
Im Halbfinale um den Niederrheinpokal standen sich im ausverkauften Stadion am Hünting der 1. FC Bocholt und der MSV Duisburg gegenüber. Es galt den Gegner des SC St. Tönis zu finden, der sich unter der Woche bereits gegen den FC Büderich durchsetzen konnte. In einem ausgeglichenen und intensiven Spiel war ein Klassenunterschied über weite Strecken nicht zu sehen. Torlos endete die erste Halbzeit und auch im zweiten Durchgang fielen keine Tore. Am Ende führten zwei Konter zum Erfolg.
Vom Klassenunterschied war von Beginn an nicht zu sehen. Bocholt nahm die Aufgabe gleich an und ging körperbetont und selbstbewusst in das Duell mit dem Aufstiegskandidaten aus der 3. Liga. So wurde es auch gleich nach fünf Minuten zum ersten Mal gefährlich im Duisburger Strafraum. Patrick Kurzen warf hoch in den Sechzehner, ein Mitspieler köpfte nur knapp über den Querbalken. Nur fünf Zeigerumdrehungen später war es der Ex-Duisburger Marlon Frey, der aus der Distanz abzog und nur knapp den Kasten verfehlte. Duisburgs Trainer Dietmar Hirsch hatte schon früh in der Partie alle Hände voll zu tun und neue Anweisungen an seine Spieler zu kommunizieren.
In einem sehr intensiven Spiel rang Dominik Lanius kurz vor dem eigenen Strafraum Lex-Tyger Lobinger nieder, den fälligen Freistoß traf Leon Müller, setzte ihn aber knapp neben den Pfosten (27.). In der Folge ging es permanent hin und her, die ganz großen Torchancen ergaben sich aber nur sehr selten. Nach einer scharfen Hereingabe von Conor Noß verpasste der einschussbereite Steffen Meuer, nachdem Kurzen dazwischengrätschte (35.). Kurz darauf patzte Lanius im eigenen Sechzehner, Meuer reagierte schnell, traf im Abschluss aber die falsche Entscheidung und vergab so eine wirklich gute Gelegenheit zur Führung (37.). Kurz vor der Pause war Niklas Jessen durch, doch Paul Grave war hellwach und sprintete dem Duisburger entgegen. Der Keeper kam zuerst an den Ball, der aber von Jessen abprallte und in Richtung des Bocholter Tors kullerte. Patrick Sussek kam einen halben Schritt zu spät und konnte die Kugel nicht mehr verwerten (43.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergab Cedric Euschen noch aus guter Position, sodass es torlos in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel kam der MSV deutlich druckvoller aus der Kabine. Es schien wohl eine klare Ansage von Hirsch gegeben zu haben. So konnten auch gleich in den ersten Minuten mehrere Chancen herausgespielt werden, die aber alle noch wenig zielführend waren. Doch auch die Gäste spielten weiter gut mit. Ein guter Pass auf Euschen in den Strafraum hatte MSV-Keeper Max Braune gerochen und schnappte sich die Kugel kurz vor dem Bocholter Angreifer (58.). Euschen durfte gleich nochmal sein Glück versuchen, beim Distanzschuss war Braune aber erneut auf dem Posten (60.).
Die Duisburger Torannäherungen wurden konkreter. Jessen flankte hoch in die Mitte. Am zweiten Pfosten lauerte der kurz zuvor eingewechselte Christian Viet, der auch zum Kopfball kam. Grave konnte klären, doch war der Ball noch vor der Linie? Der Linienrichter wertete es so und es blieb beim 0:0 (66.). Es wurde immer intensiver auf dem Feld, je länger die Null Bestand hatte. Lanius und Euschen scheiterten jeweils nach Ecken, Jeff Mensah verfehlte den Duisburger Kasten ebenfalls nur knapp (83.). Die Schlussoffensiven beider Mannschaften blieben erfolglos, sodass es in die Verlängerung ging.
Auch in dieser ging es von beiden Seiten weiter intensiv zur Sache, die Kräfte ließen kaum nach. Die beste Chance vergab Dominik Kother nach Pass von Jessen. Ass kurzer Distanz bekam er keinen Druck hinter den Ball (96.). Auf der Gegenseite legte sich Marvin Lorch den Ball etwas zu weit vor, sodass Aljaz Casar klären konnte (100.). Als der FCB wieder drückte, gelang dem MSV der perfekte Konter. Jessen marschierte, ging an Grave vorbei und schob zum 1:0 ein (104.). Arnold Budimbu verfehlte das anvisierte Eck kurz darauf nur um Haaresbreite (105.). Mit guten Chancen auf beiden Seiten ging es weiter. Frey vergab aus der zweiten Reihe (111.), Kother legte sich im direkten Gegenzug den Ball etwas zu weit vor, sodass Grave zur Ecke klären konnte. In der Nachspielzeit der Verlängerung legte Kother auf Jessen quer, der zum zweiten Mal einnetzen konnte. Dann war Schluss in einem intensiven Pokal-Halbfinale. Der MSV Duisburg zieht in das Endspiel ein und trifft dort auf den SC St. Tönis.
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