Im Finale standen sich die beiden Staffelsieger der Vorrundenstaffeln gegenüber. Am Ende jubelten die Kicker des SV 08 Steinach II, die gegen den SV 1919 Reurieth knapp mit 2:1 die Oberhand behalten hatten.
Die Fellbergkicker marschierten zunächst ohne Punktverlust durch die Vorrunde. Hinter dem Staffelsieger hatten die anderen drei Teams jeweils drei Punkte auf dem Konto. Hier musste das Torverhältnis über das Weiterkommen entscheiden. Und hier waren die Teams wie an einer Perlenkette aufgereiht. Gompertshausen war ein Tor besser als Mupperg. Und diese lagen ein Törchen vor Streufdorf II.
In der Gruppe B behauptete sich Reurieth (zwei Siege / ein Remis) vor dem ebenfalls ungeschlagenen Team aus Rauenstein (ein Dreier / zwei Unentschieden). Wobei die Reuriether bereits im ersten Mach ausgesprochenes Pech hatten. Ihr Torwart Xaver Schmidt verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung schwer. Er riss sich die Achillessehne und wird am Dienstag bereits operiert. Nach diesem Schock verzichteten beide Mannschaften auf weitere Aktionen und schoben sich den Ball einfach zu. Den Platz zwischen den Pfosten bei den Reuriethern übernahm Anton Mering. Er machte seine Sache ausgesprochen gut. Denn er musste in den folgende vier Begegnungen nur drei Mal hinter sich greifen.
Nach dem Durchmarsch in der Vorrunde musste sich Steinach II im Halbfinale gegen Rauenstein mächtig strecken, um ins Finale einzuziehen. Denn die Crew aus Rauenstein/Mengersgereuth-Hämmern ging ihrerseits zwei Mal in Führung. Steinach war gefordert. Sie fanden aber jeweils die richtige Antwort und konnten ausgleichen. Deshalb musste ein Neun-Meter-Schießen über den Finaleinzug entscheiden. Torwart Paul Eichhorn entschärfte zwei Strafstöße und sicherte so seinen Steinachern das Weiterkommen.
Im anderen Halbfinale war Reurieth nach dem Anschlusstreffer von Gompertshausen durch Rene Wolfgruber zum 2:1 noch nicht durch. Aber die Mannschaft von Trainer Sven Jäger ließ nichts mehr anbrennen.
Im Finale legte Steinach durch den doppelten Torschützen Sebastian Sell vor. Er wurde am Ende mit insgesamt sieben Buden auch als Torschützenbester ausgezeichnet. Nach dem Anschlusstreffer durch Andre Wiener waren noch drei Minuten zu spielen. Die körperlich robusten Steinacher verteidigten aber schließlich ihren Vorsprung. Reurieth wirke hier mehrfach zu hektisch.
Reurieth machte nicht nur auf dem Hallenparkett mächtig Bambule, sie hatten auch den lautstärksten Anhang - sie waren extra mit Bus angereist - mit in die Spielzeugstadt gebracht. Sie traten stimmgewaltig auf und hatten zur Unterstützung auch eine Pauke mit vor Ort. Und die Fams feierten dann mit ihren Schützlingen auch den zweiten Platz euphorisch. Nur ohne den entsprechenden Biernachschub. Denn dem Versorgungsteam war der Schwarzbacher Gerstensaft ausgegangen.