
Der Eimsbütteler TV hat zum Start der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewann der Hamburger Vertreter mit 4:1 und verschaffte sich damit direkt eine glänzende Ausgangslage im Rennen um einen der beiden freien Plätze. Auch SV Todesfelde startete erfolgreich und setzte sich im zweiten Spiel des ersten Spieltags mit 2:0 gegen Blumenthaler SV durch.
Damit stehen Eimsbüttel und Todesfelde nach dem Auftakt jeweils bei drei Punkten. Wegen des höheren Sieges liegt der ETV zunächst vorne. Schon der zweite Spieltag am Mittwoch kann nun richtungsweisend werden: Dann treffen Eimsbüttel und Todesfelde direkt aufeinander. Bei einem weiteren Sieg und passender Konstellation im Parallelspiel könnte der ETV bereits sehr nah an der Regionalliga sein - oder sogar rechnerisch durch sein, wenn Blumenthal gegen Egestorf-Langreder nicht gewinnt.
Was für ein Start für den Eimsbütteler TV. Die Mannschaft von der Hoheluft trat auswärts beim niedersächsischen Vertreter an und zeigte genau in diesem ersten Relegationsspiel eine Leistung, die nachdrücklich unterstrich, warum diese junge Mannschaft in Hamburg so stark durch die Saison gekommen war. Eimsbüttel spielte nicht vorsichtig, nicht abwartend, sondern nutzte die große Bühne, um sofort die eigenen Ambitionen zu untermauern.
Den Anfang machte Toralf Hense, der nach einer halben Stunde per Foulelfmeter zum 1:0 traf. Dieses Tor gab dem ETV spürbar Sicherheit, zumal nur neun Minuten später Jon Willem Pauli nachlegte und auf 2:0 erhöhte. Ein solcher Doppelschlag vor der Pause war in einem engen Viererformat enorm wertvoll, weil jedes Tor auch mit Blick auf mögliche Tabellenkonstellationen Gewicht bekommen kann.
Nach dem Seitenwechsel blieb Eimsbüttel stabil und setzte den nächsten Wirkungstreffer. Wieder war es Hense, der in der 72. Minute zum 3:0 traf und damit seinen Doppelpack schnürte. Spätestens als Max-Adrian Donel Mbodje in der 80. Minute das 4:0 erzielte, war der Auswärtssieg entschieden. Der späte Gegentreffer durch Ruwen Albrecht in der 89. Minute änderte nichts mehr an der Aussage dieses Nachmittags: Der ETV ist nicht nur dabei, sondern sofort voll im Rennen.
Besonders bemerkenswert ist, wie klar Eimsbüttel diese Aufgabe gelöst hat. Nach einer starken Oberliga-Saison, in der der Klub auch den Winterabgang von Merlin Sinanovic auffangen musste, hat die Mannschaft den Schwung in die Relegation getragen. Nun wartet am Mittwoch das Heimspiel gegen Todesfelde. Ein Sieg dort wäre ein riesiger Schritt in Richtung Regionalliga-Rückkehr.
Auch Todesfelde hat seine Auftaktaufgabe erfüllt. Der Meister der Oberliga Schleswig-Holstein setzte sich gegen den Bremer Vertreter Blumenthaler SV mit 2:0 durch und blieb damit im ersten Spiel ohne Gegentor. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Morten Liebert Todesfelde in der 54. Minute in Führung. Marco Drawz machte in der 79. Minute mit dem 2:0 den Deckel auf die Partie.
Damit hat Todesfelde vor dem direkten Duell mit Eimsbüttel ebenfalls die volle Ausbeute. Der Sieg war nicht so deutlich wie der ETV-Erfolg in Egestorf-Langreder, aber in einer Aufstiegsrunde zählt zunächst vor allem das Ergebnis. Drei Punkte, kein Gegentor, guter Start - mehr musste Todesfelde zum Auftakt nicht zwingend liefern.
Für Blumenthal wird die Lage dagegen direkt schwieriger. Der Bremen-Meister steht nach dem ersten Spieltag ohne Punkt da und muss am Mittwoch gegen Egestorf-Langreder liefern, um realistisch im Rennen zu bleiben. Auch der niedersächsische Vertreter steht nach der deutlichen Niederlage gegen Eimsbüttel früh unter Druck.
Für die Gesamtrechnung bedeutet das: Der zweite Spieltag kann bereits eine Vorentscheidung bringen. Eimsbüttel und Todesfelde treffen als punktgleiche Sieger aufeinander, während Blumenthal und Egestorf-Langreder im Parallelspiel unter Zugzwang stehen. Der ETV hat sich durch sein 4:1 die beste Ausgangslage verschafft - und kann am Mittwoch aus einer starken Position heraus den nächsten großen Schritt machen.