
Das Traditionsduell im Burghausener flatbuy-Stadion an der Liebigstraße endete torlos, bot aber vor allem in der Schlussphase noch den erhofften (und lange schmerzlich vermissten) Derby-Zündstoff.
Für den SV Wacker ging es nach der 1:3-Niederlage in Illertissen um Wiedergutmachung, während der TSV Buchbach mit der Empfehlung von drei Unentschieden in Folge an die Salzach reiste. Trotz der historischen Überlegenheit von 13 Siegen aus zuvor 26 Duellen gelang es den Hausherren diesmal nicht, die Bilanz weiter auszubauen oder sich für die 1:3-Hinspielpleite aus dem September 2025 zu revanchieren.
Zum Spiel: Nach einem schwungvollen Beginn verpasste Noah Müller in der 24. Minute die frühe Führung nur um einen Bruchteil einer Sekunde. In der Folge flachte die Partie bis zum Pausenpfiff ab: Buchbach, das zuletzt ein 1:1 gegen Bayreuth erkämpft hatte, konzentrierte sich primär auf die Defensive, während Wacker die letzte Konsequenz vermissen ließ. Ein Aufreger im ersten Durchgang blieb das harte Einsteigen von Philipp Walter gegen Felix Bachschmid im Strafraum, das die gelbe Karte nach sich zog.
Erst in der 70. Minute erwachte das Derby aus seinem Dornröschenschlaf, als Jannis Turtschan mit einem Schuss aus zehn Metern den Pfosten erzittern ließ. In einer durchaus turbulenten Schlussphase drückte Wacker massiv in Richtung gegnerisches Gehäuse, doch Denis Ade per Kopf (79.) und Moritz Bangerter per Distanzschuss (88.) blieben ohne Fortune.
Und fast hätte Buchbach den Spielverlauf in der Nachspielzeit noch auf den Kopf gestellt, doch ein Konter über Josue Mbila strich knapp über die Latte. Am Ende blieb es beim 0:0 – ein Ergebnis, mit dem die Gäste ihre Remis-Serie auf vier Spiele ausbauen und wohl deutlich besser leben können als die Burghausener an diesem Regionalliga-Freitagabend...
Das Spiel aus Sicht von Andreas Huber (Sportdirektor SV Wacker Burghausen): "Wir haben in den ersten zwanzig Minuten sehr druckvoll begonnen, hatten vor allem über rechts immer wieder Vorstöße mit Flanken ins Zentrum, konnten die Bälle aber nicht verwerten und zu klaren Chancen gelangen. Die zweite Hälfte erneut mit druckvollem Beginn unserer Mannschaft, doch auch da haben wir's verpasst, im letzten Drittel wirklich gefährlich zu werden.
Gegen Ende gab's immer mal wieder Nadelstiche von Buchbach - ohne wirkliche Torgefahr. Wir haben dann noch alles reingeworfen, haben leidenschaftlich gekämpft, aufs Tor gespielt, hatten die ein oder andere Situation, in der wir durchaus besser hätten abschließen können.
Der Pfostenschuss war mit die beste Möglichkeit für uns, dann gab's den etwas offeneren Schlagabtausch, der Gegner agierte in der Nachspielzeit noch mit ein, zwei guten Szenen. Aufgrund der hohen Spielanteile unseres Teams hätten wir auf das entscheidende Tor gehofft, aber es hat heute leider nicht sollen sein."
Das Spiel aus Sicht von Georg Hanslmaier (Abteilungsleiter Fußball beim TSV Buchbach): "Unterm Strich können wir mit dem Punktgewinn natürlich zufrieden sein. Das war auch unser Ziel von Anfang an. Natürlich war das kein Leckerbissen heute. Man hat bei beiden Mannschaften eine gewisse Nervosität ausmachen können; Chancen waren auf beiden Seiten jetzt auch nicht unbedingt viele vorhanden. Wir hatten zum Schluss aufgrund des Wacker-Pfostenschusses vielleicht etwas Glück, aber der Punkt ist in keinster Weise unverdient."