
Rot-Weiss Essen musste gegen Energie Cottbus einen herben Rückschlag im Aufstiegskampf der 3. Liga hinnehmen. Das Comeback im Stadion der Freundschaft, angetrieben durch Tolcay Cigercis Hattrick, machte den Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz zunichte. Uwe Koschinat nimmt aber nicht nur Negatives mit zurück in den Pott.
Eine Augenweide, wie es ein Fußballspiel nur sein kann: Im Nachgang der Partie hatten Uwe Koschinat und Claus-Dieter „Pele“ Wollitz nur Lobeshymnen für das Spitzenspiel des 34. Spieltags übrig. „Kompliment an „Pele“ und seine Mannschaft für ein – aus meiner Sicht – herausragendes Spiel“, lobt Koschinat, während der Energie-Coach von „Werbung für den Fußball im Allgemeinen“ spricht.
Der Spieler, der eine unglaubliche Show auf den Rasen gezaubert hat, heißt Tolcay Cigerci. Keine zehn Minuten brauchte der 17-Tore-Mann, um ein 1:3-Rückstand in eine 4:3-Führung zu verwandeln. Dabei war ein Tor schöner als das andere. Sein direkter Freistoß zum Ausgleich rutscht ins lange Eck und sein drittes Tor in neun Minuten schlägt aus 18 Metern im rechten Knick ein. Bei MagentaSport schwärmt Koschinat von Cigerci, den RWE im Winter eigentlich an die Hafenstraße locken wollte: „Er ist eigentlich zu gut für diese Liga.“
Normalerweise verspielt ein Spitzenteam wie Rot-Weiss Essen keine zwei-Tore-Führung – wie konnte das also passieren? Koschinat hat eine Antwort: „Die Chancen der Cottbusser wurden immer größer und auch mit dem Anschlusstreffer belohnt. Dann konnten wir das Ganze einfach nicht mehr aufhalten, weil wir gemerkt haben, dass sie alle daran glauben, dieses Spiel noch zu drehen. Insgesamt müssen wir über einen verdienten Cottbus-Sieg reden. “, erklärt der RWE-Coach.
Für die Aufstiegsambitionen, die Koschinat nach dem Schweinfurt-Sieg ausgerufen hat, müssen in den verbleibenden vier Spielen Siege her. Gut, dass Uwe Koschinat genau deswegen auch Positives aus der Niederlage ziehen kann: „Das hat heute auch einfach gezeigt, dass du als Mannschaft, wenn du was erreichen willst, in keiner Sekunde zweifeln darfst und du musst immer alles in die Waagschale werfen, um Spiele auf deine Seite zu ziehen. Das sollten wir in die letzte Phase der Saison mitnehmen.“
Mit dem SC Verl kommt am 37. Spieltag zumindest noch ein echter Kracher an die Hafenstraße, der sich unter Umständen sogar noch Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen darf. Ansonsten sind es Energie Cottbus und MSV Duisburg, die mit einem Punkt Rückstand auf einen weiteren RWE-Patzer hoffen, sowie Hansa Rostock, die durch ein Unentschieden nun vier Punkte aufzuholen hat.
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