2026-04-15T05:02:58.337Z

Allgemeines

Nach Bezirksliga-Rückzug: Offener Brief des Bezirksvorsitzenden

Aktuelle Informationen kommen aus dem Fußballbezirk Enz/Murr.

von red/pm · Heute, 11:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Joachim Koschler

Nach einem Rückzug in der Bezirksliga Enz/Murr kam es zum Unmut und zu Irritationen. Folgende Informationen werden teilt dazu der Fußballbezirk Enz/Murr mit:

"Offener Brief des Bezirksvorsitzenden Enz/Murr

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Rückzug des AKV Ludwigsburg aus der laufenden Spielrunde der Bezirksliga sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Tabelle – insbesondere das Ausscheiden bereits ausgetragener Spiele aus der Wertung – haben verständlicherweise zu Irritationen und Unmut geführt.

Die Spielordnung sieht für diesen Fall jedoch eine klare und für alle Vereine gleichermaßen geltende Regelung vor: Erfolgt ein Rückzug oder eine Disqualifikation nicht innerhalb der letzten vier Spieltage, werden sämtliche Ergebnisse der laufenden Runde annulliert. Nur bei einem Rückzug/Disqualifikation innerhalb der letzten vier Spieltage bleiben die bereits gespielten Partien bestehen; ausstehende Begegnungen werden dann mit 3:0 gewertet.

Gleiches gilt für die unmittelbar danach eintretende Spielberechtigung der betroffenen Spieler für andere Vereine, sofern innerhalb des Vereins keine weitere Mannschaft besteht, die eine sportliche Betätigung ermöglicht.

Unabhängig von diesem konkreten Fall ist jedoch festzustellen, dass sich entsprechende Situationen in den vergangenen Jahren häufen. Vereine sehen sich teilweise mit einem plötzlichen Wegfall von Spielern oder finanziellen Mitteln konfrontiert und versuchen unter schwierigen Rahmenbedingungen, die Saison dennoch zu Ende zu spielen.

Sowohl ein Rückzug als auch ein sportlich erzwungener Notbetrieb können jedoch in gleicher Weise zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.

In der Folge wird der Ruf nach weitergehenden Regelungen durch den Verband laut.

Dies steht allerdings in einem gewissen Spannungsverhältnis zu den gleichzeitig häufig geäußerten Klagen über eine zunehmende Reglementierung.

An dieser Stelle sollte klar betont werden:

Unser Spielbetrieb lebt auch von der Eigenverantwortung der Vereine und einer realistischen Einschätzung der eigenen sportlichen und organisatorischen Leistungsfähigkeit – nicht von kurzfristigen Ausnahmeregelungen für Einzelfälle.

Als Bezirksvorsitzender möchte ich daher ausdrücklich darauf hinweisen, dass Veränderungen der bestehenden Ordnungen über den vorgesehenen demokratischen Weg erfolgen können.

Vereine, die Anpassungsbedarf sehen, sind aufgerufen, sich frühzeitig untereinander abzustimmen und entsprechende Anträge beim Bezirkstag 2027 einzubringen.

Sofern ein solcher Antrag dort eine Mehrheit findet, wird er an den Verbandstag 2027 weitergeleitet und kann bei positiver Beschlussfassung Eingang in die Ordnungen und Satzungen finden.

Der Bezirk steht hierbei unterstützend zur Seite und bietet sich ausdrücklich als Gesprächs‑ und Sparringspartner an.

Ingo Ernst
Bezirksvorsitzender
Bezirk Enz/Murr