„Derbysieger, Derbysieger“ skandierten die Spieler von Raspo Brand, während sie Arm in Arm im Kreis umherhüpften. Bei den Akteuren des SV Breinig war die Stimmung nach der 0:2-Pleite in der Fußball-Landesliga hingegen entsprechend gedrückt. Mit hängenden Köpfen verließen sie am Sonntagabend nach den 90 intensiven Minuten den Platz.
„Gefühlt hat es heute in jeder Aktion gebrannt. Wir mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Unter dem Strich geht der Sieg aber in meinen Augen in Ordnung, da wir den Tick mehr Willen an den Tag gelegt haben“, resümierte Raspos Trainer Daniel Formberg nach dem zweiten Sieg im dritten Meisterschaftsspiel.
Sein Gegenüber sah die Sache ähnlich: „Aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg der Brander verdient. Sie haben einen einfachen und gradlinigen Fußball gespielt, viele zweite Bälle gewonnen. Uns fehlte die geistige Frische, vor allem in den ersten 45 Minuten“, betonte SVB-Coach Dirk Ruhrig.
Die Hausherren erwischten den besseren Start. Albert Korotaev schickte Delany Arigbe auf die Reise. Der Sturmtank der Brander setzte sich gekonnt im Eins gegen Eins durch und vollendete eiskalt zur 1:0-Führung (4. Minute). Auf der gegenüberliegenden Seite setzte Jalil Tahir einen Kopfball knapp neben das Gehäuse (10.). Es blieb auch in der Folge ein offener Schlagabtausch, mit guten Möglichkeiten für beide Teams. Korotaev war es dann, der einen Freistoß von der halbrechten Seite gefühlvoll in die Maschen schlenzte – 2:0 (18.).
Die Breiniger scheiterten in der Folge entweder am eigenen Unvermögen oder aber an Brands starkem Torhüter Dominik Hock, der mit starken Reflexen einige Chancen der Breiniger zunichte machte. „Dome hat vor allem in der ersten Halbzeit einige entscheidende Bälle gehalten“, lobte auch Formberg seinen Schlussmann. Jan Herrmann hätte dann nach einer guten halben Stunde das 3:0 nachlegen müssen, doch sein Abschluss aus rund zehn Metern war zu unplatziert. „Das muss ich ihm noch beibringen. Einfach auf die lange Ecke zielen, dann ist der drin“, fachsimpelte der verletzte Brander Routinier Pascal Schneider mit einem Augenzwinkern vom Seitenrand aus.
In der zweiten Hälfte sahen die rund 220 Zuschauer ein etwas anderes Bild. Das Geschehen spielte sich nun weitgehend zwischen den beiden Strafräumen ab. Zwingende Torchancen blieben zunächst Mangelware. „Die Breiniger können noch zwei Stunden spielen und schießen kein Tor“, rief ein frustrierter Anhänger der Gäste in Richtung Spielfeld. Ausgerechnet Abwehrspezialist Tahir war es dann, der mit einer verunglückten Flanke für die größte Gefahr sorgte. Zunächst drosch er die Kugel über das Tor, dann schlug seine verunglückte Flanke an den Pfosten (86.). Kurz vor Schluss klärte noch Felix Haupts für seinen geschlagenen Keeper per Kopf auf der Linie. So blieb es beim unter dem Strich verdienten 2:0 der Brander, die sich so auf Tabellenplatz vier verbesserten.
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