2025-04-02T15:12:16.030Z 1743689196612
So wie auf diesem Bild soll der Samstag nicht enden für Vinzenz Schlenk und die SpVgg Pfreimd.
So wie auf diesem Bild soll der Samstag nicht enden für Vinzenz Schlenk und die SpVgg Pfreimd. – Foto: Florian Würthele

Pfreimd und die Chance auf den großen Wurf

Der Bezirksligist liebäugelt bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft am Samstag in Erlangen mit dem Halbfinaleinzug

Verlinkte Inhalte

Dieser Titel fehlt Bastian Lobinger noch in seiner Sammlung: Bayerischer Hallenmeister. Vor zwei Jahren schnupperte der Spielertrainer mit der SpVgg Pfreimd schon einmal am großen Wurf. Damals scheiterte man erst im Halbfinale der „Bayerischen“. Letztes Jahr in Amberg erfolgte das unglückliche Ausscheiden in der Gruppenphase. Sind aller guten Dinge drei?!

An der Motivation sollte es bei den Pfreimdern nicht scheitern. Erstens weil sie aus den letzten beiden Auflagen noch eine gewisse Portion Wut im Bauch haben. Zweitens weil ein Fanbus die Spieler nach Erlangen begleiten wird. Und drittens weil es für Lobinger selbst die definitiv letzte Chance auf die bayerische Hallenkrone mit seinem Heimatverein ist. Der 33-Jährige geht im Sommer ja zum Nachbarn FC Wernberg. Träumen ist erlaubt: Der Titel wäre das perfekte (vorgezogene) Abschiedsgeschenk.

Diese finale Chance ergibt sich am kommenden Samstag, den 25. Januar, ab 13 Uhr. Dann steigt in Erlangen der LOTTO Bayern Hallencup 2025. Austragungsort ist die nigelnagelneue Gerd-Lohwasser-Halle. Als Oberpfälzer Hallenmeister hat sich Pfreimd zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt vierten Mal qualifiziert. Chancenlos sieht sich der Bezirksligist in dem Achterfeld nicht.

Was die Gruppenauslosung am Montag ergab: In ihrer Gruppe bekommen es die Rot-Weißen ausschließlich mit weiteren Bezirksligisten zu tun. Der SpVgg Mögeldorf 2000 aus Mittelfranken, dem FC Ergolding aus Niederbayern und dem FC Fatih Spor Ingolstadt aus Oberbayern. Mit Ergolding und Ingolstadt hat die SpVgg übrigens schon Bekanntschaft gemacht. 2023 ging es bei der „Bayerischen“ gegen beide Teams. Während Pfreimd das Spiel gegen die Niederbayern mit 2:1 gewann, unterlag man im Halbfinale dem späteren Champion Fatih Spor mit 1:4. „Das ist eine relativ ausgeglichene Gruppe“, findet Bastian Lobinger. Die Truppe von Fatih Spor könne er nicht wirklich einschätzen, „aber ich glaube schon, dass sie der Gruppenfavorit sind“.


Auf Bastian Lobinger (links) wartet das allerletzte Hallenturnier im Pfreimder Trikot.
Auf Bastian Lobinger (links) wartet das allerletzte Hallenturnier im Pfreimder Trikot. – Foto: Florian Würthele


Selbst liebäugeln die Oberpfälzer aber auch mit dem Halbfinale. „Wir rechnen uns schon den Sprung ins Halbfinale aus. Ab dann ist alles möglich. Wir sind zum dritten Mal nacheinander dabei und wollen eine gute Rolle spielen. Nichtsdestotrotz steht der Spaß im Vordergrund: Das ist ein geiles Event und wir wollen es genießen, dabei sein zu dürfen“, erklärt Pfreimds Spielertrainer, der in Titelverteidiger und Bayernliga-Spitzenreiter ATSV Erlangen den Turnierfavoriten sieht. „An einem guten Tag können wir aber auch sie schlagen. Das haben wir beim letztjährigen Turnier gezeigt, als wir die einzigen waren, die gegen Erlangen einen Punkt geholt haben.“ 3:3 endete besagtes Duell.

Personell wird Pfreimd wohl „zu 95 Prozent“ denselben Kader aufbieten wie bei der Bezirksmeisterschaft. Womöglich stößt noch ein Akteur dazu. Ein letztes Hallentraining bestreiten Schlenk, Blödt und Co. am heutigen Donnerstag. Zuletzt wurde einmal die Woche in der Halle geübt. Dazu kamen die bisherigen Turniere. „Es ist der einzige Titel, den wir noch holen könnten und noch nicht geholt haben“, schielt Lobinger mit einem Auge auf den großen Wurf. „Das wäre natürlich schön, ist aber ein bisserl ein Wunschdenken. Es muss viel passen.“ Trotzdem ist der Hallenexperte überzeugt: Wir sind definitiv nicht komplett chancenlos.“

Aufrufe: 023.1.2025, 11:00 Uhr
Florian WürtheleAutor