
Ein Leben ganz ohne Fußball, das war für Matthias Steinfels undenkbar. Der „gute Matthes“, bis zu seiner Pensionierung 1998 für 43 Jahre bei den Neusser Hafenbetrieben im Weichen- und Gleisbau eingesetzt, prägte eine Ära beim SV Glehn, dem er als allgegenwärtiger Obmann mit dreijähriger Unterbrechung (ein Zwist trieb ihn 1985 zur SG Neukirchen/Hülchrath) von 1972 bis 2000 alles unterordnete.
Für „seine Jungs“ war ihm „kein Weg zu weit“, fuhr er „tausende von Kilometern“. Wer sein Herz gewann, hatte es für immer. Von Kickern wie Marco di Florio, Frank Bong, Dietmar Preukschat, Christoph Mertens, Wolfgang Toporzysek sowie Markus und Stefan Drillges, die in den 1990er-Jahren in der Bezirksliga unter den Trainern Wolfgang Schiffer und Willy Weil den Glehner Fußball zu einem Kunstwerk machten, schwärmte er bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Um sich für seinen Klub zu engagieren, benötigt Steinfels indes kein Amt. Das von Heinz Schnitzler und ihm errichtete, im Sommer 2009 im Beisein des Korschenbroicher Bürgermeisters Heinz Josef Dick von Priester „Toni“ Buchkremer gesegnete Holzkreuz zum Gedenken an alle Verstorbenen im Ort mahnt am Rande der Sportanlage an der Johannes-Büchner-Straße zur stillen Andacht.
Die gilt nun auch Matthias Steinfels. Am Sonntagnachmittag ist das Ehrenmitglied des SV Glehn im AZURIT Seniorenzentrum Korschenbroich im Alter von 87 Jahren friedlich eingeschlafen. Jetzt muss der Fußball sehen, wie er ohne einen seiner größten Fans zurechtkommt.
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