Reform der Regionalligen: Es wird konkreter - aus 5 werden 4
Die ins Leben gerufene Arbeitsgruppe (AG) Regionalliga-Reform des DFB hat sich am Montagabend zunächst auf eine Reduzierung auf vier Staffeln geeinigt
von Mathias Willmerdinger · 25.11.2025, 08:55 Uhr · 0 Leser
Die Fans der Bayern-Amateure, wie hier im August beim Auswärtsspiel in Unterhaching, positionieren sich in der Frage immer wieder klar. – Foto: Imago ImagesDie nach dem DFB-Bundestag am 7. November ins Leben gerufene Arbeitsgruppe (AG) Regionalliga-Reform hat am gestrigen Montagabend zum zweiten Mal die Köpfe zusammengesteckt und getagt. Die 13 Personen umfassende Gruppe einigte sich darauf, sich "zunächst auf die Reduzierung der Regionalliga auf vier Staffeln zu fokussieren".
Michael Vesper, seines Zeichens AG-Vorsitzender und der Öffentlichkeit vor allem bekannt aus seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), gab nach dem Treffen am gestrigen Montagabend zu Protokoll: "Das war ein sehr guter Einstieg in die inhaltliche Diskussion. Es wurde deutlich, dass alle in der Gruppe bereit und interessiert sind, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken. Wir haben über alle denkbaren Modellansätze gesprochen und erste Bewertungen vorgenommen. Aus meiner Sicht war das ein deutlicher Schritt nach vorne."
Wer oder was ist die AG Regionalliga-Reform eigentlich? Die Arbeitsgruppe, die sich Mitte November zum ersten Mal getroffen hatte, setzt sich aus Verbands- und Vereinsvertretern aller fünf deutschen Regionalligen zusammen. Beim nächsten Treffen in Januar soll der nun getroffene Konsens weiter ausgearbeitet werden. Weitere Treffen sind für Februar und März geplant.
Wichtig noch zu wissen: Die Arbeitsgruppe ist kein Entscheidungsgremium! Vielmehr soll die AG nun einen spruchreifen Vorschlag zur Reformierung der Regionalligen vorlegen, über den dann in den DFB-Beschlussgremien entschieden wird. Zudem steht der Vorschlag einer U21- Bundesliga im Raum, wo sich dann die Talente der Profiklubs messen könnten. Eine solchen Vorschlag hatte unter anderem auch Starcoach Jürgen Klopp forciert, der derzeit als Fußball-Chef im Red Bull-Imperium fungiert. Immer wieder gibt es auch Unmut darüber, dass Profireserven unter völlig anderen Voraussetzungen als die "normalen" Klubs in der Regionalliga an den Start gehen.
Das derzeitige Modell mit fünf Regionalligen erhitzt vor allem hinsichtlich der Aufstiegsregelung in die 3. Liga immer wieder die Gemüter. Denn während die Meister aus der Regionalliga West und Südwest über einen garantierten Aufstiegsplatz verfügen, müssen die Meister aus den Staffeln Bayern, Nord und Nordost abwechselnd in die hochumstrittene Aufstiegsrelegation. Die Kritik daran: Ein Meister kann noch so eine tolle Saison spielen, das Wohl und Wehe einer ganzen Spielzeit entscheidet sich in den zwei Partien der Aufstiegsrelegation. Das wird von vielen als unfair empfunden. Deshalb hatte sich aus der Regionalliga Nordost heraus die Reformbewegung mit dem Slogan "Meister müssen aufsteigen" gegründet, die mittlerweile von vielen Klubs aus ganz Deutschland unterstützt wird.