2025-04-02T15:12:16.030Z 1743789087514

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Brachte den TSV Oberalting früh in Führung: Ben Dotterweich (l.) schoss in der 9. Minute das 1:0, aber danach fingen sich die Seefelder noch drei Gegentore.
Brachte den TSV Oberalting früh in Führung: Ben Dotterweich (l.) schoss in der 9. Minute das 1:0, aber danach fingen sich die Seefelder noch drei Gegentore. – Foto: Andrea Jaksch

„Macht einfach Spaß, den Jungs zuzuschauen“ – Weßling bleibt weiter makellos

Kreisliga kompakt

Der SC Weßling bleibt weiter ohne Punktverlust, Dießen und Hohenfurch lassen Federn. Der TSVO wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.

TSV Oberalting-Seefeld – TSV Altenstadt: 1:3 (1:2)

Kreisliga-Aufsteiger TSV Oberalting-Seefeld wartet nach sieben Spielen weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Gegen den TSV Altenstadt gingen die Gastgeber zwar früh durch einen Treffer von Ben Dotterweich in Führung, schlichen aber am Ende zum vierten Mal in der laufenden Spielzeit als Verlierer vom Platz.

Obwohl Altenstadt von Beginn an aggressiv presste, konnte sich die Mannschaft von Trainer Manuel Feicht in der Anfangsphase immer wieder gut befreien und anschließend über die Flügel für Gefahr sorgen. „Die ersten 20 Minuten waren mit das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben“, sagte Feicht. In dieser Phase fiel auch das 1:0 durch Dotterweich, der nach einem Schuss von Mahbob Sadat Sayed ans Lattenkreuz schnell schaltete und per Kopf abstaubte.

Doch nach gutem Start ließ sich der Aufsteiger von dem gestandenen Team aus Altenstadt den Schneid abkaufen. „Der Drive war komplett raus“, stellte Feicht fest. Die Gäste drehten das Spiel mit zwei Treffern innerhalb von nur drei Minuten. Die Gastgeber rauften sich noch einmal zusammen und kamen verbessert aus der Kabine, doch Altenstadt legte nach einer Stunde ein drittes Tor nach. Kurz darauf kassierte auch noch Marco Gosemann eine Zeitstrafe, und allzu nah kamen die Gastgeber einem zweiten Treffer in der Schlussphase nicht mehr.

Nun hat der TSV Oberalting ein wenig Zeit zum Durchatmen, weiter geht es erst am 21. September bei der FT Jahn Landsberg. Feicht hofft, dass die Verschnaufpause seinen Spielern hilft, die Köpfe freizubekommen. Er sagt: „Vielleicht tut uns die Pause ganz gut.“

FT Jahn Landsberg – SC Weßling: 2:4 (1:2)

Es wurde ein feucht-fröhlicher Abend im Vereinsheim Oberpfaffenhofen, wo Vereinswirt Christian Förster am Samstag sein zehntes Jubiläum feierte. „Die gesamte Mannschaft war da“, berichtete Martin Jakob, Abteilungsleiter des SC Weßling. Zwar war eine Serie am Nachmittag gerissen, denn im vierten Saisonmatch kassierten die Kreisliga-Fußballer ihre ersten Gegentore. Viel wichtiger war jedoch, dass der Sportclub mit dem 4:2 (2:1) über die zuvor ebenfalls noch unbesiegte FT Jahn Landsberg den vierten Sieg feierte und weiter ohne Punktverlust dasteht. „Es macht einfach Spaß, den Jungs zuzuschauen. Sogar im Training“, sagte Jakob.

Der SCW durfte sogar die zumindest vorübergehende Tabellenführung feiern, obwohl er noch zwei Partien nachholen muss. Eine davon findet am Mittwoch um 19.30 Uhr zu Hause am Meilinger Weg gegen den SC Unterpfaffenhofen-Germering statt. Jakob: „Das wird ein echtes Spitzenspiel.“

In Landsberg hatte sein Team erst eine starke Anfangsphase hingelegt (Tore per Elfmeter durch Marius Sturm und Luis März-Vorisek nach Sturm-Pass) und dann Widerstandsfähigkeit bewiesen. „Die Landsberger waren der erwartet schwere Gegner. Besonders offensiv waren sie sehr stark“, berichtete Jakob.

Offensiv-Duo brilliert – Weßlinger Angreifer nicht zu stoppen

Nach dem äußerst umstrittenen Anschlusstreffer, dem laut Jakob eigentlich ein Foul am SCW-Keeper Michael Brieske vorausgegangen war, vergab ein FT-Akteur die große Chance zum 2:2. Nach einem Brieske-Patzer schob er den Ball an den Pfosten statt ins leere Tor. Doch auch die Gäste hatten eine brandgefährliche Offensive vorzuweisen.

Sturm und März-Vorisek waren an diesem Tag, wenn überhaupt, nur durch Fouls zu bremsen gewesen. Beim 3:1 und 4:2 hatten die beiden ihre Klasse aufblitzen lassen – Sturm durch seine Technik, März-Vorisek durch seine Schnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit. So war der Sieg trotz des erneuten Anschlusstreffers des Bezirksliga-Absteigers nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten.

MTV Dießen – TSV 1882 Landsberg II: 2:4 (1:1)

In der Regel vermeidet es Philipp Ropers, Spielertrainer des Kreisligisten MTV Dießen, die Personalsituation bei seinem Team zu thematisieren. Nach der 2:4-Niederlage gegen die zweite Mannschaft des TSV 1882 Landsberg machte er jedoch eine Ausnahme. „Es war eine verdiente Niederlage. Für uns war heute aufgrund der Rahmenbedingungen nicht mehr drin“, so Ropers.

Die Gäste aus Landsberg waren von Beginn an das bessere Team und gingen bereits nach fünf Minuten durch Ardian Kelmendi in Führung. In der Folge blieb die Reserve des Bayernligisten spielbestimmend und hatte einige gefährliche Aktionen, wenn auch kaum klare Torchancen. Knapp zehn Minuten vor der Halbzeitpause kam der MTV Dießen jedoch durch einen gut herausgespielten Treffer von Niklas Zimmermann zum Ausgleich, und wiederum knapp zehn Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit schoss erneut Zimmermann die Heimmannschaft nach einer Standardsituation sogar in Führung.

„Landsberg war individuell und spielerisch besser, hintenraus konnten wir nicht mehr dagegenhalten.“

Phillip Ropers, Spielertrainer des MTV Dießen, über den starken Gegner.

Hätten die Gastgeber diese etwas länger halten können, wäre nach Roper‘s Eindruck vielleicht etwas mehr möglich gewesen, doch das 2:1 hatte nur vier Minuten Bestand. Nach dem Ausgleich durch Niclas Dietmaier in der 58. Minute gehörte die letzte halbe Stunde wieder klar den Gästen. „Landsberg war individuell und spielerisch besser, hintenraus konnten wir nicht mehr dagegenhalten“, so der MTV-Spielertrainer.

Erneut Kelmendi und Benedikt Oppenrieder erzielten zwei weitere Treffer für Landsberg II. „Wir machen weiter und schauen, dass wir nächste Woche wieder ein besseres Ergebnis rausholen“, kündigte Ropers an. Dann reisen die Dießener zum TSV Moorenweis.

SV Hohenfurch – TSV Gilching-A. II: 0:3 (0:2)

Die zweite Mannschaft des TSV Gilching-Argelsried bleibt in der Kreisliga weiterhin ungeschlagen – und ist dank des 3:0-Auswärtssieges beim noch sieglosen SV Hohenfurch am Sonntag im oberen Tabellendrittel dabei. „Die Mannschaft wollte die drei Punkte unbedingt mitnehmen. Die Spieler haben gut trainiert und wollten ein Zeichen setzen“, sagte TSV-Trainer Robert Brand.

Die Gäste, die neben drei Unentschieden nun zwei Saisonsiege vorweisen können, fanden gut ins Spiel und gingen bereits nach drei Minuten in Führung: Maximilian Gröbel stellte zum wiederholten Mal seine Wichtigkeit für das Team unter Beweis und traf per Direktabnahme nach einer nicht konsequent abgewehrten Ecke zum 1:0. Herausgeholt hatte die Standardsituation Aaron Schetilin mit gutem Einsatz. Die Gäste erspielten sich noch zahlreiche weitere Torchancen, eine davon verwertete Fabian Boitin nach Zuspiel von Luka Artmann zum 2:0. „Wir hätten aber auch schon früher 3:0 führen können“, sagte Brand.

„Er war unser Dreh- und Angelpunkt.“

Robert Brand, Trainer des TSV Gilching-Argelsried II, über seinen Spieler Julian Batzer.

Da der dritte Treffer jedoch nicht fiel, wurde Hohenfurch noch vor der Halbzeitpause langsam mutiger. Nach Wiederbeginn drängten die Gastgeber noch konsequenter auf den Anschlusstreffer, und die Gilchinger agierten im letzten Drittel zu unsauber oder trafen die falschen Entscheidungen. Als Torwart Pascal Peetz sich einmal ordentlich strecken musste, wirkte der Zwei-Tore-Vorsprung nicht mehr allzu beruhigend.

Doch Gilching fing sich wieder und ließ in den letzten Minuten keine Hektik aufkommen. Stattdessen sorgte Spielertrainer Tobias Hänschke nach Zuspiel von Patrick Zellermann für die endgültige Entscheidung. Ein Sonderlob verdiente sich Julian Batzer. „Er war unser Dreh- und Angelpunkt“, sagte Brand.

Aufrufe: 09.9.2024, 06:06 Uhr
Redaktion StarnbergAutor