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Mit Bruder wiedervereint: Bamenohl-Legende wird Co in der Bezirksliga

Ein Sauerländer Bezirksligist schlägt mal wieder bei der SG Finnentrop/Bamenohl zu.

von Tom Vieth · 20.11.2025, 12:28 Uhr · 0 Leser
Ungewohnt: Christopher Hennes trägt bald das Trikot eines Bezirksligisten.
Ungewohnt: Christopher Hennes trägt bald das Trikot eines Bezirksligisten. – Foto: Pawel Gralla

Vor knapp drei Wochen kündigte Christopher Hennes, Urgestein des Oberligisten SG Finnentrop/Bamenohl, nach über 25 Jahren inklusive Aufstiege von der Landes- bis in die Oberliga seinen Abschied vom Schloss Bamenohl an. Seine Schuhe gänzlich an den Nagel hängen wird der 31-Jährige aber nicht.

Wie am Mittwochnachmittag (19. November) offiziell wurde, wird Christopher Hennes zur Saison 2026/27 neuer spielender Co-Trainer bei der SG Serkenrode/Fretter aus der Bezirksliga Staffel 4. Die Spielgemeinschaft wird seit 2024 von seinem älteren Bruder Phillip Hennes, mit dem er jahrelang gemeinsam auf dem Platz stand, und von Tobias Kleppel, einer weiteren Bamenohler Vereinslegende und Rekordspieler, trainiert. Mit Finn Kremer wechselte zu Saisonbeginn ein weiterer Spieler mit Bamenohler Vergangenheit zur SG Serkenrode/Fretter.

Phillip Hennes "saß am längeren Hebel"

"Wir sind aufgrund der familiären Situation natürlich eh ständig im Austausch gewesen. Daher wusste ich eigentlich schon sehr früh von seinen Plänen, dass er aufgrund von Nachwuchs kürzertreten will", erklärt Phillip Hennes auf Nachfrage von FuPa Westfalen. "Ich habe sofort erkannt, dass das mit Serkenrode/Fretter passen könnte, weil er nicht nur weniger Aufwand haben, sondern auch ins Trainerbusiness reinschnuppern wollte. Da passt die Stelle bei uns eigentlich perfekt für ihn, das habe ich ihm immer wieder schmackhaft gemacht. Da saß ich natürlich am längeren Hebel anderen Vereinen gegenüber."

Dass das Trainerteam bald aus drei Spielertrainern bestehen wird, stört Phillip Hennes nicht. Im Gegenteil: "Mit Christopher haben wir jetzt nochmal einen Defensivspezialisten dabei. Tobi und ich sind gelernte Offensivspieler und ich glaube, dass Christopher unserer Defensive nochmal enorm guttun wird, allein was das Coaching auf dem Platz angehen wird. Ich glaube, wenn er neben den Abwehrspielern steht und sie auf dem Platz coachen kann, sei eh die Viererkette oder die Reihe davor, werden alle direkt merken, wie wichtig die Kommunikation ist und alle noch viel von ihm lernen können", ist sich Hennes sicher. "Ich glaube, das wird relativ schnell fruchten und man wird merken, dass man zwei, drei Kilometer weniger im Spiel laufen kann, wenn dich hinten raus jemand ordentlich coacht und du mit einfachen Metern die Wege zubekommen kannst."

Phillip Hennes, Christoper Hennes und Tobias Kleppel (von links nach rechts) stehen ab Sommer 2026 wieder gemeinsam auf dem Platz.
Phillip Hennes, Christoper Hennes und Tobias Kleppel (von links nach rechts) stehen ab Sommer 2026 wieder gemeinsam auf dem Platz. – Foto: Pawel Gralla

Christopher Hennes erklärt seinen Schritt zu SG Serkenrode/Fretter: "Nach einer langen und erfolgreichen Zeit in Bamenohl freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung, künftig als spielender Co-Trainer für Serkenrode/Fretter tätig zu sein. Für mich ist dies die ideale Konstellation: Ich kann von meinem Bruder Phillip sowie meinem langjährigen Mitspieler Tobias wertvolle Impulse aufnehmen und gleichzeitig meine eigene Erfahrung an die Mannschaft weitergeben."

Dass er bald wieder mit seinem jüngeren Bruder auf dem Platz stehen kann, freut Phillip Hennes sehr. "Ich habe seit 2013 zwölf Jahre lang in Bamenohl mit ihm zusammen gespielt. Ich kenne es eigentlich gar nicht anders, in den letzten anderthalb Jahren habe ich es eben kennengelernt ohne ihn. Aber ich freue mich darauf, dass es bald wieder soweit ist, und auch der Verein darf sich darauf freuen."