2025-04-02T15:12:16.030Z 1743689914360

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Daniel Stavlic (rechts) ist nicht mehr Spielertrainer beim SV Perkam.
Daniel Stavlic (rechts) ist nicht mehr Spielertrainer beim SV Perkam. – Foto: Harry Rindler

Perkam: Stavlic muss gehen, Renner übernimmt

Straubinger Kreisliga-Schlusslicht reagiert auf die sportliche Misere und trennt sich von seinem Aufstiegstrainer +++ Ex-Bayernligaspieler Michael Renner übernimmt bis Winter

Vor nicht einmal zwei Wochen gab's gegenüber FuPa noch Rückendeckung für Aufstiegstrainer Daniel Stavlic (38), nun zieht die anhaltende Negativserie des SV Perkam doch Konsequenzen nach sich. Bereits in der vergangenen Woche hat sich das noch sieglose Schlusslicht der Kreisliga Straubing von seinem spielenden Übungsleiter getrennt. Der kroatische Angreifer hatte den Klub 2022 übernommen und nach der Vizemeisterschaft in der Premierensaison (der Aufstieg wurde über die Relegation verpasst) im vergangenen Sommer zur Titel in der Kreisklasse Straubing geführt. Bis zur Winterpause übernimmt interimsmäßig Michael Renner, der bereits von 2016 bis 2022 auf der Perkamer Kommandobrücke stand.

"Als erstes will ich mich im Namen des SV Perkam bei Daniel für die tollen zweieinhalb Jahre mit dem Highlight - dem gemeinsamen Aufstieg in die Kreisliga - bedanken. Wir sind im Guten auseinander gegangen und Daniel ist in Perkam jederzeit ein gern gesehener Gast. Leider mussten wir nach saisonübergreifend 16 sieglosen Spielen im Sinne des Vereins handeln und alles dran setzen, der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben", gibt Abteilungsleiter Max Botzler zu Protokoll.

Der geschasste Spielertrainer akzeptiert die Entscheidung des Vereins. "Vor drei Wochen nach der Heimniederlage gegen den TSV Lindberg habe ich meinen Trainerposten zur Verfügung gestellt, das wurde abgelehnt. Letzte Woche gab es noch keine Trainerdiskussion, aber so schnell geht es dann im Fußball. Man muss aber auch klar sagen, dass wir uns absolut im Guten trennen und es überhaupt nichts Negatives gegeben hat. Die Gründe sind glaube ich jedem klar, dafür braucht man nur die Tabelle anschauen. Aus zwölf Spielen sind vier Punkte einfach enttäuschend. Es ist in dieser Saison sehr viel zusammengekommen, trotzdem gibt es bei mir keine Ausreden oder Alibis. Als Trainer muss man das Beste aus dem machen, was man hat. In den zweieinhalb Jahren bin mit allen sehr gut ausgekommen. Leider habe ich mein Ziel nicht erreicht, dass der SVP in der Kreisliga bleibt. Ich glaube trotzdem, dass die Jungs es drauf haben und vielleicht brauchen sie auch nur einen neuen Impuls", so der 38-Jährige, der in der laufenden Spielzeit selbst auch lediglich zwei Treffer beisteuern konnte.

Mit Michael Renner konnte der Verein jedoch schnell eine adäquate Lösung präsentieren. Der ehemaliga Bayernligakicker der SpVgg Hankofen-Hailing und des TSV Bogen stand bereits am vergangenen Sonntag beim 1:1 im Kellerduell gegen die DJK SB Straubing auf dem Feld. "Der Verein befindet sich derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Als dann der Anruf kam, habe ich für die restlichen vier Spiele versprochen als Trainer zu helfen. Auch als Spieler werde ich nochmal alles in die Waagschale werfen was geht. Es sind noch neun Punkte zu holen und diese peilen wir auch an. Am Sonntag gegen Winzer wollen wir den ersten langersehnten "Dreier" einfahren. Die Qualität der Mannschaft ist gut, nur die Köpfe müssen wieder positiver denken und auch daran glauben. Denn nur als Team können wir diese Aufgabe meistern", weiß der 34-Jährige, der seit seinem Intermezzo beim SV Haidlfing seit über einem Jahr nicht mehr aktiv war.


Schon am vergangenen Sonntag gegen die DJK SB Straubing feierte Michael Renner sein Comeback beim SV Perkam.
Schon am vergangenen Sonntag gegen die DJK SB Straubing feierte Michael Renner sein Comeback beim SV Perkam. – Foto: Maximilian Stahl


Auf den SV Perkam warten in den restlichen drei Partien noch teils schwere Aufgaben. Am Sonntag empfangen Blümel, Lausser, Kripp und Co. zum Rückrundenstart den SV Winzer, danach geht's noch zum SV Auerbach und zuhause gegen den SV Haibach. "Wir erhoffen uns nun von unserem Interimstrainer Michael Renner, der den Verein aufgrund seiner Vergangenheit aus dem Effeff kennt, dass wir bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich einfahren, um im nächsten Jahr noch eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu haben", betont Max Botzler.

Wie es mit Daniel Stavlic sportlich weitergeht, lässt der 38-Jährige auf sich zukommen. "Bald ist Winterpause, mal schauen, wie es mit mir weitergeht. Was sicher ist, dass ich ohne Fußball nicht kann. Motivation und Kraft für eine neue Aufgabe habe ich auf jeden Fall".

Aufrufe: 023.10.2024, 05:00 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor