Zum Schluss passte es dann doch noch. Nach allzu großzügigem Auslassen von Torchancen sicherte sich Fußball-Landesligist SV Eilendorf im Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Erkelenz den 2:1-Sieg. Hätte der Gastgeber im Stadion an der Halfenstraße schon vor der Pause „ernst“ gemacht, wäre er mindestens mit einem 3:0 in die Kabine gegangen. So sah das jedenfalls Eilendorfs Trainer Jasmin Muhovic.
Dabei spielte er auf Möglichkeiten an, die schon nach fünf Spielminuten erste Einschläge im Erkelenzer Kasten vermuten ließen. Justus Schulte scheiterte aber ebenso wie sein Kollege Festim Ljuma, der einen Kopfball nach Flanke von Kian Soleimankhani neben das Tor setzte. Eilendorf drückte in der ersten Halbzeit des Spiels, dem vor allem Soleimankhani mit seinem Offensivdrang den Stempel aufdrückte.
Erkelenz befreite sich aus der Umklammerung nach gut 30 Minuten und kam noch zu zwei, drei Torchancen vor der Pause. Katzim Balin, SCE-Spielmacher Marcel Nickels und auch Robin Louis scheiterten in aussichtsreicher Position. „Leider sind wir in der zweiten Halbzeit durch einen eigenen Fehler in Rückstand geraten“, beklagte SC-Trainer Pascal Thora nach einem Missgeschick in der 49. Minute. Soleimankhani luchste einem Erkelenzer Abwehrspieler den Ball ab und überwand auch Keeper Jacomo Patza zum 1:0-Führungstreffer für den Gastgeber.
Sieben Minuten nach diesem Fehler war die Erkelenzer Welt aber wieder in Ordnung, Marcel Nickels verwandelte einen Eckball direkt zum Ausgleich (56.). Dieses Unentschieden hätte SCE-Trainer Thora gerne „mit nach Hause genommen“. Aber die Gastgeber drückten nun und hatten zwei weitere sehr gute Möglichkeiten, die erneute Führung zu erzielen. Yannik Younga scheiterte zweimal.
Dann hatte Jasmin Muhovic das goldene Händchen. Er wechselte Tim Beckers ein, der in der 77. Minute per Kopfball die überfällige Führung erzielte. Zweimal vergaben die Gastgeber danach das mögliche 3:1. „Heute hat eine sehr spielstarke Truppe gegen uns als Aufsteiger gewonnen“, räumte Thora an. Allerdings monierte er auch, „dass meine Jungs „nicht wach genug waren“. Damit kreidete der Trainer seinen Spielern an, dass es ihnen nicht gelungen war, das Unentschieden zu verteidigen und sie letztlich dann doch den Siegtreffer zuließen. Dass dieser erst gegen Ende der Partie fiel, sah Muhovic mit einem Augenzwinkern. Eilendorfs Trainer meinte: „Wir haben es unnötig spannend gemacht.“ Was für sein Gegenüber Thora „bitter“ war, sah Muhovic als „verdient“ an.
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