2026-04-20T12:45:22.080Z

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"Nicht Mittelrheinliga-würdig": Pesch will sich gegen Beeck schütteln

Während Pesch die Scherben des 0:7-Debakels aufsammelt, will Beeck trotz Verletzungssorgen den nächsten Dreier.

von Andreas Santner · Heute, 07:54 Uhr · 0 Leser
Fällt aufgrund einer Muskelverletzung wohl für den Rest der Saison aus: Kapitän Yannik Leersmacher.
Fällt aufgrund einer Muskelverletzung wohl für den Rest der Saison aus: Kapitän Yannik Leersmacher. – Foto: Michael Schnieders

Das 0:7-Debakel gegen Bergisch Gladbach aus der Vorwoche wirkt beim FC Pesch noch immer nach. Während man sich beim abgeschlagenen Tabellenletzten bereits mit der kommenden Landesliga-Saison abgefunden hat, geht es in den verbleibenden Partien um den sportlichen Stolz. Ausgerechnet jetzt gastiert mit dem FC Wegberg-Beeck der Dritte der Formtabelle in Pesch – ein Team, das trotz personeller Sorgen zuversichtlich in die Partie geht.

Die Stimmungslage beim FC Pesch ist düsterer. Trainer Ali Meybodi macht keinen Hehl daraus, dass die jüngste Leistung meilenweit von der notwendigen Qualität entfernt war. Der Fokus liegt nun darauf, die Scherben aufzusammeln und zumindest eine Reaktion zu zeigen, um nicht erneut unter die Räder zu kommen.

Meybodi: "Davon waren wir meilenweit entfernt"

„Wegberg ist bei uns zu Gast, wieder ein Riesenkaliber. Sie zeigen in der Rückrunde ein ganz anderes Gesicht und sind in Topform – genau das Gegenteil von uns. Es wird natürlich irgendwann langweilig mit meinen Durchhalteparolen, dass wir versuchen werden, den Gegner zu ärgern. Davon waren wir am Sonntag in Bergisch Gladbach wirklich meilenweit entfernt. Von daher müssen wir jetzt erst einmal kleine Brötchen backen, die Trainingswoche vernünftig bestreiten und am Sonntag sehen, was für uns drin ist. Die Niederlage steckt uns extrem in den Knochen und hat richtig wehgetan – auch die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind. Das war bei weitem nicht Mittelrheinliga-würdig, das muss man einfach so sagen. Entweder zeigen wir also ein anderes Gesicht, oder wir geraten am Sonntag erneut unter die Räder“, blickt Meybodi auf die kommenden 90 Minuten.

So., 26.04.2026, 15:45 Uhr

Ganz anders ist die Ausgangslage beim FC Wegberg-Beeck. Das Team hat sich in der Rückrunde beeindruckend stabilisiert und rangiert in der aktuellen Formtabelle auf einem starken dritten Platz. Trotz dieser Favoritenrolle warnt Trainer Mark Zeh davor, die Partie im Vorbeilaufen gewinnen zu wollen, zumal sein Kader derzeit durch erhebliche Verletzungssorgen ausgedünnt ist.

„Natürlich wollen wir in Pesch gewinnen, wissen aber auch, wie schwierig es dort werden kann, da Pesch alles versuchen wird, um ihre Negativserie zu beenden. Wir müssen eine Top-Leistung bringen, um die drei Punkte mitzunehmen; im Vorbeigehen gewinnst du in der Mittelrheinliga gar nichts. Personell sieht es aktuell sehr, sehr dünn aus. Unser Kapitän Yannik Leersmacher hat sich vermutlich einen Muskelbündelriss zugezogen – ob er in dieser Saison noch einmal auflaufen kann, ist fraglich. Gabriel Paczulla und Luca Bini befinden sich im Aufbautraining; da müssen wir genau abwägen, ob ein Einsatz bereits Sinn macht“, erklärt Zeh.

Zeh: "Die Besten werden spielen"

Dass in Beeck am Saisonende ein größerer Umbruch bevorstehen könnte, ist kein Geheimnis. Mit unter anderem Marc Kleefisch, Kai Bösing, Niklas Koppitz und Yannik Hasenbein stehen bereits prominente Abgänge fest. Auch Mark Zeh, der die Mannschaft planmäßig nur für die Rückrunde übernommen hat, wird seinen Posten im Sommer räumen. Mit der aktuellen Aufgabe hat Zeh jedoch wieder Geschmack am Trainergeschäft gefunden – und die aktuelle Erfolgsbilanz dürfte ihn sicher auch für künftige Aufgaben ab Juli interessant machen.

Für das Spiel in Pesch spielen die feststehenden Abgänge jedoch keine Rolle: „Die Besten werden spielen, und was in der nächsten Saison ist, spielt für das Hier und Jetzt keine Rolle“, so Zeh abschließend.