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Wie geht es nun bei C.R.E.U. Höchst weiter? Der A-Ligist muss unter anderem den Abgang seines Top-Stürmers Marcel Díaz Aptiev kompensieren.
Wie geht es nun bei C.R.E.U. Höchst weiter? Der A-Ligist muss unter anderem den Abgang seines Top-Stürmers Marcel Díaz Aptiev kompensieren. – Foto: Marcel Lorenz - Archiv

Nach Abgang vom 62-Tore-Stürmer: So geht es bei C.R.E.U. weiter

A-Ligist muss "Lenkrad" Marcel Díaz Aptiev ersetzen +++ Franco Grillo als neuer Cheftrainer +++ Mittelfeldplatz als Saisonziel

Hoechst. Nachdem bereits seit einigen Wochen feststeht, dass Marcel Díaz Aptiev (62 Treffer in der Vorsaison) künftig für den Ligakonkurrenten SC Eschborn auf Torejagd gehen wird, steht C.R.E.U. Höchst nun vor einer Herkulesaufgabe. Schließlich war der 30-jährige Spanier in der vergangenen Saison an mehr als der Hälfte aller Höchster Saisontore beteiligt. "Es ist schade, dass Marcel gegangen ist, ihn zu ersetzen wird schwer und ist schwer", sagt Franco Grillo über seinen ehemaligen Mitspieler. Denn Grillo, der in der vergangenen Saison noch C.R.E.U. als Kapitän aufs Feld geführt hat, übernimmt in der kommenden Spielzeit den Cheftrainer-Posten beim A-Ligisten.

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"Wir haben immer noch Kontakt zu Marcel und wir wollen nur das beste für ihn. Bei unseren Veranstaltungen ist er weiterhin herzlich eingeladen", betont Franco Grillo, der neuer Trainer der Spanier. Mit einigen Spielern des aktuellen Kaders - unterstrich Díaz Aptiev zudem selbst - sei er immernoch eng befreundet und sein Wechsel zum SC Eschborn sei ihm "nicht einfach" gefallen.

Díaz Aptiev als "Lenkrad" der Mannschaft

"Marcel war in unserem Spiel wie ein Lenkrad, er hat den Takt unseres Spiels vorgegeben. Nun müssen wir unsere Spielweise komplett umändern", sagt Grillo. Mit Díaz Aptiev agierten die Spanier oftmals in der A-Liga mit nominell einer Spitze - dies soll laut Grillo auch weiterhin Bestand haben. Jedoch soll künftig mehr Gefahr aus dem Mittelfeld ausgestrahlt werden. "62 Tore zu ersetzen ist natürlich eine Hausnummer. Wir versuchen das aber als Team aufzufangen", sagt Grillo. Mit Fabio Grillo, der in der abgelaufenen Saison 50 Scorerpunkte beisteuerte, steht dabei schon ein potenzieller Kandidat in den Startlöchern.

Grillo als neuer Cheftrainer

"Ich wollte das schon länger machen", unterstreicht Grillo die Ambitionen als Trainer an der Seitenlinie zu stehen. Diese Möglichkeit konnte C.R.E.U. dem 33-jährigen Italiener nun ermöglichen. Antonio Cestaro, der die beiden vergangenen Spielzeiten als Trainer bei den Spaniern fungierte, werde Grillo nach eigenen Angaben zwar noch zur Seite stehen - jedoch nur in unterstützender Rolle. Mit Keeper Fabrizio Scotognella (Viktoria Sindlingen), Mittelfeldmann Fabio Moreira Fernandes (SC Eschborn) und Dehan Hetti Pathieannehelage (A-Jugend Viktoria Sindlingen) verkündete C.R.E.U. bereits drei Neuzugänge. Ivan Robado Pino und Alessio Meyer werden zudem aus der zweiten Mannschaft hochgezogen, die in der kommenden Runde wieder in der D-Liga an den Start gehen wird. Für Grillo steht vor allem die Disziplin seiner Schützlinge im Vordergrund: "Wir haben viele Einzelspieler, die gut sind und die Jungs machen die Vorbereitung gut mit. Diesmal wird die Vorbereitung ein bisschen ernster und wir wollen, dass jeder pünktlich kommt und diszipliniert ist", sagt Grillo.

"Oben mitspielen wird schwer"

Nach Platz fünf in der Vorsaison spielten die Spanier eine gute Rolle in der A-Liga Main-Taunus. Besonders in der Offensive konnte C.R.E.U. glänzen - mit 134 Toren stellten die Höchster die zweitmeisten Tore der Liga. In Sachen Ambitionen für die anstehende Spielzeit hält sich Grillo jedoch zunächst bedeckt: "Oben mitspielen wird dieses Jahr schwer. Für uns geht es eher um einen Mittelfeldplatz. Eine Menge Arbeit liegt vor uns." In einer "anspruchsvollen A-Liga" sieht der neue Coach den SC Eschborn, dem sich Díaz Aptiev bekanntermaßen anschloss, als Favoriten an. "Ich bin schon enttäuscht, wenn die nicht aufsteigen", sagt Grillo. Auch bei den beiden Aufsteigern VfB Unterliederbach II und dem TV Wallau rechnet Grillo mit einer guten Platzierung am Ende der Runde.

Aufrufe: 012.7.2024, 16:00 Uhr
Lauris OmmertAutor