
Am Sonntagmittag steigt in der Großraumturnhalle an der Dr.-Aloys-Wittrup-Straße die Rheinberger Hallenstadtmeisterschaft 2026 der ersten Mannschaften. Fünf Vereine, zehn Spiele, ein bewährter Modus – sportlich wie atmosphärisch sind die Vorzeichen jedoch unterschiedlich. Was MSV-Trainer Dietmar Hirsch mit einem neuen Spieler des TuS Borth zutun hat.
SV Budberg Das Sommerturnier gewann der SVB Ende Juli 2025 auf eigener Anlage bereits, nun steht für den klassenhöchsten Klub die Mission Titelverteidigung unter dem Hallendach an. Sportlich bleibt der SV Budberg klarer Favorit. Nach dem traditionellen Silvestertraining mit Spielern aus allen Seniorenteams startet der Landesliga-Vierte am Samstag um 12 Uhr mit der ersten offiziellen Einheit in die Wintervorbereitung auf die Rückrunde. Am Sonntag betreut Trainer Tim Wilke parallel die Spieler, die nicht in der Halle aktiv sind, Co-Trainer Matthias Prinz coacht derweil von der Bande.
Dem Stadtpokal misst Wilke, der seine Mannschaft am Wochenende über seine Zukunft informieren möchte, in diesem Jahr allerdings noch weniger Bedeutung bei. Auch die schweren Verletzungen von Robin Morawa und Jonas Twardzik aus den Vorjahren wirken noch nach. „Ehrlich gesagt fliegt das Turnier komplett unter unser aller Radar. Aktuell sind wir nur zu sechst in der Halle“, so der 50-Jährige, der offenließ, wie groß und stark das Aufgebot tatsächlich sein wird.
Concordia Rheinberg Die Mannschaft von Manfred Wranik steckt weiter tief im Tabellenkeller der Kreisliga A. Ob die Zusammenarbeit über den Sommer hinaus fortgeführt wird, ist noch offen – am Sonntag wird der Trainer des Pokalsiegers von 2024 das Turnier wieder von der Tribüne aus verfolgen. Die sportliche Verantwortung übernehmen seine Assistenten Ingo Feß und Björn Kluth. „Wir gehen es wieder ganz entspannt an und kommen mit zehn Leuten. Dass das Verletzungsrisiko groß ist, hat man im Vorjahr bei Lars Meier gesehen“, gibt Wranik zu bedenken. Die Vorbereitung beginnt für die Concordia erst am Dienstag.
SV Millingen An der Jahnstraße beginnt das Fußballjahr 2026 mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie. Fabian Scholz lernte sein Team kurz nach der Verkündung im Dezember schon kurz kennen. Der Budenzauber genießt für den neuen Mann an der Seitenlinie aber ebenfalls nicht die höchste Priorität. Viel wichtiger bleibt für das abgeschlagene Schlusslicht der Kreisliga A der Klassenerhalt. Fünf Zähler trennen den SVM nach 17 Spieltagen vom rettenden Ufer.
„Mit der ersten Besprechung am Freitag stellen wir alles auf null und fangen so an, als würde es in eine neue Saison gehen. Vieles ist Kopfsache und wir brauchen positive Erlebnisse. Der Zug ist sicherlich noch nicht abgefahren“, glaubt Scholz. Der 35-Jährige versichert zudem: „Wir werden trotzdem mit einer guten Mannschaft antreten.“
TuS Borth Nach einer durchwachsenen B-Liga-Hinrunde mit Platz sieben nach seiner Übernahme im Sommer schickt Trainer Stefan Kuban vor dem ersten Aufgalopp auf dem neuen Kunstrasen am Dienstag eine junge Auswahl ins Turnier. Mit dabei sind die A-Jugendlichen Mohammed El Hettak, Linus Capelle und Marvin Sieger. Zudem wird Neuzugang Martin Hirsch-Weiser sein Debüt feiern. Der Schwiegersohn des in Borth wohnhaften Dietmar Hirsch, Drittliga-Trainer beim MSV Duisburg, kam im Winter vom SV Issum an den Mittelweg.
„Er hat direkt Bock, zu zocken. Wir haben eine gute Mischung. Die Zeit der heißen Derbys in der Halle ist vorbei. Wir wollen Spaß haben, die nötige Ernsthaftigkeit reinbringen und den Ball gut laufen lassen, statt nur von der Mittellinie zu bolzen“, fordert Kuban.
SV Orsoy Es ist noch gar nicht so lange her, da spielten die Grün-Weißen, die diesmal Ausrichter sind, in der Halle regelmäßig um den Titel mit oder streckten die Trophäe gar in die Höhe. Der x-te Neuanfang läuft für die Schießbude der Kreisliga B. Das Team des neuen Trainers Stefan Bockting wartet nach dem Abstieg weiter auf den ersten Punkt, kennt sich mit der Außenseiterrolle bei den Stadtmeisterschaften bestens aus und möchte in erster Linie eine Blamage verhindern.
„Von der Organisation ist alles vorbereitet. Wir haben auch ohne eine zweite Mannschaft genügend Helfer. Wir wollen nicht Letzter werden und uns vielleicht ein paar Punkte ergaunern“, sagt Fußball-Obmann Mark Kolanczyk, der das Turnier leiten und als Hallensprecher fungieren wird. Auch er stellt fest: Das Prestige des Turniers habe zuletzt gelitten.
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