Am zehnten Spieltag hofft das neue Schlusslicht Untergrombach gegen Primus Büchig auf eine Überraschung. Lokalduelle stehen derweil in Östringen und Neudorf an
Eine knappe Niederlage musste der FC Flehingen in Mingolsheim hinnehmen. „Am vergangenen Freitagabend waren wir zu Gast beim TuS Mingolsheim. Meine Mannschaft war von Anfang an präsent auf dem Platz und wir haben über die 90 Minuten eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt. Leider sind wir mit dem Gegentreffer in der letzten Minute mit leeren Händen dagestanden“, kommentierte Vasilios Rosilovalis das 1:2.
Nächster Gegner für den FCF ist Karlsdorf. Rosilovalis meint dazu: „Wir müssen das Spiel jetzt abschütteln und zu Hause gegen den FC Karlsdorf alles wieder reinhauen, um drei Punkte in Flehingen zu behalten.“
Auch wenn die Punkte in Büchig blieben, attestierte Maximilian Löchner seinem FC Karlsdorf keinesfalls eine schlechte Leistung: „Unser Plan war es, gegen den Tabellenführer mutig zu spielen. Trotz des klaren Ergebnisses war für mich das Spiel nicht so deutlich. Der große Unterschied war die Effizienz vor dem Tor. Büchig war spielerisch die bessere Mannschaft und vor dem Tor eiskalt. Unsere beste Phase hatten wir direkt nach der Halbzeit. Dort hätten wir durch unsere Chancen zumindest verkürzen müssen. Spätestens der Konter zum 0:3 hat das Spiel dann endgültig entschieden. Wichtig ist, dass wir aus dem Spiel die vielen positiven Aspekte mitnehmen. Wir waren wieder mutiger im Spielaufbau, waren in den Zweikämpfen bissig, nur hat am Ende die Klasse von Büchig einfach überwogen.“
Mit einer ähnlichen Leistung will Löchner nun in Flehingen Ertrag einfahren: „Diesen Ansatz müssen wir beibehalten. Dann bin ich mir sicher, dass wir in Flehingen etwas Zählbares mitnehmen werden.“
PROGNOSE:
Vier Plätze liegt der FC Flehingen vor Karlsdorf - aber nur drei Punkte. Dementsprechend könnte sich der FCK mindestens einen Zähler holen.
Ohne Punkte blieb der FC Untergrombach gegen den TSV Wiesental. „Das letzte Spiel gegen Wiesental ist schnell zusammengefasst! In einer ereignisarmen Begegnung mit wenig Torchancen auf beiden Seiten haben wir uns durch individuelle Fehler selbst die Tore eingeschenkt und dadurch mal wieder keine Punkte geholt“, berichtete Marco Junker.
Bei Spitzenreiter Büchig hat der FCU nichts zu verlieren. Dennoch hofft Junker auf eine Überraschung: „Nun fahren wir zum Ligaprimus nach Büchig, der durch die gezeigten Leistungen in den vergangenen Spielen zurecht da oben steht. Die Kickers sind der haushohe Favorit in diesem Spiel, aber wir wollen alles Mögliche probieren und uns dort gut verkaufen. Es waren bis auf das Neuthard-Spiel immer knappe und enge Begegnungen! Wir müssen es einfach schaffen, mal 90 Minuten konstant Leistung auf den Platz zu bringen und die individuellen Fehler vermeiden, dann werden wir uns auch irgendwann belohnen! Ob das beim Tabellenführer schon so weit sein wird, wird sich zeigen. Wir werden auf jeden Fall nicht kampflos die Punkte abgeben.“
Einen weiteren Sieg fuhr der SV Büchig in Karlsdorf ein. „Wir wollten unbedingt unsere Erfolgsserie ausbauen und wussten bereits vor dem Spiel, dass der aktuelle Tabellenplatz von Karlsdorf nicht die Qualität der Mannschaft widerspiegelt, was sich dann auch im Laufe des Spiels phasenweise bestätigt hat. Dennoch hatten wir weitestgehend mit Ausnahme der ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen unter Kontrolle und hätten eigentlich schon zum Ende der ersten Halbzeit auf 3:0 erhöhen müssen. So kam Karlsdorf Anfang der zweiten Hälfte zu ein, zwei Chancen, bei denen wir etwas Spielglück hatten. In die kleine Drangphase der Karlsdörfer konnten wir dann zum richtigen Zeitpunkt die Tore drei und vier setzen. In Summe ein verdienter und wichtiger Auswärtssieg, den wir gerne mitnehmen“, resümierte Benjamin Dauenhauer
Gegen das neue Schlusslicht ist der SVB klar favorisiert. Einen Spaziergang erwartet Dauenhauer allerdings keineswegs: „Am kommenden Sonntag dürfen wir den FC Untergrombach in Büchig begrüßen. Wir kennen den Gegner aus dem Kreispokalspiel vor zwei Jahren. Damals haben uns über 90 Minuten bis zum erlösenden Siegtreffer die Zähne ausgebissen. Die Mannschaft ist weitestgehend gleichgeblieben. Untergrombach wird befreit und ohne Druck nach Büchig reisen. Die Jungs werden heiß darauf sein, für Überraschung zu sorgen. Wir freuen uns auf ein interessantes und temporeiches Spiel.“
PROGNOSE:
Die klar favorisierten Büchiger gewinnen.
Mit einem 3:2-Sieg endete das Auswärtsspiel des TSV Wiesental in Untergrombach. Die Elf von Tim Ronecker ließ sich dabei auch vom zweimaligen Anschlusstreffer der Gastgeber nicht beirren.
Damit hat sich der TSV auf Rang sechs vorgearbeitet. Diese Position will Ronecker allzu gerne auch gegen Neibsheim beibehalten.
Eine 0:2-Niederlage gab es für den FC Neibsheim gegen Kronau. „Unser Spiel am Sonntag war auf dem Platz grausam, da konnte man kein Fußball spielen. Da wäre es geeigneter gewesen, auf diesem Platz Schlittschuhe zu fahren“, ließ schon der Anfang von Sakib Nadarevics Rückschau wenig Gutes erwarten. Folgendermaßen fuhr er fort: „Kurz und knapp gesagt: Nach sechs Minutenmachen wir bei eine Flanke auf unser Tor einen Riesenfehler, da hatte es der Kronauer Spieler nicht schwer, einzuköpfen. Danach hat Kronau sich nur aufs Verteidigen eingestellt und das war auf dem Platz leichter als Fußball spielen. Nach der Pause haben wir den Druck erhöht und vieles versucht, aber entweder sind wir ausgerutscht, der Ball ist versprungen oder die Kronauer Abwehr mit dem Torwart hat es dann verhindert. So kam es dann, dass mit einem Konter in der 90. Minute die Niederlage besiegelt war.“
Nun geht gegen den TSV Wiesental, der am FCN wieder vorbei ist. „Wir wollten uns festigen mit dem Spiel gegen Kronau, leider hat meine Mannschaft es verpasst. Gegen den TSV wird es extrem schwer, wir fahren aber hin und versuchen alles. Uns tut ja auch gut, wenn der Gegner mitspielt, und das tut der TSV. Es wird schwer und spannend“, so Nadarevic.
PROGNOSE:
Drei Siege holte der TSV Wiesental aus den letzten vier Spielen. Mit dem Rückenwind könnte der TSV auch gegen Neibsheim die Nase vorne haben.
Einen 2:0-Sieg sammelte der VfR Kronau in Neibsheim ein. Das sorgte bei Julian Bauer für Zufriedenheit: „Mit unserem Spiel gegen Neibsheim bin ich grundsätzlich zufrieden. Unsere Defensivleistung war an diesem Tag sehr gut und der Grundstein zum verdienten Sieg. In der Offensive waren wir in der ersten Halbzeit gut unterwegs und hätten mit etwas mehr Ruhe und Cleverness auch höher führen können. In der zweiten Halbzeit kamen wir leider nicht mehr in unser Offensivspiel. Unterm Strich haben wir verdient gewonnen.“
In dieser Weise will Bauer weitermachen. Dass das gegen zuletzt aufstrebende Menzinger nicht leicht wird, weiß der VfR-Spielertrainer: „Am Sonntag wollen wir zu Hause gegen Menzingen an unsere Leistung gegen Neibsheim anknüpfen. Menzingen hat mit den zwei Siegen gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Es wird keine leichte Aufgabe, wir wollen trotzdem unseren nächsten Dreier einfahren.“
Für eine Überraschung sorgte der SV Menzingen mit seinem 2:1-Sieg gegen Neuthard. „Wir haben als Mannschaft wieder alles gegeben und uns in den richtigen Momenten mit zwei direkten Freistößen belohnt. Mit dieser Einstellung und der mannschaftlichen Geschlossenheit können wir hoffentlich noch ein paar Mannschaften ärgern“, freute sich Daniel Kaiser über den gelungenen Auftritt.
Im Kampf um den Liga hat der SVM somit wichtige Schritte nach vorne gemacht. Die beiden Siege reichen aber längst nicht aus, wie Kaiser weiß: „Wir wollen weiter hart arbeiten und jedes Spiel als Endspiel verstehen. Mit Kronau wartet eine ganz unangenehme und eingespielte Mannschaft auf uns. Falls wir wieder die Vorgaben erfüllen und uns voll reinhängen, können wir auch dort ein gutes Ergebnis erzielen.“
PROGNOSE:
Nach den jüngsten Ergebnissen ist den Kraichtalern auch in Kronau ein Punktgewinn zuzutrauen.
Eine überraschende Niederlage kassierte der FV Neuthard in Menzingen. „Schade. Eigentlich haben wir gut aufgebaut und rausgespielt. Aber im letzten Drittel fehlen uns einfach noch die entscheidende Konsequenz und Durchschlagskraft. Der unbedingte Wille, Zweikämpfe zu gewinnen, Eins-gegen-Eins zu kreieren, Chancen zu erarbeiten, fehlt uns noch. Torchancen waren Mangelware, wir haben kein einziges Mal aus dem Spiel heraus auf das Tor geschossen. Das war einfach nicht gut. Über einen Eckball sind wir zum 1:2 gekommen, aber das war zu wenig. Zu viele falsche Entscheidungen haben zu einfachen Ballverlusten und Fehlern geführt. Die Standardgegentore waren sicher zu vermeiden, aber so ist es nun mal“, war Medin Dokara weder mit dem Ergebnis noch mit der Leistung zufrieden.
Weiter geht es für den FVN gegen Forst. „Wir müssen uns deutlich steigern. Gerade im Spiel nach vorne müssen wir effizienter werden. Ohne Chancen keine Tore, ohne Tore, keine Siege. Wir müssen den Mund abputzen und schauen, dass wir vieles besser machen. Es wird sicher nicht einfacher im nächsten Spiel, aber den angesprochenen Verbesserungen können wir punkten“, so der FVN-Coach.
Lange führte der FC Forst gegen Neudorf, letztlich musste sich die Germania aber mit einem Remis begnügen. „Im letzten Heimspiel kamen wir leider über ein 1:1 gegen Neudorf nicht hinaus. Wir haben sehr gut in die Partie gefunden und die frühe Führung erzielt. Im Anschluss hatten wir noch weitere Möglichkeiten, um zu erhöhen, jedoch leider nicht genutzt. Ab Minute 30 wurde es dann ein ganz anderes Spiel und die Gäste kamen besser ins Spiel. Ähnliches Bild in der zweiten Halbzeit, ein ziemlich offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und einem Elfmeter für die Neudorfer kurz vor Schluss. Von daher müssen wir an diesem Tag mit dem Punkt leben“, meinte Patrick Stucke.
Nun gastiert der FCF in Neuthard. Stucke erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe: „Im nächsten Spiel müssen wir zum Absteiger nach Neuthard. Die sehr junge Mannschaft hat bisher gezeigt, dass sie sehr schwer zu schlagen ist. Nach der Niederlage im letzten Spiel will sie diese bestimmt wieder vergessen machen. Wir wollen dies natürlich verhindern und uns die drei Punkte holen.“
PROGNOSE:
Die Tabellennachbarn dürfte ein Duell auf Augenhöhe erwarten. Beide Mannschaften werden sich nach intensiven 90 Minuten mit einem Punkt begnügen müssen.
Durch einen späten Treffer vermied die FVgg Neudorf in Forst eine weitere Niederlage. „Wir bleiben zwar weiterhin sieglos, konnten aber immerhin die Niederlagenserie von zuletzt vier Spielen stoppen. Wichtiger als das 1:1 war aber die Art und Weise, wie der Punkt zustande kam. Zwar gab es ein frühes Gegentor, aber dank einer deutlichen Leistungssteigerung verdienten wir uns den Zähler. Läuferisch und kämpferisch war das in Ordnung, gerade das war nach den jüngsten Ergebnissen wichtig“, nahm Jannik Heneka das Remis mit.
Schon richtet er den Fokus auf das nächste Spiel: „Klar ist das ein Derby, aber mit Blick auf die Tabelle ist es auch ein sehr wichtiges Spiel. Mit einem Sieg können wir an den FVH heranrücken. Das muss unser Ziel sein.“
Als einen Schritt nach vorne wertete Robin Käpplein das torlose Remis des FV Hambrücken gegen Östringen II: „Mit dem Östringen-Spiel können wir zufrieden sein. Wir haben den Matchplan gut umgesetzt und uns so den Punkt auch verdient. Der Fokus lag nach den zuletzt gehäuften Gegentoren auf der mannschaftlichen Verteidigung und dies wurde auch komplett so umgesetzt. Nach vorne waren wir in vielen Situationen leider zu unkonzentriert oder zu unpräzise. Da hätten wir noch die ein oder andere klarere Chance kreieren und für mehr Entlastung sorgen können. Dennoch können wir mit der Leistungssteigerung zur Vorwoche sehr zufrieden sein und daran gilt es im nächsten Spiel anzuknüpfen.“
Damit scheint der FVH just zum Derby in Neudorf wieder besser in der Spur. „Nun wartet am kommenden Samstag das Derby gegen Neudorf auf uns und damit auch altbekannte Gesichter, welche bis vor ein oder zwei Jahren noch für unseren FVH spielten. Nach der gezeigten Leistungssteigerung freuen wir uns auf das Spiel und wollen mit einem Derbysieg wieder zurück nach Hambrücken fahren“, fiebert Käpplein der Partie entgegen.
PROGNOSE:
Freuen wir uns auf ein umkämpftes Lokalduell, in dem es momentan keinen klaren Favoriten gibt!
Ein torloses Remis gab es für den FC Östringen II in Hambrücken. Jens Knaus meinte dazu: „Das Spiel gegen Hambrücken ist recht schnell erzählt. Wir sind in der Defensive sicher gestanden und hatten nach vorne mehrere sehr gute Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden, insbesondere natürlich durch den berechtigten Elfmeter, den wir nicht verwandeln konnten. In der zweiten Halbzeit wollten wir engagierter nach vorne spielen und die sich bietenden Tormöglichkeiten nutzen. Leider hat in diesem Spiel der letzte Biss gefehlt, das Tor zu erzielen. So nehmen wir diesen Auswärtspunkt dennoch gerne mit.“
Schon heute Abend ist der FCÖ II wieder gefordert. „Freitagabend, Flutlichtspiel, interessanter Gegner Mingolsheim, was will man mehr? Wir freuen uns auf das Spiel und viele Zuschauer. Wir erwarten ein enges Spiel zweier gut eingestellter Mannschaften. Mingolsheim hat nach anfänglichen Schwierigkeiten nun immer besser in die Saison reingefunden und einige Punkte in den letzten Wochen sammeln können“, freut sich Knaus, ehe er noch selbstbewusst ergänzt: „Wir werden vor dem Tor wieder konsequenter agieren und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die drei Punkte in Östringen behalten.“
Knapp konnte sich der TuS Mingolsheim gegen Flehingen durchsetzen. „In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, aber haben diese nicht konsequent genug genutzt. In der zweiten Halbzeit tauchte Flehingen öfters vor unserem Tor auf und hatte die besseren Möglichkeiten auf das 1:0. In einer eher schwachen Kreisligapartie sind wir dann doch noch in der 80. Minute in Führung gegangen. Durch einen berechtigten Elfmeter mussten wir in der 88. Minute dann leider doch noch das 1:1 hinnehmen. In der zehnminütigen Nachspielzeit ist es uns dann noch gelungen, das 2:1 zu erzielen. Unter dem Strich wäre ein Unentschieden durchaus gerecht gewesen. Wir freuen uns natürlich trotzdem über die drei Punkte“, kommentierte Kai Schrumpf die Partie.
Heute Abend ist der TuS im Lokalduell bei Östringen II gefordert. „Bereits am heutigen Freitag steht das Derby gegen Östringen II an. Wir müssen uns in der Leistung auf jeden Fall steigern, um etwas Zählbares aus Östringen mitnehmen zu können. Die Pokalniederlage aus der letzten Saison schmerzt noch immer und dementsprechend motiviert werden wir auftreten. Wir wollen mit Punkten uns weiter im oberen Drittel der Tabelle festsetzen, sind natürlich aber gewarnt vor der Offensivkraft der Östringer“, fiebert Schrumpf der Partie entgegen.
PROGNOSE:
Die Mingolshimer nehem einen Zähler auf den kurzen Heimweg mit.