2024-04-12T13:41:07.504Z

Vereinsnachrichten
Die Zustände im Stade Camille Polfer seien laut den Vorwürfen sehr schlimm
Die Zustände im Stade Camille Polfer seien laut den Vorwürfen sehr schlimm – Foto: paul@lsn.sarl (Archiv)

Mangelhafte Infrastrukturen: Racing-Demo könnte abgesagt werden

Bürgermeisterin, Sportschöffin und Racing-Vorsitzende haben die Lage am Montag diskutiert

Wie verschiedene Medien in den vergangenen Tagen übereinstimmend berichteten, näherten sich die Stadt Luxemburg und Racing FC Union Luxemburg am Montag in einer gemeinsamen Sitzung über die schlechten Zustände der drei Racing-Standorte auf dem Gebiet der Hauptstadt an. Im Vorfeld des BGL-Ligue-Spiels am Sonntag gegen F91 (0:3) kam es zu einem ersten Protest gegen die Zustände der Anlagen.

Laut Angaben von wort.lu soll für die Zeit der Erneuerung des Stade Camille Polfer – benannt nach dem Vater der amtierenden Bürgermeisterin Lydie Polfer, die zusammen mit Sportschöffin Simone Beissel im Meeting mit dem Verein dabei war – ein Ausweichplatz für Racing zur Verfügung gestellt werden. Weiter seien Lösungen zu weiteren Problemen ausgearbeitet worden und die für kommenden Mittwoch angemeldete Demonstration liege vorerst auf Eis, sei aber noch nicht endgültig vom Tisch. „Wir warten die Entwicklungen in dieser Woche ab. Wenn sich alles so entwickelt, wie abgesprochen, dann ist die Demonstration natürlich hinfällig" wird Racing-Präsidenten Karine Reuter auf wort.lu zitiert.

Racing drohte sogar, den kompletten Spielbetrieb auszusetzen, sollte sich die Stadt nicht bewegen. Man sei sich Montag in vielen Punkten einig geworden berichtete RTL in der Sendung „Goal“.

„Wir wissen, dass die Installationen nicht mehr die neuesten sind. Das gilt für Racing, aber auch für andere Fußballvereine aus der Stadt Luxemburg. Was wir dem Verein sehr deutlich vermittelt haben, ist, dass er auch für den Unterhalt verantwortlich ist, dazu gehört auch die Reinigung. Ich denke, da kann man sich anstrengen. Wir haben beschlossen, dass das Sportamt mit ihnen zusammenarbeitet, damit es in Zukunft besser läuft“ erklärte Bürgermeisterin Lydie Polfer am Montag bei RTL.

Probleme bereits vor anderthalb Jahren

Dass in Sachen Fußballplätze auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg nicht immer alles perfekt ist, darüber berichtete FuPa bereits vor knapp anderthalb Jahren. Damals erklärte Sportschöffin Beissel unserem Portal gegenüber, dass es im Prinzip an fünf bis sechs Spielfeldern fehlen würde.

In den letzten 25 Jahren hat sich die Zahl der Fußballclubs auf dem Gebiet der Hauptstadt durch Fusionen und Anschlüsse von deren zwölf auf heute nur noch sieben verringert, die Einwohnerzahl hat sich im gleichen Zeitraum aber von rund 75.000 um fast achtzig Prozent auf rund 133.000 erhöht.

Dass also viele Vereine an Grenzen der Auslastung stoßen, scheint also durchaus nachvollziehbar. Und damit die Infrastrukturen diese Auslastung auch verkraften können, sollten diese in einem vernünftigen Zustand sein.

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Aufrufe: 021.2.2024, 09:30 Uhr
Paul KrierAutor