2024-04-12T13:41:07.504Z

Ligabericht
Der TB/ASV Regenstauf feierte den zweiten Sieg in Folge und hat nun wieder die Nicht-Relegationsplätze im Blick.
Der TB/ASV Regenstauf feierte den zweiten Sieg in Folge und hat nun wieder die Nicht-Relegationsplätze im Blick. – Foto: Redaktion Schwandorf

Regenstauf & Landshut mit wichtigen Siegen im Abstiegskampf

Landesliga Mitte - die Partien am Ostermontag: Erst Blitztor, dann Zittern in Seebach +++ Kareth-Lappersdorf kassiert erneut späten Rückschlag +++ Schwandorf schlägt Deggendorfer Rumpftruppe klar +++ Roding und Bad Kötzting treten nach Remis im direkten Duell auf der Stelle

Der Ostermontag hatte in der Landesliga Mitte einiges zu bieten, gerade im Tabellenkeller: Dort kam es zu zwei direkten Duellen, aus denen die SpVgg Landshut und der TB/ASV Regenstauf als lachende Gewinner hervorgingen. Für den FC Tegernheim wird die Relegation hingegen immer unrealistischer. Der TSV Seebach konnte mit dem fünften Sieg des Jahres Rang zwei festigen, der TSV Kareth-Lappersdorf verspielte in Lam hingegen einen Zwei-Tore-Vorsprung und verliert Seebach leicht aus den Augen.

Die nächsten Big Points für die Mannschaft von Matthias Eglseder! Schon am Samstag setzte sich der Tabellen-16. im Duell mit Schlusslicht Tegernheim mit 2:1 durch - auch die SpVgg Ruhmannsfelden, vor dem Spiel mit einem Zähler mehr als Regenstauf auf Rang 15 positioniert, feierte am Ostersamstag einen wichtigen 1:0-Erfolg über Osterhofen.

Im direkten Aufeinandertreffen erwischte der Gastgeber dann den deutlich besseren Auftakt: Schon nach acht Minuten brachte Maximilian Hupfloher seine Farben mit 1:0 in Führung, zwölf Minuten später legte David Moliaf das 2:0 nach (20.). Ruhmannsfelden, das zwei seiner letzten drei Partien gewinnen konnte, kam erst kurz vor der Pause durch den Anschlusstreffer von Marco Dachs zurück in die Verlosung (45.). Doch im zweiten Durchgang machte Regenstauf spät alles klar und Santino Biba mit seinem Tor zum 3:1-Endstand kurz vor Schluss endgültig den Sack zu (88.).

Durch den Dreier zieht Regenstauf mit nun 26 Zählern an Ruhmannsfelden vorbei auf Rang 15, am Freitag wartet bereits das nächste Duell im Kampf um den Klassenverbleib in Bad Kötzting. Für Ruhmannsfelden geht's am Samstag zum Tabellen-2. TSV Seebach.

Matthias Eglseder (Trainer TB/ASV Regenstauf):
"Wie schon am Samstag war der Sieg verdient. Wir kamen sehr gut ins Spiel, hätten eigentlich schon vor der Halbzeit das 3:0 nachlegen müssen. Dann kam Ruhmannsfelden mit der ersten Aktion zum 1:2, sehr unglücklich für uns. Plötzlich war das Spiel wieder offen, wir hätten aber höher führen müssen. So blieb der Gegner im Spiel, wir haben es aber trotzdem gut wegverteidigt. Die zwei Siege haben uns natürlich extrem gut getan, es war wichtig, den Anschluss an die Nicht-Relegationsplätze wieder herzustellen. Jetzt fahren wir am Freitag nach Bad Kötzting und wollen dort etwas mitnehmen, so selbstbewusst sind wir. Wir sind gut drauf."

Beim FC Tegernheim gehen langsam aber sicher die Lichter im Tabellenkeller aus. Nachdem der Tabellenletzte zuletzt schon ein 1:2 in Regenstauf kassierte, verlor die Mannschaft von Michael Fischer auch das nächste Kellerduell gegen Landshut knapp. Die "Spiele" hingegen konnte nach fünf Niederlagen zum Start ins Jahr erstmals dreifach punkten.

Dabei konnte das Team um Spielertrainer Kevin Pino Tellez, der nach wie vor wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt, schon früh den Führungstreffer durch Marcus Plomer bejubeln (9.), kurz vor der Halbzeit kamen die Gastgeber aber in Person von Dennis Kandsperger zum 1:1-Pausenstand (42.). Auf die neuerliche Führung der Landshuter durch Stephan König (70.) hatte das Schlusslicht dann aber keine Antwort parat.

Für Tegernheim sinkt die Hoffnung auf einen Platz in der Relegation weiter drastisch, schon neun Zähler beträgt der Rückstand auf Ruhmannsfelden. Allerdings hat Tegernheim ein Spiel weniger absolviert. Am Samstag steht ein schweres Heimspiel gegen Hauzenberg an. Die "Spiele" hingegen bleibt durch den Auswärtsdreier auf Rang zwölf und somit knapp vor der Relegation - ebenfalls am Samstag geht's, erneut auswärts, gegen den SC Luhe-Wildenau.

Kevin Pino Tellez (Spielertrainer SpVgg Landshut):
"Wir müssen weiter punkten. Der Sieg war wichtig und gut für die Mannschaft und den Verein, aber wir müssen am Samstag gegen Luhe-Wildenau nachlegen. Wir hätten heute schon früher das zweite Tor machen müssen, bekommen dann wieder ein doofes Gegentor. Aber grundsätzlich waren wir eher am Drücker, die Jungs haben sich das heute erarbeitet, auch wenn wir am Ende die letzten zehn Minuten nochmal zusammen leiden mussten, als Tegernheim alles nach vorne geworfen hat. Jetzt gehen wir mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel. Da wäre ein weiterer Sieg natürlich Gold wert und dafür werden wir alles geben."

Fünfter Sieg im fünften Spiel des Jahres für den TSV Seebach. Die Mannschaft von Manfred Stern hat somit im Kampf um Relegationsrang zwei weiterhin alle Trümpfe in der eigenen Hand.

Gegen den Tabellen-8., der am Wochenende spielfrei hatte, legte die Heimelf auf holprigem und durch vorhergehenden Dauerregen aufgeweichten Geläuf los wie die Feuerwehr: Nur wenige Sekunden waren gespielt, da bediente Simon Griesbeck seinen Kapitän Christoph Beck, der auf Höhe des Elfmeterpunktes flach zum 1:0 einschob (1.). Nicht einmal eine Viertelstunde war gespielt, da erhöhte Patrick Pfisterer per Drehschuss zum 2:0 (13.). In der Folge wurde der Gast aber etwas stärker, kam zu der ein oder anderen guten Chance und kurz vor der Pause durch ein Eigentor von Kilian Schwarzmüller schließlich zum Anschluss (42.). Die Hausherren hatten kurz darauf erst bei einem Lattentreffer Dusel und dann die perfekte Antwort noch vor der Pause parat:: Pfisterer umkurvte Keeper Roland Frischholz und stellte mit seinem 16. Saisontor den alten Abstand wieder her (45.+1).

Im zweiten Durchgang stand Seebach tiefer und verpasste es mit seinem Chancen, auf 4:1 zu erhöhen. Dann wurde es nochmal spannend, nachdem erst Marius Weiderer nach Foulspiel mit Gelb-Rot vom Feld musste (75.) und Luhe-Wildenau dann zum erneuten Anschluss durch Nico Argauer kam, der nach einem Konter erfolgreich war (83.). Nur noch 3:2 und ein Mann weniger - und in der ersten Minute der Nachspielzeit bekamen die Gäste nach Foulspiel an Argauer einen Strafstoß zugesprochen! Der Gefoulte übernahm selbst Verantwortung, scheiterte aber mit seinem flachen Schuss an Mathias Loibl (90.+1)! Wahnsinn! Kurz darauf klingelte es dann stattdessen auf der Gegenseite: Frischholz vertändelte den Ball gegen Pfisterer, dessen Block landete bei Griesbeck und der vollstreckte aus 20 Metern ins verwaiste Gehäuse zum 4:2-Endstand (90.+3).

Mit 54 Zählern belegt der TSV Seebach weiterhin den Aufstiegsrelegationsplatz und hat dabei drei bzw. vier Zähler Vorsprung auf Hauzenberg und Kareth-Lappersdorf. Am Samstag empfängt die Stern-Elf den Tabellen-16. aus Ruhmannsfelden, wo sie laut Aussage ihres Coaches bei der 1:3-Pleite ihr "schlechtestes Saisonspiel" machte. Luhe-Wildenau ist mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsrelegationsränge auf Platz acht angesiedelt und empfängt zeitgleich Landshut.

Manfred Stern (Trainer TSV Seebach):
"Wir wussten, dass es heute ein hartes Stück Arbeit wird. Luhe-Wildenau ist sowas wie die Mannschaft der Stunde, sie haben fleißig gepunktet und sich unten rausgearbeitet. Das war der schwerste Gegner in den letzten Spielen. Am Anfang dachte jeder, dass es eine klare Sache wird. Dann haben wir den Faden aber ein bisschen verloren und das 2:1 kassiert. Bei dem Lattentreffer direkt danach hatten wir Glück! In der zweiten Hälfte haben wir tiefer gespielt, hätten aber trotzdem das 4:1 machen können. Die Gelb-Rote Karte war berechtigt, der Elfmeter war es aus meiner Sicht nicht. Unser Keeper hat aber gut pariert und wir konnten dann den Deckel drauf machen. Wir sind extrem glücklich über den Sieg und haben es weiter in der eigenen Hand. Jetzt geht's gegen Ruhmannsfelden, da müssen wir was gutmachen."

Einen klarer Heimsieg für das Team von Mario Albert - allerdings gegen einen dezimierten Gegner. Die SpVgg GW Deggendorf reiste mit vier U19-Spielern und zwei Akteuren aus der zweiten Mannschaft, die in der A-Klasse spielt, nach Schwandorf. Unter anderem musste Trainer Dominik Schmöller auf seine beiden Top-Torschützen Arian Spahiu (9 Tore) und Roman Artemuk (8 Buden) verzichten, auch Vize-Kapitän Jure Matic fehlte.

Dementsprechend gingen die Hausherren im Duell der beiden Tabellennachbarn als Favorit ins Rennen und konnten dies schon vor der Pause bestätigen. Johannes Böhm (29.) und Jeremy Schmidt (43.) schossen die 2:0-Pausenführung heraus, zehn Minuten nach der Pause machte Kenan Muslimovic mit dem 3:0 alles klar (55.).

Schwandorf steht mit 41 Zählern auf Rang fünf und bekommt es am Samstag auswärts mit Bogen zu tun, Deggendorf steht mit zwei Zählern direkt hinter dem TSV auf Platz sechs und spielt am selben Tag in Roding..

Mario Albert (Trainer SV Schwandorf-Ettmannsdorf):
"Der Sieg ist in der Höhe absolut verdient. Wir waren extrem fokussiert, haben kaum Chancen zugelassen. Degendorf hatte zu keiner Zeit die Möglichkeit, das Spiel mitzubestimmen - sie haben aber auch arge Personalprobleme. Dennoch hatten sie nur eine Chance, wo unser Keeper Wolfgang Hesl zur Stelle war. Wir hatten noch einige Chancen, es hätte auch höher ausgehen können. Aber das haben wir ja schon die ganze Saison über, dass wir zu viele Chancen brauchen. Dennoch heute ein Sieg, der zu keiner Zeit gefährdet war."

Nächster später Rückschlag für den TSV Kareth-Lappersdorf: Schon am vergangenen Donnerstag musste das Team von Michael Riester gegen Spitzenreiter Weiden in der 87. Minute das Tor zur 1:2-Niederlage hinnehmen - am Ostermontag kassierte der Tabellenvierte in Minute 88 das 2:2 in Lam.

Dabei fing alles gut an aus Sicht der Gäste: Felix Zillner erzielte nach einer Ecke das 1:0 per Kopf (30.), nach feiner Kombination und Flanke von Tobias Witzmann legte Julian Kessner mit einer feinen Volleyabnahme mit links das 2:0 nach (52.). In der Folge wurde die Mannschaft von Michael Kirner aber nachlässiger und die Heimelf zunehmend mutiger. Erst vergab Thomas Wölfl eine dicke Chance (59.), dann scheiterten Tomas Kepl (62.) und Daniel Gschwendtner (65.) am glänzend reagierenden Sebastian Peter im Gästetor. Eine Minute später war der Keeper dann aber machtlos: Einen Freistoß von Simon Loderbauer konnte die Gästedefensive nicht entscheidend klären, sodass Gschwendtner über Peter hinweg zum 1:2 ins Netz köpfte (66.). Kurz vor dem Ende war es erneut ein Standard von Loderbauer, der an Freund und Feind vorbei Richtung Torlinie flatterte, wo Lukas Pritzl die Kugel ins Zentrum bugsierte und Gschwendtner den Ball zum umjubelten Ausgleich über die Linie grätschte (88.).

Extase beim Team von Lorenz Kowalski und Enttäuschung bei den Gästen, die mit vier Punkten Rückstand und einem Spiel mehr den nächsten Rückschlag im Kampf um Relegationsrang zwei kassieren. Der nächste Gegner heißt am Samstag Osterhofen. Lam steht mit 38 Punkten auf Platz sieben und ist bereits am Freitagabend bei Spitzenreiter Weiden zu Gast.

Michael Kirner (Trainer TSV Kareth-Lappersdorf):
"Es ist natürlich sehr ärgerlich, zweimal hintereinander so spät ein Gegentor zu kassieren. Heute war es sehr bitter, weil wir das Spiel bis zu einem gewissen Zeitpunkt unter Kontrolle hatten. Man hatte eigentlich nicht das Gefühl, dass das Spiel noch kippen könnte. Wir haben dann aber das ein oder andere unnötige Foul gezogen und uns dann mehr mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigt. Lam hat kopfballstarke Spieler, da darfst du nicht so viele Standards gegen dich bekommen."

Das torreichste Spiel des Nachmittags findet keinen Sieger - und das, obwohl der 1. FC Bad Kötzting dreimal in Roding führte.

Vor 320 Zuschauern sah zunächst allerdings nichts danach aus, dass sechs Tore fallen würden. Quirin Huber brachte den Gast mit der ersten richtigen Chance des Spiels in Minute 45 nach einer abgefälschten Hereingabe in Führung. Kurz nach Wiederbeginn kam die Heimelf, begünstigt durch einen Fehler von Keeper Tobias Vogl, durch Dustin Weikl zurück (50.). Nur fünf Minuten später bekam Bad Kötzting aber einen Foulelfmeter zugesprochen, den Huber mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 versenkte (56.). Erneut dauerte es aber nicht lang, bis Roding zum Ausgleich durch den eingewechselten Stefan Voith kam (66.).

Doch die Gäste gingen wieder in Führung, und wieder hieß der Torschütze Quirin Huber. Dessen direkter Freistoß rutschte Rodings Keeper Lukas Faltermeier unglücklich unter dem Körper durch (78.). Doch auch das 12. Saisontor des 22-Jährigen reichte dem Team von Erich Hartl nicht zum Sieg: Nach feiner Hereingabe von Tobias Bräu köpfte der ebenfalls eingewechselte Alexander Schafberger zum neuerlichen Ausgleich - gleichbedeutend mit dem Endstand - ein (84.).

Durch die Punkteteilung verpassen es beide Teams, den Abstand auf die Relegationsplätze auf sechs Zähler auszubauen. Mit je 30 Zählern stehen die Mannschaften auf Rang neun (Bad Kötzting) und elf (Roding). Für Bad Kötzting steht am Freitagabend das Duell mit dem TB/ASV Regenstauf an - dort gilt es, den Gegner auf Abstand zu halten und den Vorsprung auf die Relegationsränge auszubauen. Das gleiche Ziel verfolgt Roding natürlich auch, für das es am Samstag zu Hause gegen Deggendorf geht.

Erich Hartl (Trainer 1. FC Bad Kötzting):
"Wenn man dreimal auswärts führt, fühlt sich das natürlich nicht wie ein Punktgewinn an. Die Gegentore haben wir allesamt durch individuelle Fehler bekommen. Dabei war es eigentlich ein richtig gutes Spiel von uns. Ich habe wieder eine sehr junge Mannschaft aufgestellt, die laufbereit und zweikampfstark war, die sehr viel Aufwand betrieben hat. Wir nehmen das Positive aus dieser Partie mit, am Freitag wartet ein ganz wichtiges Spiel gegen Regenstauf auf uns."

Aufrufe: 01.4.2024, 19:00 Uhr
Josef DillerAutor