2024-05-22T11:15:19.621Z

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Auch als Turner überzeugend: Murat Ersoy feierte seinen Treffer zur Penzberger 1:0-Führung mit einem formvollendeten Flick-Flack.
Auch als Turner überzeugend: Murat Ersoy feierte seinen Treffer zur Penzberger 1:0-Führung mit einem formvollendeten Flick-Flack. – Foto: oliver Rabuser

„Nächstes Jahr, wenn jeder fit ist“ – Murat Ersoy will mit dem FC Penzberg in die Landesliga

Neuzugang fühlt sich pudelwohl

Nach langer Verletzung und einem kurzen Intermezzo mit dem SV Raisting kann Murat Ersoy beim FC Penzberg endlich wieder befreit aufspielen.

Penzberg – Nicht einmal drei Monate ist es her, dass Murat Ersoy dem SV Raisting wegen Unstimmigkeiten mit dem Vorstand den Rücken gekehrt und sich dem 1. FC Penzberg angeschlossen hat. Nun gibt Ersoy Einblicke über den Beginn in Penzberg und spricht über seine Ambitionen für die Zukunft.

„Als wäre ich schon seit zehn Jahren dort.“

Murat Ersoy über das Verhältnis zu seinen neuen Mitspielern.

Der Start beim FCP hätte kaum besser laufen können. Drei Tore und fünf Assists stehen nach sieben Pflichtspielen zu Buche. Cheftrainer Siegert freut sich auf jeden Fall über seinen Winterneuzugang: „Er ist eine absolute Bereicherung.“ Doch auch Ersoy schwärmt von seinem neuen Verein: „Die haben mich seit der ersten Minute glücklich aufgenommen, als wäre ich schon zehn Jahre dort. Mich schreiben teilweise auch viele Leute an, ob sie helfen können, wenn ich mal wegen Schmerzen oder sonst irgendwas nicht zum Training kommen kann. Momentan läuft es echt sehr gut.“

Vor zwei Wochen folgte der zwischenzeitliche Höhepunkt. Beim deutlichen 4:1-Auswärtserfolg des FC Penzberg in Wolfratshausen steuerte Ersoy eine Vorlage sowie ein Tor bei, inklusive spektakulärem Salto-Jubel. Penzberger Fans werden diese Flugeinlage in Zukunft wohl noch öfters zu sehen bekommen, schließlich feiert das Mittelfeld-Ass jedes seiner Tore auf diese Weise. Zum Üben haben ihn, laut eigener Aussage, vor allem Spieler inspiriert, denen er als Kind zugeschaut hat.

Egal ob als Trainer oder als Spieler, Murat Ersoy geht lautstark voran.

Der „Rückschritt“ von der Rolle des spielenden Co-Trainers, die Ersoy bei Raisting innehatte, hin zu einem „normalen“ Teammitglied, stellt ebenfalls kein Problem dar. Den Ton angeben will der Neu-Penzberger nämlich trotzdem, nun eben als Führungsspieler, der mit gutem Beispiel vorangeht und seine Kameraden fordert. Im Spiel wie im Training.

Nichtsdestotrotz möchte der 27-Jährige in Zukunft gerne auch wieder als Co-Trainer arbeiten: „Ich habe in Raisting auf jeden Fall Blut geleckt. Ich weiß, dass ich eines Tages auf jeden Fall wieder Co-Trainer sein will.“ Eine große Umstellung sei der Schritt zurück für ihn aber nicht gewesen. Denn auch als Spieler versucht Ersoy, Dinge in die Hand zu nehmen.

Aufeinandertreffen mit dem alten Team – Ersoy freut sich auf ein aufregendes Spiel.

Am vergangenen Wochenende stand nun ein ganz besonderes Spiel an. Da war nämlich der SV Raisting in Penzberg zu Gast. Im Vorfeld hat Ersoy im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern über seine Erwartungen und Gedanken zum Spiel gesprochen. Schließlich war der Abschied aus Raisting durchaus brisant. Von gebrochenen Versprechen seitens des Vorstands und nicht gezahlten Aufwandsentschädigungen war die Rede.

Zu den Spielern hat Ersoy allerdings nach wie vor ein hervorragendes Verhältnis, dementsprechend überwog auch die Vorfreude auf das Duell. Über seine alten Teamkameraden hat Ersoy nichts Negatives zu sagen, im Gegenteil: „Ich würde sehr, sehr gerne wieder mit den Jungs auf dem Platz stehen. Aber so ist das im Leben, man trifft sich auch mal als Gegner.“

„Wenn jeder wieder fit ist und wir wieder von null anfangen, sieht es ganz gut aus.“

Murat Ersoy über die Aufstiegschancen des FC Penzberg in den kommenden Jahren.

In Zukunft will der 27-Jährige mit dem Penzberg auf jeden Fall noch hoch hinaus: „Mein Ziel ist es natürlich, irgendwann mal höher zu spielen.“ Dass das in dieser Saison eher schwierig wird, weiß Ersoy aber auch. Aubing und Murnau sind einfach zu stark, stellt er ganz nüchtern fest.

Für die kommende Saison rechnet sich Ersoy mit seinem Team dann gute Chancen aus: „Die Mannschaft ist eine gute Kombination aus Jung und Alt, mit erfahrenen Spielern, aber auch wirklich junge, talentierte Spieler. Und nächstes Jahr, wenn jeder wieder fit ist und wir wieder von null anfangen, sieht es ganz gut aus, dass wir oben mitspielen.“ (Ferdinand Gehlen)

Aufrufe: 018.4.2024, 12:16 Uhr
Ferdinand GehlenAutor