
Ein fußballerischer Leckerbissen war das Spitzenspiel der Bezirksliga, Gruppe 3, nicht zwingend. Hinsichtlicher der Intensität – Stichwort Zweikampfhärte – ging es heiß her. Letztlich setzt sich der OSV Meerbusch mit 2:1 gegen Verfolger Sportfreunde Neuwerk durch, auch dank Theodor Pollino, der den Osterather Sieg in der Nachspielzeit festhält. „Wenig“ steht jetzt dem Aufstieg jetzt noch im weg, ist sich OSV-Trainer Dominik Voigt sicher.
Viel fußballerische Klasse hat es für die gut 400 Zuschauer Am Krähenacker in Durchgang eins nicht zu sehen gegeben. So ein wenig aus dem Nichts bekommt Marc Rommel (11.) – der mit nun 27 Saisontoren schon oft seinen Torriecher bewiesen hat – einen guten Steckpass in die Tiefe, den er im Fallen an Phillip Beckers zur 1:0-Führung vorbeischiebt. Sportfreunde-Kapitän Tristan Benten kommt mit einer eigentlich gut angesetzten Grätsche nicht ganz an das Spielgerät. Außer einem wilden hin und her mit wenig zwingenden Torchancen passiert in den ersten 45 Minuten nicht mehr viel.
Und auch in Halbzeit zwei erwischt der Liga-Primus die Gladbacher auf dem falschen Fuß. Nach einem Einwurf von der linken Seite tankt sich Philip Schmelzer (52.) durch die gegnerische Abwehrreihe und netzt durch die Beine von Beckers. Viel Gegenwehr kam von der Neuwerker Abwehr dabei nicht. Mit dem 0:2-Rückstand werden die Gäste dann auch aktiver, nicht unbedingt zur Zufriedenheit von Voigt: „Ich wollte, dass wir in der zweiten Halbzeit komplett drauf bleiben. Konditionell wurde es dann teilweise etwas schwierige, bei (Marc) Rommel zum Beispiel. Der Plan war es nicht, Neuwerk kommen zu lassen“, erklärt der 29-Jährige. Lange sollte der Anschlusstreffer nicht auf sich warten lassen und nochmal ordentlich Spannung in die Partie bringen: Berkan Dursun (62.) kann den Ball im Strafraum seelenruhig annehmen und lupft das Spielgerät über Theodor Pollino.
Dieser sollte letztlich zum großen Helden des Spiels werden. Der kurz zuvor eingewechselte Dominik Klouth wird in der Nachspielzeit im Sechzehner zu Fall gebracht. Den folgerichtigen Elfmeter, und damit die Chance auf den Ausgleich, Özgür Sezgin (90.+3) nicht nutzen. Lasse Buschmanns Gelb-Rote Karte im Anschluss steht sinnbildlich für den ganz bitteren Abend der Neuwerker.
Nach diesem so wichtigen Erfolg im Spitzenspiel, was könnte dem Osterather Landesliga-Aufstieg denn jetzt noch im Weg stehen? Ganz einfach: „Wenig“, ist sich Voigt mit einem jetzt neun-Punkte-Vorsprung sicher. Trotz eines durchaus schweren Restprogramms, erklärt der OSV-Coach: „Ich glaube nicht, dass Neuwerk nichts mehr eigene lässt und deswegen werden wir das Ding am Ende ziehen.“
Auch wenn die Sportfreunde das Spitzenspiel verloren haben, ist mindestens die Vize-Meisterschaft und die damit verbundene Aufstiegs-Relegation noch mehr als realistisch: „Der erste Platz ist zu holen, aus eigener Kraft können wir das allerdings nicht schaffen. Platz Zwei können wir aber aus eigener Kraft verteidigen und dann zählt es das jetzt auch zu machen. Unser Fokus liegt jetzt darauf, auch wenn sicherlich immer ein Blick nach oben gehen wird“, blickt Neuwerk-Trainer „Dony“ Karaca mit Optimismus auf den Saisonendspurt.
Jedenfalls kann der OSV Meerbusch mit einem neun-Punkte-Vorsprung alle Segel Richtung Landesliga setzen. Alles andere würde einem mittelschweren Wunder gleichkommen.
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