Der TuS Holzkirchen zeigt gegen die SpVgg Altenerding zwei Gesichter – und erkämpft sich einen Punkt in der Bezirksliga Ost.
Bereits im Vorfeld der Partie ist klar gewesen, dass auf die Grün-Weißen im Heimspiel gegen Altenerding eine überaus schwere Aufgabe warten würde. Trotzdem hat der TuS Holzkirchen gewissermaßen zwei Gesichter gezeigt. Ein schlechtes in der ersten Hälfte und ein gutes im zweiten Durchgang. So reichte es nach einem zwischenzeitlichen Rückstand immerhin zu einem 1:1-Remis. „Letztlich muss man mit dem Punkt zufrieden sein“, gibt TuS-Coach Sven Teichmann an. „Wir haben uns heute einen Zähler erkämpft und den gehalten. Vielleicht ist das auch mal für die Birne gut.“
Reinkämpfen lautete das Stichwort. Denn: Nach einer schwachen ersten Hälfte war klar, die Grün-Weißen würden eine deutliche Leistungssteigerung im zweiten Durchgang brauchen, um im schwierigen Heimspiel gegen Altenerding etwas zu holen. „Es ist in der Pause sehr laut geworden“, verrät Teichmann. „Wir waren überhaupt nicht im Spiel.“ Seine Schützlinge hätten nicht das gemacht, was man sich im Vorfeld vorgenommen hatte. „Wir wollten den Ball laufen lassen, stattdessen sind wir viel zu oft in Eins-gegen-eins-Situationen gerannt.“
Obendrein kamen unnötige Ballverluste hinzu. Der bitterste nach rund einer halben Stunde. Ein individueller Fehler brachte Altenerdings Leonardo Tunjic in eine aussichtsreiche Position. Und der ließ sich die große Gelegenheit nicht nehmen und hatte keine Mühe, seinen fünften Saisontreffer zu markieren. „Sie sind offensiv und fußballerisch gut veranlagt. Das haben sie gezeigt“, sagt TuS-Abwehrmann Lukas Krepek. „Wir haben die erste Hälfte einfach komplett verschlafen.“ Mit etwas Glück hätten die Holzkirchner aber auch in Führung gehen können. Denn kurz vor dem 0:1 schalteten die Grün-Weißen nach einem Fehlpass blitzschnell um, Drilon Shukaj bekam das Leder fünf Meter vor dem Kasten auf den Fuß. Doch der TuS-Offensivmann zirkelte den Ball über das Tor.
Nach der Pause wurde es schließlich besser. Andreas Bauer ersetzte Leonhard Gerg, der kurzfristig doch zur Verfügung und überraschend in der Startelf stand. Die Pausenansprache hätte „gut getan“, versichert Krepek. „Wir waren in der zweiten Halbzeit klar dominant.“ Anders ausgedrückt: Der TuS zeigte plötzlich ein anderes, sein gutes Gesicht. Die Belohnung erfolgte nach einer knappen Stunde. Jakob Gerg zog in den Strafraum und wurde gelegt. Die logische Folge: Elfmeter für den TuS, den Alexander Zetterer sicher zum 1:1-Ausgleich verwandelte. In der Folge hätten die Holzkirchner durchaus auch noch ein Tor machen können, aber Trainer Teichmann moniert: „Es fehlt dann vorne manchmal noch die letzte Konsequenz und wir treffen noch zu oft die falsche Entscheidung.“ So blieb es am Ende beim wohl gerechten 1:1-Remis.
Trotzdem blicken die Holzkirchner bereits nach vorne. „Es tut natürlich weh, wenn man zu Hause Punkte liegen lässt“, meint Krepek. „Aber auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen und es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Schon am Mittwoch wollen die Grün-Weißen vor heimischem Publikum wieder möglichst drei Zähler holen, wenn es im Nachholspiel gegen TSV Bad Endorf geht.
Markus Eham