Nächster Tiefschlag für Kelheim: Abwehrchef geht von Bord
Den 27-jährigen Innenverteidiger Tobias Kellner zieht es zu einem Landesligisten
von Thomas Seidl · Heute, 14:45 Uhr · 0 Leser
Tobias Kellner (li.) verlässt den ATVS Kelheim nach sieben Jahren – Foto: Antun BosnjakovicDer großgewachsene und zweikampfstarke Innenverteidiger konnte verletzungsbedingt nur fünf von elf möglichen Partien mitmachen. Mitunter sicherlich auch ein Grund, warum der ATSV nicht mehr mit Meister SV Türk Gücü Straubing und "Vize" FC Ergolding Schritt halten konnte. Tobias Kellner war im Sommer 2019 vom Oberpfälzer Kreisligisten SG Painten zu den Kreisstädtern gewechselt. Für den ATSV Kelheim bestritt die Abwehrkante 143 Partien und konnte sich dabei über neun Torerfolge freuen.
"Ich hatte beim ATSV Kelheim sehr gute Jahre und durfte unter den beiden Ex-Profis Tobias Schlauderer und Jürgen Schmid spielen - zwei tolle Trainer, von denen ich jede Menge mitnehmen und lernen durfte. Für mich war immer klar, dass ich den Schritt in die Landesliga noch probieren möchte. Mit nun 27 Jahren und privaten Umständen, die den Wechsel begünstigen, bin ich überzeugt, dass es für mich an der Stelle Sinn macht, den Schritt zu gehen. Dem ATSV wünsche ich nur das Beste und bedanke mich für eine überragende Zeit in Kelheim - auf und neben dem Platz“, lässt Tobias Kellner verlauten.
Beim ATSV Kelheim ist man über den Abgang des Leitwolfs alles andere als erfreut. "Wir hatten eigentlich fest mit Tobi geplant, deshalb war die Nachricht nach Saisonende schon enttäuschend und überraschend - wir müssen das aber akzeptieren. Dass wir durch unsere hervorragenden Leistungen diese Saison, höherklassige und finanzkräftige Klubs auf unsere Spieler aufmerksam gemacht haben, war logisch. Dennoch wünschen wir Tobi alles Gute und bedanken uns für seine stets guten Leistungen und sein hervorragendes Engagement für unseren Klub", sagt Sportchef Christian Gottschalk.