2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Lobinger trifft auf die alte Liebe – Gipfeltreffen in Amberg

Bezirksliga Nord, 22. Spieltag: Wernberg lädt Pfreimd zum Derby und Verfolgerduell +++ Jurek und Ceesay treffen mit Upo auf ihren Ex-Klub +++ Chambtal Außenseiter gegen Hahnbach

von Florian Würthele · Heute, 11:45 Uhr · 0 Leser
Der FC Furth im Wald (in Schwarz) kämpft in Vohenstrauß um wichtiges Punktegut für den Klassenerhalt.
Der FC Furth im Wald (in Schwarz) kämpft in Vohenstrauß um wichtiges Punktegut für den Klassenerhalt. – Foto: Josef Trummer

Spieltag 22 in der Bezirksliga Nord wird von einem absoluten Spitzenspiel überstrahlt. Spitzenreiter FC Amberg begrüßt am Samstag den aktuell ersten Verfolger SpVgg SV Weiden II. Vor dem Clash trennen die Teams vier Punkte voneinander. Genau hinschauen wird der SV Hahnbach. Der Drittplatzierte geht tags darauf bei der SG Chambtal auf Stippvisite. Außerdem steht das Lokalderby zwischen dem FC Wernberg und der SpVgg Pfreimd im Blickpunkt. Wernbergs Spielercoach Bastian Lobinger will gegen seinen langjährigen Arbeitgeber Revanche für die Hinspielniederlage nehmen. Gleichzeitig ist es das Verfolgerduell des Vierten gegen den punktgleichen Fünften.

Samstag


Hinspiel: 0:3. Besonderes Wiedersehen für Helmut Jurek und Julian Ceesay: Die ehemaligen Spielertrainer des SV Inter Bergsteig (15., 15) treffen am Samstag erstmals auf ihre alten Teamkollegen. Diesen Winter schlossen sich die beiden Routiniers den SF Ursulapoppenricht (10., 26) an. In ihrem ersten Punktspiel für Upo verlor das Team gegen Schlicht knapp mit 0:1. Eine vermeidbare Niederlage, nicht zuletzt weil Siebert einen Elfmeter verschoss. Ein Sieg am Amberger Steig würde für die Scheler-Elf einen Befreiungsschlag bedeuten. Arg unter Druck stehen die Hausherren. Sie müssen sechs Punkte aufs rettende Ufer aufholen. Nach der klaren, aber einkalkulierten Derbyniederlage gegen den FC Amberg will Inter unbedingt punkten.


Hinspiel: 2:1. Trotz einer forschen Anfangsphase war für den FC Weiden-Ost (9., 28) vergangenen Sonntag letztlich nichts zu holen. Mit 0:3 ging das Gastspiel in Pfreimd verloren. Besser wollen es die Mannen um Chefcoach Philipp Siegert vor heimischer Kulisse machen. Mit der DJK Arnschwang (12., 21) reist eine Mannschaft an, die jeden Punkt im Abstiegskampf gebrauchen kann und entsprechend auftreten wird. Zuletzt überzeugte Arnschwang kämpferisch und trotzte dem Favoriten Raindorf ein 2:2-Unentschieden ab. Das war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche! Wenn die Hartl-Truppe daran anknüpfen kann, ist auch in Weiden was drin.


Sonntag


Hinspiel: 2:2. Zwei Führungen zum Trotz, musste sich der FC Raindorf (6., 37) gegen Arnschwang mit einem Remis begnügen. Dadurch rutschten Brey, Hyseni & Co. auf den sechsten Platz ab. Für diesen Sonntag ist ein Heimdreier fest einkalkuliert. Gegen den designierten Absteiger aus Schirmitz will sich der FC keine Blöße geben – und am besten erst gar keine Spannung aufkommen lassen. Die SpVgg (16., 1) startete ihre Abschiedstour aus der Bezirksliga mit einer 0:4-Pleite gegen die SG Chambtal. Wenn die anfälligste Abwehr der Liga den Laden hinten nicht dicht bekommt, droht gegen die starke Raindorfer Offensive um Tormaschine Luca Politanow ein Debakel.


Hinspiel: 0:3. Ibrahim Devrilen, der neue Mann an der Seitenlinie des TSV Tännesberg (11., 25), hat einen erfolgreichen Punktspielauftakt hinter sich. Seine Mannschaft holte beim 1:0-Auswärtserfolg in Furth in Wald ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Daheim soll nachgelegt werden, wie der sportliche Leiter Lucio Lobinger sagt: „Nach dem brutal wichtigen Sieg in Furth wollen wir auch zu Hause punkten und auch spielerisch wieder mehr überzeugen.“ Zu Gast ist der 1.FC Schlicht (8., 30), der sich mit zwei 1:0-Siegen zuletzt Luft verschafft hat und daher weniger Druck verspürt. Dennoch wollen die Ellmaier-Mannen auswärts nicht leer ausgehen und ihren kleinen Lauf fortsetzen.


Hinspiel: 0:1. Mehr Derby geht nicht. Nur wenige Kilometer liegen die Sportplätze des FC Wernberg (5., 38) und der SpVgg Pfreimd (4., 38) auseinander. Im Hinspiel war's eine Zitterpartie, in welcher Pfreimd ein Tor von Vinzenz Schlenk zum Sieg reichen sollte. Ähnlich eng dürfte es diesmal zugehen. Zumal beide Teams gut in Form sind und punktgleich in diesen Lokalschlager gehen. Neben jeder Menge Prestige geht es auch darum, oben dranzubleiben. Wernbergs Spielertrainer Bastian Lobinger trifft zum zweiten Mal auf seine langjährige „alte Liebe“ – und zugleich auf seinen Bruder Dennis, der in Pfreimd spielender „Co“ ist. „Die Marschroute ist klar: Auch wenn einige Spieler fehlen oder angeschlagen sind, heißt es alles reinzuhauen, was in uns steckt. Im Derby wollen wir einen Heimsieg“, macht Bastian Lobinger unmissverständlich klar. Doch auch die Gäste peilen einen Derbydreier an. So erklärt SpVgg-Coach Michael Hartlich: „Nach dem verdienten Heimsieg gegen Weiden-Ost freuen wir uns auf das Derby! Wir konnten mit dem ersten Sieg im Jahr gleich Selbstvertrauen sammeln. An diese Leistung wollen wir anknüpfen und weiter steigern. Das Ziel ist es, vorne noch effizienter zu sein. Defensiv müssen wir genauso agieren wie gegen Weiden. Das Hinspiel konnten wir siegreich gestalten, das ist auch am Sonntag das Ziel.“


Hinspiel: 1:4. Als klarer Favorit reist der Rangdritte SV Hahnbach (43) zur SG Chambtal (14., 17). Die Hahnbacher kämpften in der vergangenen Woche mit einigen kranken Spielern, behaupteten sich aber dennoch im Heimmatch gegen Vohenstrauß. Danach zog Spielertrainer Bastian Freisinger seinen Hut vor seiner Mannschaft. In Dalking vor den Toren Chams möchte der SVH selbstredend nachlegen. Da der Erste gegen den Zweiten spielt, winkt bei einem Sieg der zweite Platz. Dieses Vorhaben will die Heimelf durchkreuzen. Das rettende Ufer ist vier Punkte weg und dementsprechend wird Chambtal alles in die Waagschale werfen, um am Sonntag vielleicht für eine Überraschung zu sorgen.


Hinspiel: 1:1. Unglücklich verlief der Auftakt ins neue Fußballjahr für die SpVgg Vohenstrauß (7., 33). Beim Spitzenteam aus Hahnbach agierte man lange Zeit auf Augenhöhe, hätte bei etwas mehr Zielstrebigkeit durchaus auch in Führung gehen können. Am Ende reichte den Gastgebern ein Tor aus, um die Partie für sich zu entscheiden. Die Mannschaft von Trainer Martin Schuster musste mit leeren Händen die Heimfahrt antreten. Um einen Fehlstart zu vermeiden, soll nun die erste einen Partie des Jahres gegen den FC Furth im Wald (13., 21) unbedingt gewonnen werden. Die Drachenstädter unterlagen zuletzt Tännesberg knapp. Zu allem Überfluss holte sich Winterneuzugang Lukas Pesold kurz vor Schluss eine Rote Karte ab. Schuster blickt auf Sonntag und sagt: „Wir wollen an unsere Leistung aus dem Hahnbach-Spiel anknüpfen. Wir erwarten einen unangenehmen und tiefstehenden Gegner, der bei Standardsituationen sehr gefährlich sein kann. Darauf haben wir uns unter der Woche auch gezielt im Training vorbereitet. Wir wollen defensiv weiterhin gut arbeiten, im letzten Drittel jedoch mehr Hunger nach Toren zeigen.“ (mwr)