2024-04-20T08:00:28.265Z

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Der VfL Denklingen durfte am Wochenende einen knappen 2:1-Erfolg über DJK Pasing bejubeln.
Der VfL Denklingen durfte am Wochenende einen knappen 2:1-Erfolg über DJK Pasing bejubeln. – Foto: Markus Nebl

Mehr Pater Braun als Don Camillo: Pausenpredigt von Trainer Ansorge befeuert Denklingen zum Sieg

2:1-Erfolg in Pasing

Luftsprünge wollte Markus Ansorge nach dem 2:1 (0:1)-Auswärtssieg in Pasing nicht vollführen. „Wir sind noch nicht safe, aber es ist schon mal gut“, fasste der Trainer des VfL Denklingen die Lage seiner Mannschaft zusammen.

Pasing – Sieben Spieltage vor dem Saisonschluss bilden Platz acht und 34 Punkte ausgezeichnete Voraussetzungen, den Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd zu schaffen. Zumal sich der Verein für Leibesübungen auf zwei Dinge berufen konnte, die im Abstiegskampf unentbehrlich sind: das Glück und die große Mentalität einer Mannschaft.

In seiner Analyse verhehlte der Coach nicht, dass seine Elf in der ersten Hälfte recht konfus wirkte. „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen.“ Das lag auch daran, dass Ansorge aus reiner Personalnot heraus Christoph Schmitt und Johannes Rambach als Innenverteidiger aufbieten musste. Das Pärchen funktionierte nicht.

Außerdem fehlte Schmitt auf seiner angestammten Position im zentralen defensiven Mittelfeld an allen Ecken und Enden. „Wir hatten keinen Zug in unserem Spiel“, monierte der Trainer, „weil uns mit Schmitt die Anspielstation fehlte“. Zu allem Überfluss kassierte sein Team nach einer Ecke noch das 0:1 durch Nicolas Kuttruff, weil die Zuordnung überhaupt nicht stimmte.

Passend zur Osterzeit hielt Ansorge in der Pause „eine Moralpredigt an die Jungs“. Nicht im Stile eines Don Camilo mit viel Schmackes, sondern eher mit viel Scharfsinn wie Pater Braun. Der Übungsleiter rückte Schmitt wieder auf seinen Stammplatz und Armin Sporer in die Innenverteidigung.

Das sollte helfen, um die mit langen Bällen operierenden Pasinger einzubremsen. Die Rochade brachte Mut und Sicherheit zurück ins Spiel des VfL. Die erste Chance bot sich nach feinem Pass von Stephan Schilcher Simon Ried, der jedoch in Pasings Keeper Nick Sibila auf ein unüberwindliches Hindernis stieß. Der zweite Schuss saß, obwohl er aus unmöglichem Winkel aufs Gehäuse zugerauscht kam. Schilcher verwandelte eine Ecke direkt. „Ein richtig geiles Tor“, sagte Ansorge.

In der Folgezeit kam der Trainer nicht mehr aus dem Schwärmen heraus, weil seine Mannschaft endlich zu ihrem Selbstverständnis zurück fand. „Da waren wir auf einmal da“, bemerkte Coach. Eine hübsche Stafette über Emil Hirschvogel und Simon Ried bescherte seiner Mannschaft das 2:1 durch Dominik Karg. „Ein super Tor“, jubelte Ansorge.

Das hätte auch noch Lukas Greif erzielen können, doch er scheiterte vor dem leeren Gehäuse. „Wir müssen das 3:1 machen“, befand Ansorge. Weil seine Kicker den Treffer schuldig blieben, wurde es zum Schluss nochmals richtig spannend. Zweimal tauchte Shqipdon Ademi nach langen Bällen allein vor Manuel Seifert auf, doch der VfL-Torwächter parierte stets glänzend. (hch)

Aufrufe: 02.4.2024, 12:43 Uhr
Christian HeinrichAutor