
Beide Seiten hatten für dieses Aufeinandertreffen auf Social Media kräftig die Werbetrommel gerührt. In der Regionalklasse 2 hatten die Fußballerinnen des Oranienbaumer SV Hellas am Sonnabend ihre Nachbarinnen des SV Grün-Weiß Wörlitz zu Gast - vor einer rekordverdächtigen Szenerie.
285 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten auf dem Sportplatz Am Waldhaus in Oranienbaum für eine beeindruckende Kulisse, die zumindest auf dem Kleinfeldbereich rekordverdächtig in Sachsen-Anhalt gewesen sein dürfte.
In dieser Saison hatten nach FuPa-Recherchen nur zwei Frauen-Partien im Bundesland mehr Schaulustige angelockt: Das Regionalliga-Spitzenspiel des 1. FC Magdeburg im Oktober gegen Hertha BSC (307) und der DFB-Pokal-Auftritt der FCM-Frauen gegen den Bundesligisten Hamburger SV (2203).
Im Spielbetrieb des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt stellte das Regionalklasse-Derby zwischen Oranienbaum und Wörlitz jedoch wohl einen neuen Saisonrekord auf, der womöglich erst am Finaltag der Fußballerinnen am 1. Mai im Wolfen geknackt werden könnte.
Auf dem Rasen sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer am späten Sonnabendvormittag einen dem Derby angemessenen Fight auf Augenhöhe. Während der erste Durchgang noch ohne Treffer verlief, sorgte Susann Masur in der 52. Minute für den ersten Jubel des Tages. Nur wenige Minuten später legte Vanessa Müller das 2:0 nach (59.) und machte damit den Heimsieg der Oranienbaumerinnen - rund um die frühere Champions-League-Siegerin Anna Felicitas Sarholz im Tor - perfekt.
Somit fuhren die erst im vergangenen Sommer gegründeten Hellas-Frauen gleich im ersten Jahr ihres Bestehens beide Derbysiege ein. In der Tabelle der Regionalklasse 2 hat sich damit übrigens wenig verändert. Während Oranienbaum mit nun neun Zählern auf dem vorletzten Platz bleibt, ist Wörlitz nach dem Derby vor rekordverdächtiger Kulisse weiterhin noch punktloses Schlusslicht.