
Die unfreiwillige Schaffenspause für Mohamed El Mimouni bliebt letztlich nur von kurzer Dauer. Wie der 1. FC Lintfort am Donnerstagabend verkündete, übernimmt der 41-Jährige das Amt des Hauptübungsleiters und ersetzt damit auch Thorsten Schikofsky, der ohnehin nur als Interimstrainer fungieren sollte.
Aus Sicht von Lintfort ist El Mimouni ein absoluter Hochkaräter, der sich in der Landesliga bislang ausgezeichnet zurechtfand. Den MSV Düsseldorf führte er bereits in der Saison 2021/22 zum Aufstieg. Ein Kunststück, dass kurz vor der Ziellinie mit dem FC Kosova nicht vergönnt war. Nach einer drei Spiele andauernden Durststrecke zogen die Verantwortlichen plötzlich die Reißleine.
El Mimouni sagte im Zuge dessen gegenüber der Rheinischen Post, er sei sich "zu eintausend Prozent sicher, dass wir es gemeinsam hätten schaffen können." Stattdessen entfiel bei Kosova die Entscheidung auf Shiqeri Alili, mit dem der angestrebte Aufstieg angegangen werden sollte.
Nun geht es für El Mimouni also nach Lintfort, dafür aber in der ungewohnten Landesliga-Gruppe 2: "Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Ich wollte mal in einen anderen Fußballkreis", sagte Mimouni der WAZ. "Lintfort bietet sehr gute Bedingungen und besitzt auch einige Talente." Gespräche mit El Mimouni und seinem neuen Verein verliefen demnach schnell wie überzeugend.
Für die verbleibenden vier Partien dürfte beim 1. FCL tabellarisch jedenfalls nicht mehr viel anbrennen. Der Klassenerhalt ist so gut wie sicher. Derzeit hegt das Team einen Sieben-Punkte-Vorsprung bis in die Abstiegszone, ein Dreier gegen Schlusslicht SpVgg Steele dürften auch die größten Lintforter Pessimisten beruhigt durchatmen lassen. Danach kann der aktuelle Coach Thorsten Schikofsky die Zügel also an seinen Nachfolger abtreten: "Traurig bin ich über die Entwicklung keineswegs. Mo ist ein sehr fähiger Trainer und passt ideal zur Mannschaft", verriet er.