
Vorweg: Der MSV Duisburg ist noch mitten drin im Aufstiegsrennen der 3. Liga. Nur zwei Punkte beträgt der Rückstand der Zebras auf den direkten Aufstiegsplatz, die Ergebnisse der vergangenen Wochen haben indes nicht immer gepasst. Zuletzt gab es eine herbe 1:5-Klatsche beim Mit-Aufstiegskandidaten FC Hansa Rostock. Am Sonntag geht es gegen den TSV 1860 München, der zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten geholt hat (16.30 Uhr, FuPa-Liveticker). Eine Mammut-Aufgabe für die Duisburger.
Ganz froh war MSV-Coach Dietmar Hirsch im Pressegespräch am Freitagmittag über die jüngsten Resultate in der Champions League. "Da waren Sachen bei, die du so auch nicht einfach erklären kannst", sagt der Übungsleiter. Zehn Tore des FC Bayern München im Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo oder sieben des FC Barcelona allein im Rückspiel gegen Newcastle United haben in der Tat für Erstaunen gesorgt, gerade wo es in der K.o.-Phase gegen die Elite des europäischen Fußballs geht.
Bis dahin ist es für den MSV noch ein weiter Weg, auch wenn die Fans schon von den "Zebras im Europacup" träumen. Aktuell sieht es gar so aus, dass der mögliche Durchmarsch verspielt wird. Die Aufstiegseuphorie an der Wedau ist dahin, besonders die eklatante Auswärtsschwäche der Meidericher treibt den Verantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn. Neben dem 1:5 in Rostock stechen vor allem das 1:6 in Wiesbaden und das 1:4 bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim hervor. Warum es dazu kam, kann Hirsch nicht genau benennen. Gleichwohl weiß er aber auch, dass Siege in Heimspielen allein nicht ausreichen werden. "Wir wollen oben bleiben", erklärt er kämpferisch.
Damit es gegen die Löwen wieder klappt, muss die Defensive stabilisiert werden. "Jeder spielt gerne Fußball und will Tore schießen, aber wir müssen dann auch richtig verteidigen", sagt er. Die Art der Zweikampfführung sei da ein elementarer Baustein, ebenso wie das gesamte Verhalten im Spiel gegen den Ball. "Wir müssen wieder diesen ekeligen Fußball spielen, bei dem der Gegner gar keinen Bock bekommt", fordert der 54-Jährige.
Mit dem TSV 1860 kommt eine der aktuell formstärksten Mannschaften der 3. Liga an die Wedau. Vor dem torlosen Unentschieden gegen Wehen Wiesbaden am vergangenen Wochenende siegten die Münchner fünfmal in Serie. "Sie sind sehr stabil und bekommen wenige Gegentore. Sie überlassen dem Gegner oft den Ball, sind dann aber im Umschaltmoment rasend schnell, zudem extrem gefährlich bei Standards", erläutert Hirsch die Erkenntnisse aus der Gegnerbeobachtung. Seine Mannschaft kann am Sonntag wieder auf die Unterstützung der eigenen Anhänger bauen. Mit mehr als 23.000 Zuschauern rechnet der Verein.
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