2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

»Traditionsduell in der Oberpfalz zweier großer Vereine«

Bezirksliga-Nord-Primus FC Amberg und Verfolger SpVgg SV Weiden II kreuzen am Samstag am Schanzl die Klingen

von Florian Würthele · Heute, 10:15 Uhr · 0 Leser
Weidens Matthias Heinl (rechts) gegen Ambergs Matthew Carswell: Dieses Sprintduell könnte es am Samstag wieder geben.
Weidens Matthias Heinl (rechts) gegen Ambergs Matthew Carswell: Dieses Sprintduell könnte es am Samstag wieder geben. – Foto: Dagmar Nachtigall

Dieser Bezirksliga-Gipfel wirft seinen Schatten voraus. „Wir freuen uns alle seit Montag riesig drauf“, glänzen die Augen von Josef Rodler, Trainer der SpVgg SV Weiden II. Der junge Bayernliga-Unterbau der Wasserwerkler gastiert am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) am Schanzl beim FC Amberg. Es ist das Duell Erster gegen Zweiter. Mehr geht aktuell nicht in der Bezirksliga Nord. Auch beim Primus aus Amberg ist die Vorfreude groß. „Wir freuen uns extrem auf das Spiel und sind heiß“, meint der sportliche Leiter Roman Reinhardt.

„Wir spielen zu Hause und wollen das Spiel gewinnen“. In Sachen Zielsetzung redet Reinhardt nicht lange um den heißen Brei. Der Start ins neue Spieljahr ist dem FC Amberg schon mal geglückt. Beim 4:1-Erfolg im Stadtderby gegen Inter Bergsteig war Max Witzel mit vier Toren der alles überragende Akteur. Auf seine Treffsicherheit wird es wieder ankommen. „Der Derbysieg hat den Jungs ein positives Gefühl für die nächsten Wochen gegeben. Wir sind als Mannschaft aufgetreten – nicht nur die erste Elf, sondern die gesamte Truppe“, berichtet Reinhardt, der aber auch weiß: „Es folgt erst das zweite Spiel nach der Winterpause. Am Anfang muss man natürlich immer vorsichtig sein.“ Im Siegesfall würde Amberg den direkten Konkurrenten auf sieben Punkte distanzieren. „Egal ob wir gewinnen oder verlieren, wäre nach dem Spiel nichts entschieden“, will der Funktionär von einer möglichen Vorentscheidung im Titelrennen nichts wissen. Zumal der Rangdritte SV Hahnbach, der ein Spiel im Rückstau ist, ja auch kräftig mitmischt. Vor der Weidener U23-Truppe hat Reinhardt Respekt: „Eine gute, junge und spielstarke Mannschaft mit einem tollen Trainer. Josef Rodler macht super Arbeit, wir tauschen uns immer wieder aus. Sie sind nicht ohne Grund Zweiter und haben uns die bisher einzige Saisonniederlage beigebracht. Dementsprechend haben wir auf jeden Fall noch eine Rechnung offen. Zumal es auch den direkten Vergleich zu gewinnen gilt.“



Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel. Das ist das Motto bei der SpVgg SV II. Letzte Woche konnten Käs, Brünsch & Co. den bisherigen Tabellenvierten FC Wernberg mit 4:2 in die Schranken weisen. Entsprechend selbstbewusst dürften die Weidener beim Ligaprimus antreten. Einen mutigen Auftritt wünscht sich auch Chefcoach Josef Rodler. „Für uns ist es ein absolutes, wenn nicht 'das' Highlight der Saison. Das ist ein absolutes Topspiel und ein Traditionsduell in der Oberpfalz zwischen zwei großen Vereinen. Wir treten vollkommen befreit auf, sind aber auch selbstbewusst, weil wir gegen Wernberg ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Dies wollen wir wieder auf den Platz bekommen“, erklärt Rodler. Der Torjäger, der seit Winter wieder Teil des Weidener Bayernliga-Kader ist, erwartet eine „spielerisch sehr gute Amberger Truppe, die mit erfahrenen Spielern gespickt ist. Sie werden uns sicherlich alles abverlangen.“ Rodlers junge Mannschaft hat in dieser Saison eindrucksvoll bewiesen, dass die Vizemeisterschaft der Vorsaison keine „Eintagsfliege“ war. Am Samstag nun kann sie so richtig beweisen, was in ihr steckt.

Mit Blick auf die personelle Situation in beiden Lagern sind die Weichen schon mal gestellt für ein hochklassigen Spitzenspiel. Ambergs Trainerduo Friedrich Lieder / Mario Zitzmann kann so gut wie aus dem Vollen schöpfen. Im Vergleich zur Vorwoche wird ein Akteur aus privaten Gründen wahrscheinlich fehlen. Auf Seiten der Gäste steht der Einsatz von Yannick Metzler und Christian Langendorf auf der Kippe. „Unser Kader ist stark genug, um gewisse Ausfälle zu kompensieren“, sagt Coach Rodler. Derweil spricht Ambergs Sportchef Roman Reinhardt für beide Vereine, wenn er sagt: „Wir hoffen auf eine Zuschauerzahl, die dieses Spiel und beide Mannschaften verdient haben. Der neutrale Zuschauer kann zwei spielstarke Mannschaften sehen.“