
Klar waren die Rollen vor dem Anpfiff verteilt. Für Aufstiegskandidat MSV Duisburg zählte gegen die massiv abstiegsbedrohten Gäste des TSV Havelse nur ein Sieg. Entsprechend schwungvoll starteten die Zebras auch in die Partie, um dann aber mit einem Rückstand in die Pause zu gehen. Mit viel Schwung ging es nach dem Seitenwechsel weiter, ein Standard brachte die Duisburger schließlich wieder zurück in die Spur.
Der Anpfiff war kaum verklungen, als Patrick Sussek zu einem 70-Meter-Lauf ansetzte. Sein Pass fand schließlich Conor Noß, der aus halblinker Position das Tor nur knapp verfehlte. Die Marschrichtung war schon früh klar. Keine zwei Minute später sorgte Leon Sommer beinah für ein Eigentor, seine Kopfballabwehr ging haarscharf am eigenen Gehäuse vorbei. Unmittelbar darauf zog Sussek aus spitzem Winkel ab, doch auch sein Versuch ging daneben. In der Folge dominierte die Hausherren das Geschehen auf dem Feld. Havelse konnte der Duisburger Offensive kaum etwas entgegensetzen und führte doch aus dem Nichts auf einmal mit 1:0. Der Ex-Duisburger Robin Müller war zunächst an zwei gefährlichen Szenen beteiligt, der Führungstreffer ging dann aber auf das Konto von Arlind Rexhepi. Nach Vorlage von Julius Düker vollendete der TSV-Angreifer einen perfekt vorgetragenen Konter mit dem 1:0 (20.).
Die Hausherren wollten gleich antworten. Ein langer Ball von Kapitän Alexander Hahn fand im Strafraum Lex-Tyger Lobinger, der sich um die eigene Achse drehte und direkt abzog. Sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei ins Toraus (21.). Keine zwei Minuten später war es erneut der Angreifer, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Das leere Tor traf er aber nicht, da ein Verteidiger auf der Linie noch dazwischen grätschen konnte. Im weiteren Spielverlauf kam Havelse zu mehr Anteilen. Rexhepi hatte nach dem ersten Eckball der Niedersachen das 2:0 auf dem Schlappen, er konnte aus einer indisponierten MSV-Defensive aber kein Kapital schlagen (34.). Bis zur Pause gelang es den Zebras nicht mehr, die Kontrolle zurückzuerlangen oder den Ausgleich zu erzielen.
Ohne personelle Wechsel ging es nach dem Pausentee weiter. Duisburg kam mit viel Schwung aus der Kabine und konnte mit Lobinger (48.) sowie Joshua Bitter gleich zwei Großchancen für sich verbuchen (50.). Kurz vor dem Anpfiff hatte der Verein die Vertragsverlängerung mit dem Rechtsverteidiger verkündet. Völlig allein stand Dominik Kother nach 55 Minuten. Mit dem schwächeren linken Fuß verzog er aus kurzer Distanz aber völlig. Nach 58 Zeigerumdrehungen wechselte MSV-Coach Dietmar Hirsch dann doppelt. Florian Krüger und Simon Symalla ersetzten Noß und Kother.
Ein Standard brachte die Duisburger schließlich wieder in die Spur. Sussek traft einen Freistoß von der Strafraumkante in Richtung des zweiten Pfostens, wo Tobias Fleckstein in die Höhe stieg und zum Ausgleich einköpfte (66.). Kurz darauf kam Jakob Bookjans für Leon Müller, was den unbedingten Siegeswillen nochmals untermauerte. Duisburg drückte immer stärker auf den Siegtreffer, doch die ganz klaren Torchancen blieben lange Zeit aus. Letztlich konnte der MSV in diesem wichtigen Spiel keinen Sieg holen und musste im Aufstiegsrennen einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Mit zwei Punkten Rückstand auf das Führungsduo belegen die Zebras den Relegationsrang drei.
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