
Das sehenswerte 1:0-Siegtor im Derby gegen den 1. FC Düren am Freitagabend war für Marc Kleefisch, seit 2019 für den FC Wegberg-Beeck am Ball, sein 19. Saisontor. Der 26-Jährige hat also noch gute Chancen, sogar Liga-Torschützenkönig zu werden, liegt aktuell auf Platz zwei hinter Frechens Patrick Friesdorf (22 Tore). Für den ist die Saison nach einem Kreuzbandriss aber bereits beendet.
Gut möglich also, dass sich Kleefisch als Torschützenkönig aus Beeck verabschieden wird. Denn am Saisonende ist für ihn beim FC Schluss. „Ja, nach sieben sehr schönen Jahren werde ich Beeck im Sommer verlassen“, bestätigt er auf Nachfrage.
Das gilt auch für zwei weitere Topspieler: Justin Hoffmanns geht dann ebenso wie Niklas Koppitz. Bei Letzterem steht auch schon der neue Verein fest: Der Mittelfeldspieler bleibt in der Liga, spielt künftig für den 1. FC Düren. „Vor dem Derby wollte ich das noch nicht bekannt geben, jetzt aber kann es auch offiziell werden“, sagt der 26-Jährige, der in Düren-Niederau wohnt und es künftig also erheblich kürzer zu Training und Heimspiel haben wird.
Umgekehrt meldet Beeck auch den nächsten Zugang: Von Landesligist Union Schafhausen kommt Mittelfeldspieler Andi Seferi. Der 24-Jährige spielte bereits einige Jahre in der Beecker Jugend. Für den VfL Vichttal, 1. FC Mönchengladbach und Schafhausen kickte der gebürtige Erkelenzer insgesamt 68-mal in der Mittelrhein- und Oberliga.
Vor dem Wochenende hatten zudem schon zwei weitere erfahrene Spieler ihren Weggang am Saisonende erklärt – bei beiden steht der neue Klub auch schon fest: Abwehrchef Nils Hühne, seit 2018 in Beeck, wechselt gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Friedel Henßen zum A-Ligisten SC Selfkant, der als Vizemeister eventuell noch aufsteigen könnte. Henßen wird dort Trainer. Und Kai Bösing heuert bei Bezirksligist Concordia Oidtweiler an.
Kleefisch macht keinen Hehl daraus, dass er sehr gerne noch einmal Regionalliga spielen würde. „Einige lose Anfragen hat es bislang auch schon gegeben, einige Vereine haben mich auf dem Schirm. Es gibt aber noch nichts Konkretes“, führt er dazu aus – und bestätigt aber, dass der 1. FC Bocholt zumindest Interesse an ihm bekundet hat. Sein Beruf als Angestellter bei der Agentur für Arbeit sei da jedenfalls kein Hindernis – auch wenn tagsüber trainiert werde. „Als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst hat man zum Beispiel die Möglichkeit, sich für ein Jahr beurlauben zu lassen“, führt „Klee“ aus. Einen Wechsel innerhalb der Mittelrheinliga schließe er aus, erklärt er auf Nachfrage.
Warum er aber definitiv Beeck verlassen werde, habe zwei Gründe: „Die Kaderstruktur der künftigen Beecker Mannschaft ist ja noch sehr ungewiss. Sicher dürfte aber sein, dass die Regionalliga da kein Ziel mehr ist, das Team also nicht ganz oben mitspielen wird. Mich reizt es ehrlich gesagt aber nicht so sehr, in Beeck nur um einen Mittelfeldplatz mitzuspielen. Dafür ist mir der Aufwand, den ich betreibe, einfach zu hoch. Ich wohne in Niederzier und nach Beeck sind es schon 40 Minuten Fahrtzeit für eine Strecke“, so Kleefisch, der das gerne auf sich genommen habe, solange es um den Sprung in die Regionalliga ging. Er habe sich in Beeck immer sehr wohlgefühlt: „Nach sieben Jahren würde mich nun auch einfach mal was Neues reizen“, betont er.