Mitte Oktober trat der KFC Uerdingen beim Gastspiel in Mönchengladbach noch zum heimlichen Topspiel an. Nur wenige Wochen später treffen der SC Wiedenbrück und der KFC im Kellerduell aufeinander.
Dies zeigt, wie schnell es im Fußball geht. Daher will KFC-Coach René Lewejohann auch nichts von einer möglichen Krise wissen. „Bei uns ist sportlich alles im Lot und wer meint, uns eine Krise andichten zu wollen, der kann bei mir eine Therapiestunde nehmen“, so der Trainer. Vielmehr könne man realistisch einschätzen, wo man stehe. „Egal, wie die letzten beiden Spiele des Jahres ausgehen, es gibt keinen Grund zur Panik. Dafür haben die Jungs zu gut performt. Wir haben eine gute Stimmung und sind ruhig. Und wenn wir schon ruhig sind, braucht es von außen erst recht keine Panik.“
Als Aufsteiger sei das erklärte Ziel immer der Klassenerhalt, bekräftigt der 40-Jährige. Das werde auch bis zum Schluss der Saison so sein. „Wenn es früher klappt, umso besser.“
Auch beim kommenden Gegner geht es um den Nicht-Abstieg, weshalb man dort bereits im Oktober Thomas Stratos als Trainer entließ. Seit Anfang November ist Stefan Femfert als Interimscoach an der Seitenlinie und holte aus den vergangenen drei Partien sechs Punkte. Vor allem der Auswärtssieg bei Fortuna Köln ließ aufhorchen und nährt in Wiedenbrück die Hoffnung, auf den Klassenerhalt. „Sie haben zuletzt gezeigt, was sie können“, so Lewejohann. „Die sind seit Jahren in der Regionalliga und gefestigt. Gegen Wiedenbrück zu spielen ist oft unangenehm, wie auch bei uns. Da kommen dann wieder die Regionalligatugenden zum Tragen.“
Dabei muss Lewejohann auf wichtige Akteure verzichten. Jeff-Denis Fehr fällt mit einer Bauchmuskelverletzung aus, Daniel Michel hat Probleme mit der Hüfte und Adam Tolba ist erkrankt. Der Trainer sieht es pragmatisch: „Nun können sich die anderen Jungs wieder zeigen, da habe ich größtes Vertrauen.“ Damit endlich wieder Zählbares aufs Punktekonto des KFC fließt.