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Niklas-Wilson Sommer: Fußballerisch keine Zukunft in Deutschland

Der 26-Jährige spricht über die Gründe seiner Vertragsauflösung

von Mathias Willmerdinger · 27.02.2025, 08:30 Uhr · 0 Leser
Sieht für sich keine fußballerische Zukunft in Deutschland: Niklas-Wilson Sommer (links).
Sieht für sich keine fußballerische Zukunft in Deutschland: Niklas-Wilson Sommer (links). – Foto: Sportfoto Zink / D. Marr

Es ist durchaus eine tragische Geschichte: Niklas-Wilson Sommer wurde bekanntlich Ende August vor seiner Haustür von mehreren Personen angegriffen. Pikant: Kurz zuvor hatte sich der erfolgreiche Influencer und Unternehmer, der allein bei Instagram über eine Million Follower hat, im Trikot des FC Bayern ablichten lassen. Ein Zusammenhang mit dieser Aktion lag nahe. Nach dem Angriff kam Sommer, der zuvor Stammspieler war, in der U23 des FCN nicht mehr zum Zug.

Sommer trug auch körperliche Blessuren davon und war im Anschluss an den Vorfall krankgeschrieben. Ins Team kehrte er nicht mehr zurück. Im Januar folgte schließlich die die Vertragsauflösung. "Wir wünschen Willy für seine sportliche und private Zukunft alles Gute", ließ Nürnbergs NLZ-Leiter Michael Wiesinger damals kurz und knapp wissen, ohne auf Details einzugehen.

Auch Niklas-Wilson Sommer hüllte sich über die genauen Gründe lange in Schweigen. Vor einigen Tagen aber hat der 26-Jährige seine Zurückhaltung abgelegt und in einem seiner Streams auf der Plattform Twitch ausgeführt, warum es zur Vertragsauflösung kam: "Ich hatte extreme Panikattacken und auch extreme Probleme mit der Privatsphäre. Denn es ist nicht normal, dass du vor deiner Haustür am Abend
abgefangen wirst."

Der ursprüngliche Plan wäre dennoch gewesen, in den Trainings- und Spielbetrieb beim 1. FC Nürnberg zurückzukehren. Doch dann zwang Sommer ein weiterer Vorfall zum Umdenken: "Nach ein paar Wochen wurde auch meine Familie privat kontaktiert. Das war dann für mich der Schlusspunkt. Das steht in keinem Verhältnis mehr und ist nicht mehr ansatzweise nachvollziehbar und zu rechtfertigen." Die Trennung vom Club erfolgte laut Sommer beiderseits harmonisch und ohne böses Blut.

Wie es sportlich für ihn weitergeht? Ungewiss! "Ich glaube auch, für mich ist der deutsche Markt zu", meint Sommer, der für die SG Sonnenhof Großaspach und für den SV Waldhof Mannheim immerhin 62 Einsätze in der 3. Liga absolviert hat. Bei einem künftigen Engagement solle der Spaß am Fußball wieder im Vordergrund stehen.