
Das von Fußball-Deutschland mit Spannung erwartete erneute Treffen der Arbeitsgruppe (AG) "Regionalliga-Reform" des DFB am gestrigen Mittwoch in Frankfurt am Main hat immer noch keine Klarheit gebracht. Wie werden künftig die Regionalligen in Deutschland aussehen? Ein breiter Konsens herrscht darüber, dass es vier Staffeln geben soll und alle Meister damit aufsteigen. Die unbeliebte Relegation zur 3. Liga fällt weg. Wie sich aber künftig die geplanten vier Regionalligen zusammensetzen sollen, ist weiter offen. Die AG hat nach zähem Ringen am gestrigen Mittwoch zwei Modelle vorgestellt, die zur Abstimmung kommen sollen.
Modell A:
Das "Kompass-Modell" wurde in den vergangenen Wochen schon eifrig diskutiert und galt als favorisierte Version, was der DFB allerdings dementierte. Demnach sollen 80 Vereine mit Hilfe von KI (Künstlicher Intelligenz) nach geographischen Gesichtspunkten in einer Regionalliga Nord, West, Ost und Süd eingeteilt werden. Auf breite Zustimmung stößt dieses Modell vor allem auch bei den Fans. Ligaübergreifend waren zuletzt bundesweit in den Fankurven immer wieder Banner hochgezogen worden, die sich klar für die Kompass-Variante ausgesprochen haben.
Modell B:
Die AG hat am Mittwoch auch ein sogenanntes "Regionen-Modell" vorgestellt. Dabei würden die Regionalligen West und Südwest in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern würden zwei Staffeln gebildet werden. Das dürfte für viel Zündstoff sorgen, sollen gemäß des Vorschlags doch die Klubs der Regionalliga Nordost aufgeteilt und nach Norden bzw. nach Bayern wandern. Kein Wunder, dass sich der Zuspruch für dieses Modell vor allem im Nordosten deutlich in Grenzen hält...
