Bislang verlief die englische Woche äußerst unglücklich für den FC Zuzenhausen. Gegen die zwei etablierten Oberligisten SSV Reutlingen und FC Nöttingen kassierten sie jeweils eine 2:3-Niederlage. Deshalb sollen am Sonntag unbedingt Punkte her, um zumindest mit einem Erfolgserlebnis aus dieser intensiven Woche zu gehen.
Gelingen soll dies gegen den 1.FC Normannia Gmünd, der am Sonntag im Häuselgrundweg aufschlägt (Anpfiff, 15 Uhr). Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Kontrahenten sind die Gmünder eine Mannschaft, die immer mal wieder zwischen Ober- und Verbandsliga hin und her tingelt. Erst im Sommer 2023 sind sie in die fünfthöchste Klasse zurückgekehrt, nachdem sie vier Jahre lang in der württembergischen Verbandsliga gekickt haben. Heuer könnten sie eines jener Teams sein, die der FC nach 34 Spieltagen hinter sich lassen muss, um die Liga zu halten.
Bevor Niklas Kissel auf Gmünd vorausblickt, macht er hinter das Nöttingen-Spiel vom Mittwoch einen Haken. "Am Anfang haben wir den Plan richtig gut umgesetzt und hätten zur Halbzeit eigentlich höher als 1:0 führen müssen", sagt der Co-Trainer. Die Führung besorgte Felix Binder (23. Spielminute). Nach Wiederbeginn waren die Grün-Weißen gedanklich nicht ganz auf der Höhe und kassierten drei Tore zum zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand (51./62./81.). Das 2:3 durch den eingewechselten Jacques Zimmermann war lediglich Ergebniskosmetik.
Die Enttäuschung darüber gilt es schnell abzulegen, gegen Gmünd wird vor allem körperliche Präsenz vonnöten sein, wie Kissel erläutert: "Wir haben uns sagen lassen, dass die Gmünder sehr über ihre Physis kommen und darauf stellen wir uns ein." Nach mittlerweile sechs Oberliga-Auftritten und fünf Punkten hält der 28-Jährige fest: "Fußballerisch können wir mit jedem mithalten und wenn man sieht, dass im Gegensatz zu uns alle anderen Oberligisten ausschließlich Vertragsspieler in ihren Reihen haben, macht unsere Truppe das richtig gut."
Personell gibt es ein Fragezeichen vor Sonntag. Joshua Keßler hat nach dem groben Foulspiel aus dem Reutlingen-Spiel nach wie vor Probleme mit dem Sprunggelenk. "Da müssen wir kurzfristig schauen, ob es mit einem Einsatz klappt", so Kissel. Definitiv ausfallen wird Johannes Bühler, der aus privaten Gründen verhindert ist.
Norman Refior befindet sich nach seiner Operation vom 15. August in Behandlung. Der Offensivmann wurde in Kaiserslautern an beiden Leisten aufgrund eines doppelseitigen Leistenbruchs operiert. In ein bis zwei Wochen erwartet das Trainerteam den 34-Jährigen zurück im Lauftraining. "Norman ist einer, den man eher bremsen muss", wissen die Trainer genau, wie sehr sich Refior wünscht auf den Platz zurückzukehren. Ende September, Anfang Oktober könnte es dann wieder mit dem Mannschaftstraining funktionieren. Seine Rückkehr würde für die Coaches auf jeden Fall eine wichtige weitere Option für die Offensive bedeuten.