2026-06-03T09:07:03.210Z

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Nach Durchmarsch in die Landesliga: Coach Grigoriadis verlässt Turnerbund

Sheeva Seyfi mit 38 Toren

von Sarah Georgi · Heute, 19:00 Uhr · 0 Leser
Gemeinsam stehen sie für den Erfolg beim TSV Turnerbund München: Trainer Lazaros Grigoriadis und Sheeva Seyfi.
Gemeinsam stehen sie für den Erfolg beim TSV Turnerbund München: Trainer Lazaros Grigoriadis und Sheeva Seyfi. – Foto: Sascha Hecken

Der TSV Turnerbund hat den Titel in der Bezirksoberliga geholt. Damit geht die Geschichte des aufstrebenden Teams weiter – von nun aber ohne den Meister-Coach.

„Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist!“, so Trainer Lazaros „Laza“ Grigoriadis, als er Fussball Vorort/FuPa Oberbayern von seinem Abschied als Trainer der Damen des TSV Turnerbund München erzählt. Am vergangenen Wochenende hatte Sheeva Seyfi Turnerbund mit einem Fünferpack in die nächste Liga geschossen – damit war nicht nur der dritte Meistertitel in Folge perfekt, sondern auch der Aufstieg in die Landesliga. Gegen den FC Markt Schwaben lieferte man sich in dieser Saison den Kampf um den Meistertitel.

Grigoriadis begleitete die Frauen-Mannschaft des TSV Turnerbund seit 19 Jahren

Wobei, von einem Kampf kann gar nicht die Rede sein. Zumindest nicht zu Saisonbeginn. „Wir hatten diese Saison auf gar keinen Fall vor, aufzusteigen“, erzählt der Coach. „Wir wollten nach den zwei Aufstiegen eine ruhige Runde spielen, ohne Druck, ohne gar nichts. Einfach nur Spaß am Fußball haben!“ Am Ende war die Mannschaft dann aber doch wieder die erfolgreichste der Liga.

Aus 22 Spielen holte man 56 Punkte, nur zwei Spiele gingen verloren. Top-Torjägerin Sheeva Seyfi, die spätestens nach ihrem Abenteuer beim FC Bayern im Münchner Fußball bekannt ist, schoss 38 der 79 Tore und war damit wieder uneinholbar die beste Torschützin der Liga. Doch nicht nur sie wusste vorn zu überzeugen, auch die Defensive hielt die Gegner vom eigenen Tor fern.

„Die Mädels sind eine eingeschworene Einheit. Sie gehen über die Schmerzgrenzen hinaus und ordnen sehr viel dem Fußball unter. Das ist nicht selbstverständlich.“

Trainer Lazaros Grigoriadis weiß um den Ehrgeiz seiner Truppe.

Die Mannschaft, die generell eine etwas ältere Mannschaft sei, so Grigoriadis, ist seit Jahren zusammen und schuftet hart für den Erfolg. „Die Mädels sind eine eingeschworene Einheit. Sie gehen über die Schmerzgrenzen hinaus und ordnen sehr viel dem Fußball unter. Das ist nicht selbstverständlich. In der Kreisliga nicht, in der Bezirksliga nicht, aber auch nicht in der Bezirksoberliga“, so der Trainer. Er kennt sich aus im Frauenfußball. Seit 20 Jahren existiert die Frauenmannschaft beim Turnerbund, seit 19 Jahren ist Grigoriadis dabei.

„Zwei Mannschaften, aber ein Team“: Gemeinschaft beim TSV Turnerbund

Er hat die Mannschaft in der Freizeitliga trainiert und von der A-Klasse Schritt für Schritt nach oben gebracht. Zwischendurch war man „in der Kreisliga gefesselt“, ehe 2023/24 der Aufstieg glückte. Parallel trainierte er auch noch eine Jungenmannschaft im Verein.

Inzwischen gibt es bei Turnerbund nicht nur eine Frauenmannschaft, sondern seit dieser Saison sogar zwei – auch am Nachwuchs wird gearbeitet. Die zweite Mannschaft trat in dieser Saison in der A-Klasse an und holte sich prompt den Titel. Mehr als 100 geschossene Tore, nur eine Niederlage am grünen Tisch, als man am zweiten Spieltag nicht gegen den ESV Freimann II antrat.

Coach Grigoriadis setzt immer wieder auf die Unterstützung von der zweiten Mannschaft, wie im Pokalspiel gegen Langengeisling, als viele Spielerinnen fehlten. „Der Unterbau ist unheimlich wichtig. Wir trainieren teilweise zusammen und leben das auch – zwei Mannschaften, aber ein Team“, erzählt der 40-Jährige.

Apropos Pokal. Der Turnerbund hat in dieser Saison das Triple geholt. Neben der Meisterschaft gewann das Team in dieser Saison sowohl den Kreispokal als auch erneut den Bezirkspokal. Für den Coach endet die Geschichte als Trainer des TSV Turnerbunds an dieser Stelle, für die Mannschaft wird sie weitergehen. Nach drei Meisterschaften in Folge in der Landesliga.