2026-05-06T12:44:31.715Z

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Nach Wechselfehler: SC Idar-Oberstein siegt nun doch am grünen Tisch

Verbandsgericht urteilt: Die Wertung des Kellerduells gegen den FV Diefflen fällt zugunsten des SC 07 aus +++ Diefflen hatte kurz vor Schluss sechsten Spieler eingewechselt

von Philipp Durillo · Gestern, 22:30 Uhr · 0 Leser
Dem SC Idar-Oberstein wurde die Spielwertung aus dem Kellerduell gegen Dieffen zugesprochen. Eigentlich gewann Diefflen 3:2, doch ein Wechselfehler kurz vor Schluss wurde den Saarländern zum Verhängnis.
Dem SC Idar-Oberstein wurde die Spielwertung aus dem Kellerduell gegen Dieffen zugesprochen. Eigentlich gewann Diefflen 3:2, doch ein Wechselfehler kurz vor Schluss wurde den Saarländern zum Verhängnis. – Foto: Thomas Rinke

Der Abstiegskampf in der Oberliga ist um eine Wendung reicher: Nach einem Rechtsspruch in zweiter Instanz steigen die Hoffnungen des SC Idar-Oberstein auf den Klassenerhalt wieder. Denn die am 15. April dramatisch mit 2:3 verloren gegangene Partie gegen den Abstiegskonkurrent FV Diefflen wird nun mit 2:0 für den SC Idar gewertet. Der Grund: Der FV Diefflen hatte in der Partie sechs Spieler eingewechselt, erlaubt sind allerdings nur fünf. Während die Spruchkammer dennoch zunächst entschied, die Spielwertung bei dem Auswärtssieg des FV zu belassen, vollzog das Verbandsgericht des Regional-Verbands Südwest nun sportjuristisch eine Kehrtwende, hob die ursprüngliche Entscheidung der Spruchkammer auf und wertete die Partie mit 2:0 für den SC Idar. Das ist besonders für Diefflen bitter, denn es war vorab auch nicht unbedingt absehbar, dass dem SC Idar sogar drei Punkte zugesprochen würden.

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"Hintergrund ist ein klarer Verstoß gegen die Spielordnung: Die gegnerische Mannschaft hatte unstreitig einen sechsten Spieler eingewechselt und damit die zulässige Anzahl an Auswechslungen überschritten. Das Verbandsgericht stellt in seiner Entscheidung klar, dass der Begriff der „Spielberechtigung“ im Sinne der Rechts- und Verfahrensordnung weit auszulegen ist. Er umfasst nicht nur die formale Spielerlaubnis, sondern auch die konkrete Einsatzberechtigung im jeweiligen Spiel. Ein Verstoß gegen die Auswechselregelung führt damit unmittelbar zu einer unzulässigen Mitwirkung eines Spielers und rechtfertigt eine Spielwertung.
Diese Entscheidung hat über den Einzelfall hinaus erhebliche Bedeutung für die Sportgerichtsbarkeit im Fußball. Sie stärkt die Rechtssicherheit im Umgang mit Regelverstößen und sorgt für eine konsequente Anwendung der Spielordnung", heißt es in einer Stellungnahme des Verbandsgerichts.


Alexander Bergweiler, der den SC Idar-Oberstein im Verfahren vertreten hat, erklärt hierzu in einer Vereinsmitteilung des SC: „Das Verbandsgericht hat mit dieser Entscheidung ein wichtiges Signal gesetzt. Die Einhaltung der Spielregeln ist die Grundlage eines fairen Wettbewerbs. Verstöße – auch wenn sie auf Nachlässigkeit beruhen – dürfen nicht folgenlos bleiben. Die klare Auslegung des Begriffs der Spielberechtigung schafft Rechtssicherheit für Vereine und Verbände.“