
Pünktlich zum Saison-Endspurt punkten die Oberliga-Fußballer des SV Sonsbeck fleißig für den Klassenerhalt. Durch den 2:0 (2:0)-Sieg beim VfL Jüchen-Garzweiler kommen die Rot-Weißen nun auf 39 Zähler und sind dem Ligaverbleib wieder einen großen Schritt nähergekommen.
Der SVS ist damit seit fünf Partien ungeschlagen. Niklas Binn traf beim Aufsteiger doppelt und durfte sich nach dem Schlusspfiff als Matchwinner feiern lassen.
Cheftrainer Heinrich Losing musste seine Startelf im Vergleich zum 4:1 gegen den TSV Meerbusch auf einer Position ändern. Für den erkrankten Tymoteusz Miller begann Semih Güngör im defensiven Mittelfeld. „Wir können aktuell mit allen Spielern trainieren und haben somit eine volle Bank. Jeder hätte sich seinen Einsatz verdient. Somit muss ich mir bei kurzfristigen Ausfällen keine Sorgen machen“, sagte Losing.
Anders sah‘s bei den Gastgebern aus, wo sogar Cheftrainer Daniel Klinger in der Anfangsformation stand. Lediglich die vom 40-Jährigen eingeleiteten Standardsituationen sorgten für Unruhe im Sonsbecker Strafraum. Ansonsten ließ die Abwehr um Keeper Kenan Mehmedovic nichts anbrennen.
Von Beginn an setzte die Losing-Elf auf dem Rasen in Jüchen dem Spiel ihren Stempel auf. Binn brachte die Gäste mit einem Kopfballtreffer in Führung. Das 1:0 (17.) bereitete Linus Krajac per Eckball vor. Sonsbeck drückte weiter und wollte früh für klare Verhältnisse sorgen. Jedoch verpassten Binn (20.) und Krajac (22./36.) drei gute Hereingaben nur knapp.
Krajac war‘s auch, der eine schöne Vorarbeit von Sebastian Leurs und Klaus Keisers haarscharf über die Latte setzte (37.). Noch vor der Pause belohnten sich die Gäste für ihren engagierten Auftritt mit dem zweiten Treffer. Erneut war’s Binn, der nach schöner Flanke von Marco de Stefano per Kopf auf 2:0 (44.) erhöhte.
Der zweifache Torschütze meinte: „Wir sind mit großem Einsatz und viel Laufbereitschaft ins Spiel gegangen und haben uns für die harte Arbeit in den letzten Wochen erneut belohnt. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Aber solange das Ding rechnerisch noch nicht durch ist, müssen wir weiter 100 Prozent geben.“
Der zweite Durchgang begann unglücklich für Philipp Elspaß. Nach einem Zweikampf mit Miguel Bügler verletzte sich der Innenverteidiger so schwer am Hüftgelenk, dass er durch Ruben Martens (52.) ersetzt werden musste. Giovanni Multari sah wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte, sodass die Rot-Weißen die letzte halbe Stunde in Überzahl agierten.
„Das war eine 50-50-Situation. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl muss man die Ampelkarte nicht geben. Der Sonsbecker Sieg war hochverdient und hätte noch höher ausfallen können. Aufgrund der personellen Situation kann ich meinen Spielern kein Vorwurf machen“, sagte Klinger.
Losing meinte: „Nach dem Platzverweis haben wir uns darauf konzentriert, die Partie nicht mehr aus der Hand zugeben. Wir sind geduldig geblieben und haben zu den richtigen Zeitpunkten die Treffer erzielt.“ Nächsten Sonntag, 15 Uhr, geht’s für die Rot-Weißen mit einem Heimspiel gegen die SF Baumberg weiter.
Es spielten: Mehmedovic; Meier, P. Elspaß (52. Martens), Schoofs, Leurs, Krajac (77. Raul), Pütz, Güngör (83. Pokora), de Stefano (67. Janßen), Binn, Keisers (90. Hammerschmidt).