2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Licht am Ende des „Augsburger Tunnel“

Die Regionalligisten FC Augsburg und TSV Schwaben dürfen auf eine Sanierung der Flutlichtanlage im Rosenaustadion hoffen

von Augsburger Allgemeine / Robert Götz · Heute, 11:19 Uhr · 0 Leser
Ob künftig wieder Regionalliga-Spiele in den Abendstunden stattfinden können, hängt von der Sanierung der Flutlichtanlage im Augsburger Rosenaustadion ab.
Ob künftig wieder Regionalliga-Spiele in den Abendstunden stattfinden können, hängt von der Sanierung der Flutlichtanlage im Augsburger Rosenaustadion ab. – Foto: Ulrich Wagner

Als der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bekannt gab, dass alle 18 Regionalligisten fristgerecht ihre Lizenzierungsunterlagen zur Prüfung eingereicht hatten, war klar: auch der FC Augsburg II und der TSV Schwaben würden gerne auch in der kommenden Saison wieder in der höchsten bayerischen Amateurliga antreten.

Doch beide Vereine haben da ein Problem: das schwache Flutlicht im Rosenaustadion. Verbindlich gefordert sind 400 Lux. Ob diese Leistung sporttechnisch notwendig ist, sei dahingestellt, aber es gibt da die DIN-Norm EN 12193, die zur Sportstättenbeleuchtung für jede Sportart die lichttechnischen Mindestanforderungen verbindlich festlegt und auf die sich der BFV beruft.

Der FC Augsburg hat die reduzierte Geldstrafe akzeptiert

Die veralteten Quecksilberdampflampen auf den hohen Masten, so sie noch funktionieren, schaffen nur noch deutlich weniger als die 400 Lux. Das hat schon in der laufenden Saison für Sanktionen durch den Verband gesorgt. Das schärfste Schwert, Punktabzug, wurde nicht gezogen, aber zunächst gab es für beide Teams eine saftige Geldstrafe von jeweils 30.000 Euro pro Team. Die wurde dann im Dezember auf 11.000 Euro reduziert. Der FCA II hat sie akzeptiert, die Schwaben nicht. Eine Entscheidung steht noch aus.

Doch die Flutlichtproblematik besteht weiter. Zumal der Verband auf eine Gleichbehandlung der Vereine besteht. An anderen Standorten wurde, auch auf Druck des BFV, nachgerüstet. Jetzt gibt es aber im wahrsten Sinne des Wortes wohl genügend (Flut-)Licht am Ende des Tunnels.

Sowohl die Schwaben als auch der FCA II sind überzeugt, dass sie die Lizenz, wenn auch unter Auflagen, erhalten. „Wir haben unsere Lizenzierungsunterlagen fristgerecht eingereicht und das Rosenaustadion mit der aktuellen Flutlichtleistung von rund 275 Lux als Spielstätte gemeldet“, erklärt eine Sprecherin des FCA und fügt an: „Mit der Stadt befinden wir uns in fortgeschrittenen Gesprächen hinsichtlich einer Lösung für die momentan nicht ausreichende Flutlichtanlage und gehen von einer Umsetzung bis Herbst 2026 aus.“

Zwei Masten werden saniert, zwei neue Masten aufgestellt

Eine grundlegende Sanierung der vier markanten Flutlichtmasten (Kostenschätzung über zwei Millionen Euro) scheidet angesichts der leeren Stadtkassen aus. Doch es gibt nun eine andere Variante, die zeitnah realisiert werden soll. So sollen die beiden Flutlichtmasten links und rechts neben der Haupttribüne saniert und modernisiert werden. Auf der Gegengeraden sollen dann auf dem Grünstreifen zwischen der Laufbahn und der Tribüne zwei neue Flutlichtmasten errichtet werden. Das Sport- und Bäderamt bestätigt dies: „Derzeit laufen die Lichtplanungen. Diese sind Basis für sämtliche weiteren Schritte wie Auslegung der Masthöhen und Fundamente/Gründungen, Bestimmung der Anzahl von Flutern, Elektroplanung, Elektroanschluss und Steuerung des Flutlichts, etc.“

Kosten sollen sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen

Wie zu hören ist, sollen sich die Kosten im unteren sechsstelligen Bereich bewegen, da die teure Komplettsanierung aller vier Masten wegfallen würde. Die Stadt will dies nicht bestätigen. „Eine Kostenschätzung liegt derzeit noch nicht vor; diese kann erst erstellt werden, sobald die Ergebnisse der Lichtplanung vorliegen, mit denen wir bis Ende des Monats rechnen.“ Ein sechsstelliges Budget hat die Stadt kurzfristig zur Verfügung, aber auch die Vereine sollen, so war zu hören, ihren Teil beitragen. Das Sport- und Bäderamt teilt mit: „Mit den Vereinen steht die Stadt in kontinuierlichem Austausch, das Ziel, die seitens des Verbandes geforderte Beleuchtungsstärke zu erreichen, wird gemeinsam verfolgt.“

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