2024-03-04T12:27:13.471Z

Allgemeines
– Foto: Jens Körner

Mit einer dominanten Spielweise auf dem Weg in die Oberliga

Der SV Fellbach um Coach Mario Marinic führt zur Winterpause die Verbandsliga an. Im FuPa-Interview mit dem Trainer werden die Ziele klar.

Mit dem SV Fellbach steht Trainer Mario Marinic aktuell auf dem ersten Platz der Verbandsliga Württemberg und hat bei einem Spiel weniger sogar drei Punkte Vorsprung. Der Deutsch-Kroate zieht nach eineinhalb Jahren in Fellbach eine positive Bilanz und gibt im FuPa-Interview Einblicke in seine Philosophie.

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Die fußballfreie Zeit ist jetzt größtenteils beendet. Wie hast Du die Winterpause genutzt?

Wir hatten unter anderem mit der Familie und meinen Schwiegereltern zehn wundervolle Tage auf Teneriffa und konnten so der Kälte ein wenig entkommen. Ich war sehr froh, dass ich meiner Ehefrau auch mal fleißig unter die Arme greifen durfte und sehr viel Zeit meinen Kinder widmen konnte. Dabei ist natürlich der eine oder andere Ball durchs Wohnzimmer geflogen. Ganz ohne Fußball ging es in der Zeit natürlich nicht. Diverse Spielergespräche standen an, die Trainingsplanung und Steuerung für die Vorbereitung, und im Verein wurden diverse Themen angestoßen.

Mit dem SV Fellbach stehst Du mit einem Spiel weniger und drei Punkten Vorsprung an der Spitze der Verbandsliga. Wo landet Dein Team am Ende der Saison?

Wir freuen uns, wenn wir auf die Tabelle schauen. Wir alle – die Mannschaft, das Trainerteam sowie die Vereinsverantwortlichen haben einen überragenden Job gemacht. Es ist auch ein Stück weit die Bestätigung der vergangenen eineinhalb Jahre, die wir nun schon zusammen gegangen sind. Aber es ist alles eine Momentaufnahme und es gilt weiterhin, die Hausaufgaben zu erledigen und nicht nachzulassen und am letzten Spieltag werden wir sehen, wo wir gelandet ist und, ob uns das weiterhin gelungen ist.

Was sind Deiner Meinung nach die Gründe für den sportlichen Erfolg in der Vorrunde?

Wir waren fußballerisch brutal dominant in unseren Spielen, was ich von meiner Mannschaft auch erwarte und meiner Philosophie entspricht. Dafür hat meine Mannschaft auch viel Lob und Anerkennung von den Gegnern geerntet. Wir möchten fußballerische Lösungen suchen und sehr variabel in unserem Spiel sein. Des Weiteren bekommen wir auch deutlich weniger Gegentore, was auch für das Spiel gegen den Ball spricht. Wenn man Tabellenführer ist, gibt es sicherlich wenig zu kritisieren.

Der SV Fellbach hat sich nach dem Aufstieg in die Verbandsliga 2019 beständig gesteigert. Ist es nun endlich soweit und Dein Team schafft den Sprung in die Oberliga?

Nach unserem 3. Platz in der Vorsaison war klar, dass die Favoritenrolle nach Fellbach geht. Unser Ziel ist und bleibt es, den letztjährigen Erfolg zu bestätigen und die Mannschaft und den Verein weiterzuentwickeln. Man kann sagen, dass wir dabei auf dem richtigen Weg sind. Wir bleiben demütig, bodenständig und weiterhin fleißig bei unserer Arbeit.

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Vor zwei Jahren hast Du selbst in der Oberliga für die TSG Backnang noch 25 Tore erzielt. Vermisst Du es selbst auf dem Platz zu stehen oder genügt Dir Deine Aufgabe an der Seitenlinie?

Alles im Leben ist endlich und ich darf sagen, dass ich mir kein schöneres Ende meiner Fussballerkarriere habe aussuchen können. Es war der perfekte Zeitpunkt dafür. Ich bin froh, bis fast 38 Jahre aktiv auf höchstem Niveau Fußball gespielt zu haben. Aber der zukünftige Weg als Trainer ist genau der, den ich mir gewüscht habe, auch wenn es in den Spielen und in der einen oder anderen Trainingsheit ordentlicht juckt in den Beinen. Ich bin heute der TSG Backnang dankbar dafür, mir den Einstieg in Trainergeschäft ermöglicht zu haben.

In Backnang und auch davor hast Du lange Jahre höherklassig gespielt. Wie sehr hilft Dir Deine Spielerkarriere nun auch als Trainer?

Unheimlich. Von jeder Station, von jedem Trainer habe ich viel lernen und mitnehmen dürfen. Positiv wie negativ. Anfangen hat das ganze beim VfR Aalen unter Rainer Scharinger, da ging für mich als Spieler der Blick bereits über den sogenannten Tellerrand hinaus.

Wie würdest Du Dich selbst als Trainer und die Art, wie Du Fußball spielen lässt beschreiben?

Ich überlasse wenig dem Zufall, bin schon der Perfektionist was Fluch und Segen sein kann. Ansonsten liebe ich es dominat in der Spielweise zu sein. Aber der heutige Fussball verlangt vor allem Kreativität, Flexibilät und Variabilät und viel Vertraunen in seine Mannschaft. Als Typ würde ich mich an Jürgen Klopp festhalten, sehr emotional und motivierend. An der Seitenline möchte ich nur eins, das Fussballspiel gewinnen und das lebe ich meiner Mannschaft auch vor.

Was sind deine persönlichen Ziele für das Jahr 2024?

Ziele im Leben sind wichtig, sowohl privater als auch sportlicher Natur, nur dann bist du messbar und vergleichbar. Ich möchte jeden Tag das Maximale rausholen und ein Vorbild sowohl für meine Familie und Kinder als auch für meinen Fussballverein sein, mich abends reflektieren und sagen, du hast heute alles dafür getan.

Aufrufe: 012.2.2024, 19:00 Uhr
Timo BabicAutor