas ganz anderes als den sportlichen Erfolg. Wir wollen die Jungs ausbilden.“

Aus diesem Grund muss man in der zweiten Mannschaft auch immer auf kurzfristigen Kaderveränderungen vorbereitet sein. Beispielsweise, wenn ein junger Spieler den nächsten Entwicklungsschritt bei einem Leihverein geht. „Ich rechne mit allem“, sagt der 34-Jährige mit einem Schmunzeln. „Wenn sich Möglichkeiten für Spieler ergeben, sind wir offen dafür.“ Bis zum Saisonauftakt ist also noch mit etwas Bewegung im Kader zu rechnen. „Ich gehe nicht davon aus, dass das aktuelle Spielermaterial zu 100 Prozent bestehen bleibt“, prognostiziert Kern. „Da wird sicherlich noch was passieren.“

„Es könnte nicht besser sein zum Auftakt.“

Timo Kern freut sich auf den Liga-Auftakt gegen den SV Wacker Burghausen

Die Art und Weise, wie Kern über seine Mitspieler spricht, zeigt eines ganz klar: Die Rolle des 34-Jährigen in der Reserve des Rekordmeisters geht längst über die eines normalen Spielers hinaus. Der Routinier ist eine Art spielender Co-Trainer und der verlängerte Arm von Holger Seitz. Der Übergang nach seiner aktiven Karriere ist vorgezeichnet.

Doch bevor es so weit ist, will es der gebürtige Hockenheimer aber noch einmal wissen. Das Eröffnungsspiel der Regionalliga bestreiten die kleinen Bayern am 18. Juli gegen Wacker Burghausen. Timo Kern freut sich auf ein aufregendes Spiel und hofft auf viele Zuschauer „Es könnte nicht besser sein zum Auftakt. Hoffentlich vor ausverkauftem Haus.“ (fge)