2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Regionalliga-Reform: Zwei Modelle stehen zur Auswahl

Die Arbeitsgruppe (AG) des DFB hat sich am gestrigen Mittwoch zum vorerst letzten Mal getroffen und schlägt zwei Optionen vor

von Mathias Willmerdinger · Heute, 08:45 Uhr · 0 Leser
Die Fans der SpVgg Unterhaching plädierten zuletzt klar für das "Kompass-Modell".
Die Fans der SpVgg Unterhaching plädierten zuletzt klar für das "Kompass-Modell". – Foto: Johannes Traub

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Das von Fußball-Deutschland mit Spannung erwartete erneute Treffen der Arbeitsgruppe (AG) "Regionalliga-Reform" des DFB am gestrigen Mittwoch in Frankfurt am Main hat immer noch keine Klarheit gebracht. Wie werden künftig die Regionalligen in Deutschland aussehen? Ein breiter Konsens herrscht darüber, dass es vier Staffeln geben soll und alle Meister damit aufsteigen. Die unbeliebte Relegation zur 3. Liga fällt weg. Wie sich aber künftig die geplanten vier Regionalligen zusammensetzen sollen, ist weiter offen. Die AG hat nach zähem Ringen am gestrigen Mittwoch zwei Modelle vorgestellt, die zur Abstimmung kommen sollen.

Modell A:
Das "Kompass-Modell" wurde in den vergangenen Wochen schon eifrig diskutiert und galt als favorisierte Version, was der DFB allerdings dementierte. Demnach sollen 80 Vereine mit Hilfe von KI (Künstlicher Intelligenz) nach geographischen Gesichtspunkten in einer Regionalliga Nord, West, Ost und Süd eingeteilt werden. Auf breite Zustimmung stößt dieses Modell vor allem auch bei den Fans. Ligaübergreifend waren zuletzt bundesweit in den Fankurven immer wieder Banner hochgezogen worden, die sich klar für die Kompass-Variante ausgesprochen haben.

Modell B:
Die AG hat am Mittwoch auch ein sogenanntes "Regionen-Modell" vorgestellt. Dabei würden die Regionalligen West und Südwest in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern würden zwei Staffeln gebildet werden. Das dürfte für viel Zündstoff sorgen, sollen gemäß des Vorschlags doch die Klubs der Regionalliga Nordost aufgeteilt und nach Norden bzw. nach Bayern wandern. Kein Wunder, dass sich der Zuspruch für dieses Modell vor allem im Nordosten deutlich in Grenzen hält...

"Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine", erklärte Dr. Michael Vesper, der Vorsitzende der AG "Regionalliga-Reform".

Klare Botschaft der Fans des Chemnitzer FC.
Klare Botschaft der Fans des Chemnitzer FC. – Foto: Imago Images


Wie geht`s nun weiter? Als nächstes sollen nun von den Regionalligisten ein Meinungsbild zu den beiden Vorschlägen eingeholt werden. Auf der Basis dieser Umfrage sollen dann endgültige Entscheidungen eingeleitet werden. Man muss kein Prophet sein: Das Zanken unter Feilschen wird weitergehen. Egal wie abgestimmt wird, es wird einige Klubs geben, die sich benachteiligt fühlen.

Wichtig auch für die Planungen der Vereine: Die Regionalliga-Reform hat auf die kommende Saison 2026/27 noch keine Auswirkungen. "Ein neues Modell mit vier Regionalliga-Staffeln könnte bei entsprechendem Beschluss ab der Saison 2028/2029 umgesetzt werden. Qualifikationssaison wäre in diesem Fall die Spielzeit 2027/2028", informiert der DFB in einer Stellungnahme.