– Foto: Marcel Fennel

Liliencup: So lief die Gruppe A

Alle Spiele in der Zusammenfassung: Wer sich fürs Halbfinale qualifizierte

Wiesbaden. Es ist wieder soweit: Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause findet in diesem Jahr wieder der Liliencup statt. Das internationale B-Junioren-Hallenturnier ist einer der Höhepunkte im Terminkalender der Hallenfußball-Saison in und um Wiesbaden. FuPa ist für euch an beiden Turniertagen vor Ort und hält euch auf dem Laufenden über die aktuellen Ergebnisse und Entwicklungen in beiden Turniergruppen. So lief das Turnier in Gruppe A.

Den kompakten Spielplan findet ihr hier.

Alle Spiele vom Sonntag:

Für beide bislang sieglosen Teams ein Endspiel. Sowohl der VfB als auch der SVWW waren zum Siegen verdammt, um die Chancen aufs Halbfinale am Leben zu erhalten. Der VfB starte hellwach ins Spiel und ging folgerichtig durch Penna früh in Führung. Nach dem Führungstreffer blieben die Stuttgarter präsenter und erhöhten schnell auf 3:0 durch Tore von Lüers und Rexhepi. Fast im Gegenzug gelang Doganay aus dem Nichts per Abstauber der Anschlusstreffer zum 3:1 für den SVWW. Nur ein kurzes Durchatmen für die Wiesbadener: Nur zwei Minuten nach dem Anschluss schraubte Doppelpacker Lüers das Ergebnis auf 4:1 für die Stuttgarter. Mit dem 5:1 stellte Migalic den verdienten Endstand für die Schwaben her. Der erste Sieg des VfB im Turnier bedeutet gleichzeitig das Liliencup-Aus für den SV Wehen Wiesbaden.

Gegen das bislang verlustpunktfreie Slavia konnten die Nullfünfer echte Big Points sammeln. Und legten gleich vor: Jordan Barbalinardo brachte die Mainzer in Front, danach nutzte Valentin Schmitt einen kapitalen Torwartfehler des Slavia-Keepers zum 2:0, als er ihm wenige Zentimeter vor der Torlinie das Leder stibitzte. Am Ende reichte es für Slavia nur noch zum Anschluss. Und Mainz feierte einen wichtigen Sieg im Kampf um das Halbfinale.

Durch den Mainzer Sieg war klar: Nur ein Sieg würde beiden Teams weiter Chancen auf Platz 2 und damit aufs Halbfinale einräumen. Beau de Wit brachte die Belgier in Front, Benjamin Basic glich für immer stärker werdende Lilien aus, die dann am Ende auch 2:1 gewannen und sich die Chancen aufs Halbfinale aufrecht erhielten. Die finale Entscheidung ums Weiterkommen wurde damit auf den letzten Gruppenspieltag vertagt.

Die Ausgangssituation war klar: Ein Sieg der Mainzer und das Halbfinale wäre so gut wie sicher, aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen SV Darmstadt 98. Doch der SVWW, sportlich bereits ausgeschieden, erwies sich als zäher Gegner. Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit leichter optischer Überlegenheit für die Wiesbadneer. Die jedoch ihren beherzten Auftritt nicht in Tore ummünzen konnten. Mainz dagegen effizient: Eine Hereingabe von links lenkte Thomas Desurmont zum goldenen Tor ins lange Eck.

SK Slavia Prag - FC Royal Antwerpen

Mindestens ein Remis würde den bereits sicher qualifizierten Pragern reichen, um den Gruppensieg klarzumachen. Doch nach der Slavia-Führung übernahm Antwerpen mehr Initiative und scheiterte am Aluminium. Mit seinem zweiten Treffer brachte Karel Belzik sein Team jedoch entscheidend in Front. Hätte man zumindest meinen können, denn Antwerpen spielte weiter beherzt auf und glich aus. Doch Belzik machte den Unterschied, knipste zum 3:2. Dennis Zamazal erhöhte auf 4:2, Jan Jinoch auf 5:2, Ignace Abdelhamid den Endstand her. Slavia damit Gruppensieger!

Spiel um Platz drei in der Gruppe: Die Lilien gingen durch Philipp Christoph früh in Führung. Doch dann drehten die Schwaben auf und schenkten den Darmstädtern einige Treffer ein. Durch den Sieg überholt Stuttgart noch seinen Kontrahenten und qualifiziert sich für das Spiel um Platz fünf gegen Bayer Leverkusen, den Dritten aus der anderen Gruppe.

Im Auftaktspiel standen sich die beiden hessischen Teams gegenüber, unter der Leitung von Schiedsrichter Manuel Abbondanza vom SC Kohlheck. Der SVWW agierte spielbestimmender gegen die Lilien, vergab jedoch zunächst einige gute Gelegenheiten. Die Lilien lauerten auf Konter, waren beinahe erfolgreich. Doch Nathan Doganay klärte gleich zweimal in höchster Not auf der Linie. So blieb es am Ende beim torlosen Remis - ein Ergebnis mit Seltenheitswert bei diesem Turnier.

Das Gruppenspiel zwischen Mainz und Royal Antwerpen wird von Julian Spies geleitet. In der Anfangsphase ist die Partie vor allem durch Zweikämpfe und kleine Fouls geprägt. Dem Mainzer Tyrese Zeigler gelingen in der sechsten Minute innerhalb weniger Sekunden zwei Tore, die Belgier verkürzen nur wenige Minuten später durch Nowan auf 1:2. Nach dem Anschlusstreffer kommen die Mainzer wieder besser ins Spiel und erhöhen verdient durch Del Maxim und Thomas auf 1:4. Mit dem 1:4-Sieg setzen sich die Mainzer B-Junioren vorerst an die Spitze der Gruppe A.

Das dritte Spiel der Gruppe A bestreiten der B-Junioren-Vizemeister VfB Stuttgart und SK Slavia Prag. Durch ihre offensive Spielweise überrascht Slavia den VfB: Durch ein Tor von Jinoch und zwei Tore von Sosna gehen die Tschechen früh in Führung. Nach einem Fehler in der Stuttgarter Abwehr erhöhte Prag zum 4:0 und kurze Zeit später durch Zamazal auf 5:0. Trotz Favoritenrolle finden die Stuttgarter keine Mittel gegen die Abwehr von Slavia. Mit dem 6:0 stellt Jan Lacho den Endstand her. Mit dem Kantersieg über den VfB gelingt Slavia Prag die erste Überraschung in Gruppe A.

Sowohl der SVWW als auch die Belgier waren zum Auftakt ohne Sieg geblieben, standen also schon etwas unter Druck. Wie schon beim SVWW-Auftakt gegen Darmstadt (0:0) begannen beide Teams abwartend. Dabei zeigte sich ein interessanter taktischer Kniff der Wehener. Interessanter taktischer Ansatz der Wehener: Für den geordneten Spielaufbau wurde mit Mohamadaziz Abdelhadi eine Art fünfter Feldspieler eingewechselt, der als eine Art Quarterback agiert. Sobald Antwerpen an den Ball kommt, wird getauscht und Emil Auman geht zwischen die Pfosten. Am Ende brachte es wenig: Antwerpen ging in Front, Wehen nutzte eine zweiminütige Überzahl (Wechselfehler Royal) zum Ausgleich. Ehe die Belgier wenige Sekunden vor dem Ende zum umjubelten 2:1-Siegtreffer einnetzten.

Nach dem 0:0-Auftrakt-Remis gegen den SVWW treffen die Lilien auf Slavia Prag. Prag überrannte den VfB Stuttgart im ersten Spiel überraschend mit 6:0. Die Partie startet rasant: Direkt in der ersten Minute geht Darmstadt durch ein Eigentor in Führung, Slavia dreht das Ergebnis jedoch binnen zwei Minuten zu seinen Gunsten, Lacho und Zelingr treffen für die Tschechen. Nach der Führung von Slavia wird das Spiel durch Unterbrechungen und Fouls geprägt. Die Lilien lassen im Laufe des Spiels zu viel zu, so erhöht Slavia in der neunten Minute durch Sosna auf 3:1. Mit einem Doppelschlag in der Schlussminute stellt Slavia den Endstand her. Ein starker Auftritt der Tschechen.

Mit einer 0:6-Niederlage startete der VfB Stuttgart gegen Slavia Prag ins Turnier. Auch das zweite Spiel der Schwaben gegen Mainz beginnt wenig verheißungsvoll: In der zweiten Minute gerät der VfB in Rückstand, Türschütze für die 05er ist Christopher Olivier. Im Laufe der Partie bekommen die Stuttgarter ein Ballbesitz-Plus, strahlen jedoch im letzten Drittel keine Gefahr aus. Das änderte sich jedoch in der Schlussphase: Der VfB war öfter präsent und kam durch ein Eigentor zum Ausgleich. Nach vermeintlichem Foul des VfB-Keepers reklamierten die Nullfünfer in den Schlusssekunden vergeblich auf Strafstoß.

Der SVWW unter Zugzwang. Nur ein Sieg könnte die Chancen aufrechterhalten, ins Halbfinale einzuziehen. Und zu Beginn schlugen sich die Jungs vom Halberg wacker, hielten gegen das bisher so starke Slavia die Null. Doch binnen weniger Minuten stellte Slavia auf 3:0, ein einholbarer Vorsprung für die Halberg-Elf. Der Treffer von Ayman Boumaftan war letztlich nur Kosmetik.

Beide Teams konnten mit einem Sieg den Anschluss an die Top-Plätze halten. Wobei der bis dato noch sieglose VfB eher unter Zugzwang stand. Am Ende stand ein 1:1-Remis, das beiden Teams noch Chancen lässt, zumindest den zweiten Platz zu erreichen.

Beide Teams gingen direkt mit offenem Visier ins Spiel. Die frühe Führung der Nullfünfer konterten die Lilien und gingen selbst mit 2:1 in Front. Wenige Minuten vor dem Ende stellte Christoph Philipp für die 98er den entscheidenden Treffer her, den Mainz kurz vor dem Ende nur noch zum 2:3 kontern konnte.

Aufrufe: 022.1.2023, 11:00 Uhr
Philipp Durillo und Christoph PfeifferAutor