– Foto: Florian Reitenbach

Nach turbulenten Wechsel-Wochen: Blaubeuren äußert sich im Radio!

Wie richtet sich der Landesligist für die Zukunft aus?

Nachdem der FC Blaubeuren in den vergangenen Wochen/Monaten einige schmerzhafte Abgänge zu vermelden hatte, versuchte sich der Verein nun am vergangenen Donnerstag in einem Radiointerview zu erklären. Auch ging der FC auf die zukünftige Ausrichtung des Landesligisten ein und erklärte, aus welchen Gründen die Zweitvertretung der Blaubeurer sich vom aktiven Spielbetrieb zurückziehen musste. Im Interview mit Sunray-FM äußerten sich Florian Reitenbach, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und Erdem Kesmer, der sportliche Leiter des Aufsteigers.

FuPa Württemberg berichtete bereits Ende Dezember darüber, dass beim FC einige Spieler und auch Vereinsverantwortliche den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen werden. Daraufhin hat der Klub angekündigt, dass man zu gegebenem Zeitpunkt auf die Gründe für diesen sehr harten Umbruch eingehen wolle. Vom Landesligist hieß es vor zwei Wochen in einem Statement auf Instagram: „In der Stellungnahme beziehen wir uns auf die momentanen Gerüchte und auf die aktuelle Situation im Verein“.

Laut eigenen Aussagen musste der Klub die zweiten Mannschaft auflösen, da sich der FC in Zukunft mehr auf die Jugendarbeit konzentrieren wolle und dafür das Personal ansonsten fehlen würde. Die zweite Mannschaft an sich habe dabei eine ehr untergeordnete Rolle gespielt, hauptsächliche fehle es an freiwilligen Helfern. „Wir mussten uns von der zweiten Mannschaft trennen, was uns natürlich weh tut“, wie es im Interview bei Sunray-FM hieß. Laut Vereinsangaben war diese Entscheidung zwar schwer, aber alternativlos.

Die Wechselgründe der Spieler und Verantwortlichen seien oft der immense Mehraufwand, den die Landesliga mit sich bringen würde: „Es war einfach so, dass sich die Spieler vorher gemeldet hatten, dass sich eine andere Arbeitsstätte bei anderen Team entwickelt hat und auch viele den Weg nicht mehr machen können. In der Landesliga ist es so, dass man wirklich fast den ganzen Samstag planen muss, weil die Fahrten einfach bis zu 100 Kilometern lang sind.“ Diesen zeitlichen Mehraufwand wollten einige Spieler einfach nicht mehr länger tragen.

Die Saisonziele der Landesliga-Mannschaft sind trotz einiger Abgänge auf und neben dem Platz unverändert: „Unser Ziel wird auch weiterhin bleiben, dass wir in der Landesliga spielen können“, wie die beiden Interviewten im Radio klarstellten. Man habe zwar einige Abgänge zu verzeichnen, sei aber aufgrund von neuen Spielern sehr optimistisch für die Rückrunde. Der Verein wolle nach wie vor die Infrastruktur aufbauen, um ein etablierter Landesligist zu werden. Dafür sei man auch in Unterstützer-Gesprächen mit der Stadt Blaubeuren.

Auf diese sehr optimistischen Worte müssen nun auch die entsprechenden Antworten folgen. Nach der Winterpause startet der FCB Ende Februar gegen den Tabellensechsten SV Neresheim in die Rückrunde, ehe dann auswärts der Absteiger Türkspor Neu-Ulm folgt. Der Weg zum Klassenerhalt wird zwar kein einfacher werden, aber dem sei man sich im Blaubeuren bewusst. Auch hoffe man auf weitere Sponsoren-Unterstützung, die dem FC helfen könnten.

Aufrufe: 024.1.2023, 18:51 Uhr
Nicolas BläseAutor