
Das Drama um Lok Leipzig bewegte Fußball-Deutschland in der vergangenen Woche. Die Sachsen scheiterten bekanntlich in der hochumstrittenen Relegation zur 3. Liga am bayerischen Vertreter Würzburger Kickers. Damit ist die "Loksche" zum dritten (!) Mal in der Relegation hängengeblieben. Dreimal Meister - und dreimal nicht aufgestiegen! Das gäbe es sonst nirgends auf der Fußball-Welt, klagte kurz nach dem Drama Cheftrainer Jochen Seitz. Der ehemalige Bundesligastürmer erklärte tags darauf seinen Rücktritt. Beim Meister der Regionalliga Nordost steht nach dem erneut verpassten Aufstieg wieder ein großer Umbruch an. Verlassen wird die sächsische Metropole indes auch Niederbayer Christoph Maier.
Der 26-Jährige war erst vor einem Jahr vom Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger zu Lok Leipzig gekommen. Damals musste die "Loksche" gerade noch das Scheitern in der Relegation gegen den TSV Havelse verdauen. Aber für Maier und die Lokisten lief es sportlich von Anfang an erneut prächtig. Noch im Winter sagte Maier im Gespräch mit FuPa: "Es ist wahrlich nicht selbstverständlich, dass es sportlich wieder so wunderbar läuft. So eine Erfahrung kann bei einem Verein schon mal zu einem Knacks führen."
Ein halbes Jahr später müssen aber Lok Leipzig und Maier ein bitteres Déjà-vu erleben. Auch dem Niederbayern hängt das Scheitern gegen Würzburg noch in den Knochen. Sicher ist, dass es sportlich für ihn in Leipzig nicht mehr weitergehen wird. Wohin es ihn nun verschlägt, und ob er vielleicht nach vier Jahren in Ulm, Steinbach Haiger und Leipzig wieder in seine bayerische Heimat zurückkehrt, das ist noch ungewiss. Auf FuPa-Nachfrage lässt Maier wissen: "Ich befinde mich aktuell im Urlaub und muss nach der Relegation erst einmal den Kopf freibekommen. Danach setze ich mich mit meinem Berater zusammen, wie es weitergeht."