2026-03-25T14:09:28.761Z

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Nach Bier-Attacke - Hirsch sauer: "Die Grenze ist überschritten"

Der MSV Duisburg steht im Niederrheinpokal-Finale. Gesprächsthema Nummer eins war bei Trainer Dietmar Hirsch aber die Bier-Attacke auf seine Frau.

von Marcel Eichholz · Heute, 21:02 Uhr · 0 Leser
Dietmar Hirsch sieht einen Sieg seiner Mannschaft.
Dietmar Hirsch sieht einen Sieg seiner Mannschaft. – Foto: Markus Verwimp

Aus sportlicher Sicht hat der MSV Duisburg die Pflichtaufgabe im Halbfinale um den Niederrheinpokal gelöst. Beim 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Bocholt behielt die Mannschaft von Cheftrainer Dietmar Hirsch zwar die Oberhand, musste dafür aber durch die Verlängerung gehen. Für den Trainer war ein Thema aber viel wichtiger: Seine Frau wurde auf der Tribüne mit Bier übergossen und angegangen. "Da ist für mich eine Grenze überschritten", sagte ein sichtlich angefasster Übungsleiter nach der Partie.

Es wirkte ein wenig surreal. Hirsch arbeitete auf der Pressekonferenz den sportlichen Teil des zuvor Gesehenen mit wenigen Sätzen ab - und holte dann tief Luft. "Ohne irgendwem nahetreten zu wollen glaube ich, dass ich als Trainer hier in den vergangenen Jahren die erfolgreichste Zeit hatte. Mit meinem Co-Trainer und der dazugehörigen Mannschaft haben wir unglaublich viel geleistet. Ich glaube ganz fest, dass wir durch diese Erfolge und die ganze Arbeit drumherum, ein wenig Respekt verdient haben", leitete der 54-Jährige ein.

"Ich habe es nach dem Spiel in der Regionalliga hier bewusst nicht gesagt, aber was damals und auch heute wieder an Worten von den Rängen gekommen ist, auch von Leuten, die dir sonst auf die Schultern geklopft haben, da sollten sich einige gewaltig hinterfragen", führte er weiter aus. Was ihn aber am meisten ärgerte, waren die Attacken auf seine Familie. "Meine Frau saß auf der Tribüne und hat sich natürlich am Ende auch gefreut, dass wir gewonnen haben. Dass sie dann mit Bier beschmissen und meine Familie angegangen wird, da ist für mich die Grenze des guten Geschmacks überschritten. Meine erwachsenen Kinder weinen, weil ihre Mutter mit Bier überschüttet wird. Gerade bei unserer Vergangenheit hier in Bocholt, ist da für mich eine Grenze überschritten und mit Dankbarkeit hat das nichts zu tun", unterstrich Hirsch.

Bevor Hirsch im Sommer 2024 zu seinem Herzensverein nach Duisburg wechselte, war er ein Jahr lang für die "Schwatten" verantwortlich. Nach der Herbstmeisterschaft musste der FCB in der Rückrunde Alemannia Aachen ziehen lassen, beendete die Saison in der Regionalliga West aber dennoch auf einem starken zweiten Platz. In der Folge hatte Hirsch immer respektvoll über Bocholt gesprochen und die positiven Erinnerungen hervorgehoben. Dies dürfte nun einen gewaltigen Knacks erlitten haben. Bocholts Pressesprecher, Benjamin Kappelhoff, entschuldigte sich im Namen des Vereins und kündigte eine interne Aufarbeitung der Ereignisse auf. Die Freude über den Finaleinzug war zumindest für den Duisburger Übungsleiter mächtig getrübt.

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