2025-04-02T15:12:16.030Z 1743718555621

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Malek Fakhro blieb gegen Hamborn ohne Torerfolg.
Malek Fakhro blieb gegen Hamborn ohne Torerfolg. – Foto: Marcel Eichholz

MSV-Kantersieg kann Abschlussschwäche nicht verdecken

Niederrheinpokal: Die Sportfreunde Hamborn 07 sind im Niederrheinpokal ausgeschieden. Beim MSV Duisburg unterlagen die Löwen deutlich.

Viel Tradition stand in der 2. Runde des Niederrheinpokals im Wedaustadion auf dem Platz. Der MSV Duisburg traf im Stadtderby auf die Sportfreunde Hamborn 07. Das ganz große Fußballfest sollte es aber nicht werden, auch wenn am Ende das Ergebnis deutlich ausfiel. Über gut 75 Minuten hielten die Gäste dagegen, profitierten auch von einer eklatanten Abschlussschwäche der Zebras.

Dass der MSV die Partie gegen Hamborn nicht auf die leichte Schulter nehmen wollte, wurde bereits beim Blick auf die Aufstellung deutlich. Nur vier Änderungen nahm Cheftrainer Dietmar Hirsch im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf vor. Unter anderem stand Kevin Kunz zwischen den Pfosten und der am Freitag verpflichtete Kilian Pagliuca kam zu seinem Pflichtspiel-Debüt. Außerdem begannen Jihad Boutakhrit und Leon Müller. Auf dem Platz taten sich die Zebras dann aber sichtlich schwer gegen den Landesligisten. Zwar hatten die Hausherren viel Ballbesitz, konnten daraus aber nur wenig Kapital schlagen.

Schon nach drei Minuten brachte Jakob Bookjans einen Chipball in den Strafraum, doch Zielspieler Boutakhrit konnte den nicht erreichen. Auch die Flanke von Pagliuca hinter die Abwehrreihe fand keinen Abnehmer in der Mitte (7.). Die Führung erzielen müssen hätte Malek Fakhro eine Minute später, als er allein vor Marian Ograjensek auftauchte, den Löwen-Schlussmann aber nicht überwinden konnte. Zum ersten Abschluss für die Gäste kam Metehan Türkoglu nach zehn Zeigerumdrehungen, doch er konnte nicht platziert auf das Tor schießen. In der Folge passierte wenig. Der MSV ließ einige Gelegenheiten nach Eckbällen liegen und auch die sonstigen Offensivaktionen strahlten wenig Gefahr aus. Dadurch wurden die Hamborner zunehmend mutiger.

Harte Kost für Zuschauer

Etwas mehr als eine halbe Stunde war schließlich absolviert, als der MSV die Führung erzielen konnte. Pagliuca fand Can Coskun auf der linken Seite. Der Flügelflitzer passte flach in die Mitte, Fakhro ließ durch und Jan-Simon Symalla musste nur noch den Fuß hinhalten (32.). War die Führung in Dingden der Dosenöffner, passierte in Duisburg bis zur Pause nicht viel mehr. Coskun platzierte das Spielgerät aus spitzem Winkel direkt in den Armen von Ograjensek (38.), auf der Gegenseite war die Flanke von Joel Bayram so verunglückt, dass der Ball meterhoch über dem Querbalken ins Toraus ging (40.). Kurz darauf war die Partie für den Hamborner beendet, nachdem er nach einem Kopfball-Duell mit Tobias Fleckstein nicht mehr aufstand und vom Feld getragen werden musste. Julian Keibel ersetzte ihn kurz darauf.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht besser. Der MSV fuhr Angriff um Angriff, doch ohne Ertrag. Zwischenzeitlich betrug das Eckenverhältnis 10:0 zu Gunsten der Gastgeber. Erwähnenswert war keine von ihnen. Nach 62 Minuten reagierte Hirsch und wechselte gleich dreifach. Für Montag, Pagliuca und Kapitän Alexander Hahn war der Arbeitstag beendet, Joshua Bitter, Steffen Meuer und Franko Uzelac kamen als frische Kräfte. Auf das Spiel wirkte sich das zunächst jedoch kaum aus. Bitter konnte dann immerhin das Außennetz prüfen (72.), ehe das MSV-Offensivfeuerwerk begann.

Offensivfeuerwerk in der Schlussphase

Meuer fasste sich ein Herz und zog aus 25 Metern einfach mal ab. Der Keeper konnte nicht parieren und es stand 2:0 (74.). Dann kamen die furiosen 120 Sekunden von Patrick Sussek, der inzwischen für Boutakhrit dabei war. Im Strafraum ließ er zunächst seinen Gegenspieler stehen und versenkte das Spielgerät im langen Eck (75.), dann stand er nach flacher Hereingabe am zweiten Pfosten genau richtig und erhöhte auf 4:0 (77.). Symalla stellte wenig später auf 5:0. Er drang in den Strafraum ein, legte sich den Ball eigentlich zu weit vor, konnte dann aber noch mit der Fußspitze das Spielgerät am Keeper vorbei in die Maschen bugsieren (81.).

Was bleibt am Ende? Der MSV Duisburg ist im Niederrhein weiter ohne Gegentor und nach zwei Siegen gegen Landesligisten im Achtelfinale. In Erinnerung dürfte die Abschlussschwäche der Zebras bleiben, die zahlreiche gute Gelegenheiten und unzählige Standards nicht in etwa sZählbares ummünzen konnten.

Aufrufe: 07.9.2024, 13:48 Uhr
Marcel EichholzAutor