2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

NOFV stellt sich hinter seine Vereine: Ja zur Regionalliga-Reform

In Berlin haben sich die Ost-Initiative und NOFV-Präsident Hermann Winkler zum Austausch getroffen

von Mathias Willmerdinger · 01.04.2025, 08:30 Uhr · 0 Leser
Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) Hermann Winkler hat sich hinter die Pläne "seiner" Klubs gestellt.
Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) Hermann Winkler hat sich hinter die Pläne "seiner" Klubs gestellt. – Foto: Imago Images

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) steht hinter der Initiative der Ost-Klubs, die eine Reform der Regionalligen auf den Weg bringen wollen. Das ist das Ergebnis eines sogenannten "Aufstiegsgipfels", der am gestrigen Montag in der Hauptstadt stattfand. Der NOFV hatte die Vereine der Regionalliga Nordost, Vereinsvertreter der 3. Liga aus dem NOFV-Gebiet sowie Vereinsvertreter der Oberliga zu einem Austausch zur Thematik Aufstiegsregelung Regionalliga/3. Liga nach Berlin eingeladen.

Zum Abschluss der Gespräche trat NOFV-Präsident Hermann Winkler vor die Presse und konnte verkünden: "Es gibt ein schönes Ergebnis. Wir stehen hinter dem Satz "Meister müssen aufsteigen". Wir haben zwei Modelle intensiv diskutiert. Eine Lösung bezieht die 3. Liga ein, eine die Gesamtstruktur der Regionalligen in Deutschland. Wir werden von Verband und Initiative gemeinsam Gespräche mit dem DFB führen."

Wie besagte zwei Modelle konkret aussehen würden, das wurde noch nicht klar. Nur so viel: Der NOFV signalisierte deutlich seine Bereitschaft, sich zu bewegen und die Grenzen der Regionalliga Nordost zu verschieben. Dabei könnte nach Informationen der MDR-Kultsendung "Sport im Osten" das Bundeslang Hessen zum Zünglein an der Waage werden. Mehr ins Detail wollte Hermann Winkler noch nicht gehen: "Wir sind offen dafür, dass Vereine dazu kommen und andere vielleicht auch gehen. Man muss auch über Länder- und Verbandsgrenzen hinweg denken. Wir möchten zunächst mit den anderen Regionalverbänden in Gespräche gehen, bevor wir Dinge in der Öffentlichkeit diskutieren. Wir möchten neue Partner finden und nicht verprellen." Winkler brachte zudem eine neue Organisationsstruktur ins Spiel: "Alle Regionalverbände bleiben erhalten, können aber gemeinsam in einer GmbH eine Regionalliga tragen."

Zufrieden zeigte sich nach den Gesprächen auch Tommy Haeder, Sprecher der Ost-Initiative und Geschäftsstellenleiter des Chemnitzer FC: "Wir sind froh, dass uns der große Schulterschluss mit dem NOFV heute gelungen ist. Es geht darum, dass jeder ein paar Veränderungen mitträgt, aber jeder mit diesen leben kann." Nach dem Willen des NOFV, soll es zum DFB-Bundestag am 7. November 2025 eine Lösung geben.

Wie dann die neue, viergleisige Regionalliga aussehen könnte? Angestrebt werden vier Staffeln mit jeweils 20 Teams. In einem Übergangsjahr könnten beispielsweise auch 22 Mannschaften pro Staffel an den Start gehen.