2026-04-09T03:39:01.720Z

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Ohne Top-Knipser Friesdorf: Frechen gastiert bei Schlusslicht Pesch

Mittelrheinliga: Für die SpVg Frechen 20 geht es am 22. Spieltag zu Ligaschlusslicht FC Pesch. Nach dem 7:0-Kantersieg der SpVg im Hinspiel hat der Abstiegskandidat noch eine Rechnung mit dem Kontrahenten offen.

von Tom Kunze · Heute, 18:25 Uhr · 0 Leser
Frechen muss zu Ligaschlusslicht Pesch.
Frechen muss zu Ligaschlusslicht Pesch. – Foto: Nick Förster

Mit einem ungefährdeten 4:0-Kantersieg über den 1. FC Düren verabschiedete sich die SpVg Frechen 20 vor zwei Wochen durchaus erfolgreich in die einwöchige Osterpause. Am Sonntag steht nun das Auswärtsspiel bei Tabellenschlusslicht FC Pesch auf dem Programm. Gegen den abstiegsgefährdeten Kontrahenten geht die SpVg als klarer Favorit. Dennoch warnt Cheftrainer Okan-Tamer Özbay vor der Offensivstärke des Gegners, der insbesondere bei den jüngsten Auftritten gegen den SSV Merten (2:5) und den FC Hennef 05 (6:3) überzeugte.

So., 12.04.2026, 15:45 Uhr

Meybodi: „Wollen die verbleibenden Monate genießen“

Dass der FC Pesch den drohendenden Abstieg noch abwenden kann, erscheint angesichts der schwierigen Ausgangslage nicht als besonders wahrscheinlich: Ganze zwölf Punkte trennt das Schlusslicht, das in der bisherigen Rückrunde auf einzig drei Punkte kommt, vom rettenden Ufer. Dennoch hat der FC noch nicht mit der Saison abgeschlossen. Allen voran die jüngsten Auftritte gegen Merten und Hennef bieten Grund zur Hoffnung, wie Übungsleiter Ali Meybodi versichert: „Wir wollen die positiven Ansätze aus dem Spiel gegen Merten und vor allem aus unserem letzten Heimsieg gegen Hennef mitnehmen. Wichtig ist, dass wir unserer Qualität über einen längeren Zeitpunkt abrufen. Gerade in einem Heimspiel ist dann alles möglich“, zeigt sich der Cheftrainer zuversichtlich.

Insbesondere die Offensivabteilung des Tabellenletzten präsentierte sich zuletzt in Bestform: Acht Treffer aus den beiden vergangenen Spielen sind eine bockstarke Bilanz. Auch die Mentalität in Pesch scheint zu stimmen, wie Meybodi weiter ausführt: „Wir versuchen jede Woche so positiv wie möglich zu bestreiten. Die Intensität im Training ist hoch, die Jungs geben Gas. Das ist genau das, was wir brauchen, um sonntags die Gegner ärgern zu können.“ Damit ebendies auch am Wochenende gegen den Tabellensiebten aus Frechen gelingt, sei eine konstant konzentrierte und engagierte Leistung von großer Bedeutung: „Was wir zwingend abstellen müssen sind die individuellen, teils fahrlässigen Fehler. In Merten hat man gesehen, dass mangelnde Spannung in gewissen Momenten sofort bestraft wird“, betont der Cheftrainer und bilanziert: „Wir arbeiten daran, die Leistung über die volle Distanz stabil zu halten.“

Frechen hofft auf ähnlichen Sahnetag wie im Hinspiel

An die Hinspiel-Begegnung zwischen Pesch und Frechen wird sich dabei wohl nur Letzterer gerne zurückerinnern. Ein beachtliches 7:0 stand schlussendlich auf der Anzeigetafel, der Favorit ließ seinem Kontrahenten in einseitigen 90 Spielminuten nicht den Hauch einer Chance. Gleich fünf der sieben Frechener Tore gingen auf das Konto von Top-Torjäger Patrick Friesdorf-Weber, der jedoch aufgrund eines Kreuzbandrisses für den Rest der Saison ausfällt. Ein kaum zu kompensierender Verlust, wie Chefcoach Okan Özkay hervorhebt:

„Der Ausfall wiegt für uns sehr schwer. Er war unser gefährlichster Spieler im letzten Drittel und durch sein Pressingverhalten an vielen Balleroberungen beteiligt. Das können wir nicht einzeln, sondern nur als Mannschaft auffangen“, bedauert der im Sommer scheidende Übungsleiter den Ausfall seines zuverlässigsten Torschützen. Mit 22 Toren und sieben Vorlagen führt Friesdorf die Scorerliste der Mittelrheinliga mit Abstand an. Doch auch ohne den 31-Jährigen fahren die Gäste selbstbewusst nach Pesch: „Wir müssen unsere Spielweise in den Details anpassen und die Profile anderer Spieler nutzen, um deren Stärken im letzten Drittel zur Geltung bringen. Der Hauptfokus liegt darauf, die Jungs, die zur Verfügung stehen, optimal einzustellen und den Matchplan so zu gestalten, dass ihre Stärken greifen“, betont Özbay.

Trotz der klaren Favoritenrolle und des deutlichen Hinspiel-Erfolgs gilt es das Schlusslicht aus Pesch dabei jedoch auf keinen Fall zu unterschätzen, wie der Übungsleiter abschließend mahnt: „Die Konstellation beim Gegner hat sich seit unserem Sieg im Hinspiel stark verändert: Es gibt einen neuen Trainer und viele neue Spieler aus dem Winter. Pesch wird siegen wollen, sie agieren sehr offensiv und haben in den letzten zwei Spielen acht Tore erzielt - das ist eine riesige Hausnummer“, findet Özbay reichlich positive Worte über den bevorstehenden Konkurrenten. Dennoch weiß der 33-jährige Übungsleiter auch: „Wir wissen, welche Schwächen sie eventuell haben, wenn wir vieles richtig machen.“ Diese Schwächen gilt es aus Sicht der SpVg dann am Sonntag ausnutzen, wenn ab 15.45 Uhr an der Helmut-Kusserow Sportanlage der Ball rollt.